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Schacht sowie Rückbau von Gebäuden und Anlagen in Lugau

Von Sächsisches Oberbergamt

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    Das Sächsische Oberbergamt schließt ein weiteres Sanierungsprojekt im Vorhaben „Prävention von Risiken des Altbergbaus“ der Europäischen Union und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ab. Für dieses EFRE-Vorhaben stehen dem Oberbergamt als Projektträger im Zeitraum von 2014 bis 2023 insgesamt 52,7 Mio. Euro zur Verfügung. Damit werden in Sachsen zahlreiche Altbergbauprojekte vor allem im Erzgebirge und in den ehemaligen Steinkohlerevieren finanziert. Diese Sanierungsarbeiten werden mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

    Am 19. November 2020 erfolgte die formelle und mängelfreie Abnahme der am 17. Dezember 2018 begonnenen Bau- und Sanierungsleistungen im Rahmen des Projektes „Verwahrung Vertrauen-Schacht sowie Rückbau von Gebäuden und Anlagen in Lugau“.

    Als Voraussetzung für die Sanierung des Vertrauen-Schachtes musste der ehemalige Zugang zum Schachtgebäude erweitert und das Mauerwerk des Gebäudes abgefangen werden. Der Schacht mit einem Querschnitt von ca. 1,9 x 6,5 m wurde bis in eine Tiefe von 26 m unter OK Gelände aufgewältigt. Im Abschnitt von 20,5 bis 24,5 m erfolgte nach dem Rückbau und der Unterfangung des Schachtmauerwerkes die Herstellung eines konischen Widerlagers im standfesten Rotliegendgebirge.

    Für den Verwahrungskörper kamen 145 m³ Beton zum Einsatz. Der aufgewältigte Schachtabschnitt von der Tagesoberfläche bis zum Verwahrungskörper wurde wie auch die sich an den Schacht anschließenden und unter dem Gebäude verlaufenden Wetter-, Luft- und Fluchtkanäle ebenfalls mit Beton verfüllt. Abschließend wurden der Fußboden sowie das Zugangstor im Schachtgebäude wiederhergestellt.

    Übertägig erfolgte der Abriss der baufälligen Betriebsgebäude. Die labile und teils deformierte Haldenstützmauer musste aufgrund des Zustandes und der beeinträchtigten Standsicherheit vollständig abgetragen und neu errichtet werden. Hierzu wurde auf einer Länge von 95 m eine Winkelstützwand errichtet.

    Aus denkmalschutzrechtlichen Gründen erfolgte eine Verblendung der Betonfertigteile mit Klinkern.

    Nach der Wiederherstellung und Konturierung der Haldenoberfläche wurden die genutzten Bereiche im November 2020 mit geeigneten Bäumen und Sträuchern wieder aufgeforstet und an die Eigentümer übergeben. Durch das Oberbergamt werden die Pflege und der Schutz der Anpflanzung noch für das Jahr 2021 übernommen.

    Die Vorhabensziele, das Risiko einer Nachsackung sowie letztendlich eines Verbruches des Vertrauen-Schachtes zu beseitigen und somit negative Beeinträchtigungen auf das Gebäude und für die Nutzung zu verhindern, wurden mit der Umsetzung des Projektes und der Verwahrung des Schachtes erreicht. Mit der Beseitigung der übertägigen Hinterlassenschaften des ehemaligen Steinkohlenbergbaus einschließlich Erneuerung der Haldenstützmauer wurden risikofreie und langfristig nutzbare Flächen hergestellt.

    Die Projektkosten betrugen rund 3,5 Mio. €.

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