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Beauftragter für das Jüdische Leben in Sachsen verlängert

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    Das Sächsische Kabinett hat in seiner Sitzung am 10. November erneut Dr. Thomas Feist als seinen ehrenamtlichen Beauftragten für das Jüdische Leben in Sachsen berufen. Herr Dr. Feist bekleidet dieses Amt bereits seit 5. März 2019 und wird nun für die Dauer der 7. Legislaturperiode (bis 31. Dezember 2024) die Aufgaben als Beauftragter fortführen. Das Amt ist organisatorisch dem Kultusministerium zugeordnet. Seine erste Amtszeit läuft am 31. Dezember 2020 aus.

    Kultusminister Christian Piwarz: „Ich freue mich sehr, dass wir Dr. Thomas Feist für dieses wichtige Ehrenamt erneut gewinnen konnten. Seit vielen Jahren setzt er sich für Begegnungen mit Juden und dem Judentum sowie gegen Antisemitismus ein.“

    Außerdem beschloss das Kabinett die Einrichtung einer Melde- und Beratungsstelle für antisemitische Vorfälle. Die gleichbleibend hohe Zahl polizeilich gemeldeter Vorfälle, die Kenntnis über eine hohe Dunkelziffer antisemitischer Taten und die Situation in der jüdischen Gemeinschaft sowie ein hohes öffentliches Interesse sind ausschlaggebend für dieses Vorhaben.

    Beauftragter für das Jüdische Leben:

    Die Aufgaben des Beauftragten sind vielfältig. Er ist Ansprechpartner für jüdische Bürger und die jüdischen Gemeinden in Sachsen. Er berät die Staatsregierung in Fragen der Förderung jüdischen Lebens, der Erinnerungskultur und der Pflege des historischen Erbes. Auch die Antisemitismusbekämpfung und die Prävention sind im Fokus des Beauftragten. Er arbeitet dabei eng mit der Staatskanzlei, allen Staatsministerien, dem Demokratiezentrum Sachsen sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen.

    Informationen zur Person Dr. Thomas Feist

    Geboren am 8. April 1965 in Leipzig; evangelisch-lutherisch; verheiratet, drei Kinder

    1971 bis 1981 Allgemeinbildende polytechnische Oberschule (DDR); Abschluss zehnte Klasse

    1981 bis 1983 Lehre als Facharbeiter für Heizungsinstallation

    1983 bis 1993 tätig als Heizungsinstallateur

    1993 bis 1995 Ausbilder für lernbehinderte und sozial benachteiligte Jugendliche

    seit 1995 tätig als Jugendbildungsreferent für Kulturarbeit, Musik und Interkulturelle Arbeit

    1995 bis 2000 Direktstudium (Sonderhochschulzugangsberechtigung) der Musikwissenschaft, Soziologie und Theologie

    2000 Abschluss des Studiums mit dem akademischen Titel M.A.

    2003 bis 2005 Promotionsstudium, Promotion zum Dr. phil.

    Seit 2007 Mitglied der CDU Leipzig

    2009-2017 Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis 154

    Seit 2018 freiberuflicher Berater (Reputationsmanagement, Politische Kommunikation, Strategisches Coaching)

    2010-2017 Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Leipzig

    seit 2010 Vorsitzender des Leipziger Regionalausschusses „Jugend musiziert“

    seit 2013 Mitglied im Kuratorium der Ephraim-Carlebach-Stiftung Leipzig

    seit 2014 Schirmherr des Internationalen Fußball-Begegnungsfestes zur Erinnerung an den jüdischen Sportklub Bar Kochba Leipzig

    seit 5. März 2019 Beauftragter das Jüdische Leben in Sachsen

    Urenkel von Albert Hirschfeld (1876 – 1965) – einem der letzten jüdischen Rauchwarenhändler am Leipziger Brühl

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