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Patientensicherheit in Gefahr: Patienten schlucken zu viele Medikamente – Oft fehlt die Übersicht

Ärzte behandeln oft Patienten, ohne dass der Informationsaustausch über verordnete Arzneimittel untereinander sichergestellt ist. So bekommen drei Viertel aller sächsischen Patienten von mehr als einem Mediziner Medikamente verschrieben. Jeder Fünfte erhält seine Arzneimittel sogar von vier oder noch mehr Ärzten.

Das  Sächsischen Landesamtes für Statistik registrierte 2017 etwa eine Million vollstationäre Behandlungsfälle. Unter den Menschen, die in den sächsischen Krankenhäusern operiert wurden, befanden sich laut aktuellen Arzneimittelreport viele Polypharmazie-Patienten, die fünf oder mehr Medikamente gleichzeitig und andauernd einnehmen.

„Gerade bei dieser besonders gefährdeten Gruppe müssen Informationsdefizite über eingenommene Medikamente bei der Aufnahme ins und der Entlassung aus dem Krankenhaus ausgeschlossen werden, um schlimmstenfalls lebensbedrohliche Folgen aufgrund von Behandlungsfehlern zu verhindern“, fordert Dr. Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der BARMER in Sachsen.

Beim Übergang zwischen dem stationären und ambulanten Bereich ist es wichtig, dass wichtige Informationen zur Arzneimitteltherapie in Form eines bundeseinheitlichen, digitalen Medikationsplans weitergegeben würden. Das passiere oft nicht in ausreichendem Maße, so das zentrale Ergebnis des aktuellen Reports der BARMER.

Ab 65 Jahre mehr Krankenhausaufenthalte, mehr Medikamente

Nach Auswertungen des Reportes wurde jeder zweite Versicherte mit zehn und mehr Wirkstoffen durchschnittlich mindestens einmal pro Jahr stationär im Krankenhaus behandelt. Jeder dritte Patient hat nach der Behandlung im Krankenhaus, trotz geänderter Medikamenten-Therapie, keinen aktualisierten Medikationsplan erhalten.

Dabei erhöht sich der Anteil an Polypharmazie-Patienten nach einem stationären Aufenthalt in Sachsen signifikant: Lag ihr Anteil im Jahr 2017 unmittelbar vor der Krankenhausaufnahme bei 30,5 Prozent, das entsprach etwa 152.000 Patientinnen und Patienten in Sachsen, stieg er nach der Behandlung auf 37,7 Prozent, auf rund 188.000 Patientinnen und Patienten. Sachsens Bevölkerung ist mit durchschnittlich 46,9 Jahren die drittälteste in ganz Deutschland. Mit zunehmendem Alter steigt für viele Menschen die Anzahl an verordneten Medikamenten.

Die BARMER im Freistaat plädiert daher dafür, besonderes Augenmerk auf einen lückenlosen Informationsfluss zwischen ambulanter und stationärer Behandlung zu legen und die Übergänge zu optimieren. Bereits jetzt schon sind mehr als die Hälfte der in sächsischen Krankenhäusern behandelten Patienten 65 Jahre und älter. Somit wird es künftig noch mehr Patienten mit Polypharmazie geben, die im Krankenhaus behandelt werden.

Daten aus dem Krankenhaus werden nur spärlich weitergegeben

Eine vollständige Übersicht der verordneten Medikamente in Form eines einheitlichen Medikationsplans fehlt oft. Dadurch stockt der Informationsfluss vom stationären Bereich zum weiterbehandelnden Arzt. Indizien dafür liefert eine Umfrage im Rahmen des Arzneimittelreports unter 150 niedergelassenen Ärzten. Sie beklagen, dass nur bei jedem dritten betroffenen Patienten Therapieänderungen begründet würden und Hinweise auf notwendige Kontrollen, Nebenwirkungen und zu prüfende Therapieergebnisse regelmäßig fehlen.

40 Prozent der befragten Allgemeinmediziner waren demnach mit den Informationen durch das Krankenhaus unzufrieden oder sehr unzufrieden. Ein Medikationsplan dient dazu, den Patienten, Ärzten, Apothekern und anderen an der Arzneimittelversorgung der Versicherten beteiligten Personen einen Überblick über verordnete Arzneimitteltherapien zu verschaffen. Er hat das Ziel, unerwünschte Nebenwirkungen, verursacht durch parallel verordnete Arzneimittel, bei der Weiterbehandlung zu verhindern. Funktioniert dieser Informationsaustausch mangelhaft oder überhaupt nicht, kann das für Patienten lebensgefährlich werden.

Auch beim Medikationsplan im ambulanten Bereich „verzettelt“

Laut einer im Rahmen des Reportes durchgeführten Befragung von 2.900 Polypharmazie-Patienten über 65 Jahren, darunter 168 aus Sachsen, hatten nur 29 Prozent dieser Patienten bei der Klinikaufnahme einen bundeseinheitlichen Medikationsplan von ihrem behandelnden Arzt erhalten. 17 Prozent der befragten Patienten verfügten über gar keine aktuelle Aufstellung ihrer Medikamente.

„Wer mindestens drei verordnete Arzneimittel parallel einnimmt, sollte von seinen Ärzten die Erstellung eines Medikationsplanes einfordern“, sagt Magerl. Immerhin 54 Prozent der Befragten hatten zwar einen Medikationsplan bekommen, allerdings ohne QR-Code zur schnellen digitalen Übertragung.

„Ein einheitlicher, digitaler und damit schnell zu übermittelnder Medikationsplan muss Standard werden. Der Austausch über den Postweg dauert zu lange. Die Angaben sind dann oft schon nicht mehr aktuell“, fordert auch Dr. Thomas Lipp, Vorsitzender des Hartmannbundes Sachsen und niedergelassener Allgemeinmediziner in Leipzig.“

Es erschreckt uns Hausärzte, wenn wir sehen, wie viele verschiedene Medikamente manche unserer Patienten in der Summe einnehmen sollen. Das passiert, wenn jeder Facharzt aus seiner Sicht Beschwerden medikamentös behandelt und nicht weiß, welche Medikamente bereits von anderen Ärzten verordnet wurden. Schnell kommen da sehr viel mehr als fünf verschieden Tabletten zusammen, die ein Patient schlucken muss. Das grenzt schon an Vergiftung“, so Lipp.

Haben Polypharmazie-Patienten in Sachsen Medikationspläne erhalten, sind diese vor allem aus Krankenhäusern häufig unvollständig. „Noch zu oft fehlen Hinweise zur Medikationsänderung oder Begründungen für Therapieänderungen. Rezeptfreie Arzneimittel, die im Rahmen der Selbstmedikationen in der Apotheke gekauft werden, sind oftmals auch nicht erfasst“, beklagt Lipp.

All diese Informationen seien für die Weiterbehandlung im Sinne der Patientensicherheit von großer Bedeutung. Patientinnen und Patienten würden unnötigen Risiken ausgesetzt, wenn wichtige Informationen nicht oder nur lückenhaft übermittelt werden.

Optimierung der digitalen Prozesse

Ursache der Informationsdefizite ist aus Sicht der BARMER weniger der einzelne Arzt, als vielmehr der unzureichend organisierte und nicht adäquat digital unterstützte Prozess einer sektorenübergreifenden Behandlung.

„Es gilt nachzubessern, um die Risiken für Patienten auf ein Minimum zu beschränken und die Arbeit der Ärzteschaft zu erleichtern. Offenbar erreicht der erst 2016 eingeführte bundeseinheitliche Medikationsplan noch nicht, was damit vorgesehen war. Ein Instrument für mehr Sicherheit und Transparenz in der Arzneimitteltherapie kann die elektronische Patientenakte (ePA) sein, die alle gesetzlich Krankenversicherten ab Januar 2021 freiwillig nutzen können“, so BARMER-Landeschef Fabian Magerl.

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