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Von der Brailleschrift zur digitalen Barrierefreiheit

Von Deutsches Zentrum für barrierefreies Lesen (dzb lesen)

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    Der Welt-Braille-Tag am Geburtstag von Louis Braille (4.1.1809-6.1.1852) erinnert daran, dass sehr viele Menschen nicht selbstverständlich Informationen, Texte, Bücher lesen können, weil sie blind, seh- oder lesebehindert sind. Barrierefreie Leseangebote können diese Situation ändern. Sie sind Grundlage für gelebte Inklusion.

    Hierfür sind Akteure in der Verlagsbranche, alle Publizierenden, gefragt und Häuser wie das Deutsche Zentrum für barrierefreies Lesen (dzb lesen). Längst geht es nicht allein um Gedrucktes: Vor allem digitale Angebote müssen barrierefrei zugänglich sein! So startete jüngst eine Kooperation des dzb lesen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

    Deren Ziel ist es, die Buchbranche darin zu unterstützen, barrierefreien Zugang zu E-Books zu schaffen – eine Verpflichtung, die der European Accessibility Act (EAA) ab Juni 2025 festschreibt. Andererseits berät das dzb lesen zu digitaler Barrierefreiheit und fungiert als Überwachungsstelle für Online-Angebote im Freistaat Sachsen.

    „Wir kennen erfahrungsgemäß die Lesebedürfnisse blinder, seh- und lesebehinderter Menschen. Zusammen mit Partnern wollen wir das Angebot auch im digitalen Zeitalter verbessern, um dem Mangel an barrierefrei zugänglicher Literatur zu begegnen“, äußert sich Prof. Dr. Thomas Kahlisch, Direktor des dzb lesen.

    Das dzb lesen nutzt die Erfindung des Blindenschrift-Alphabetes durch Louis Braille (1825), um Bücher in dessen System einer taktilen Punktschrift zu übertragen. Die Brailleschrift ist die Schrift blinder Menschen, mit der sie Texte tastend lesen können.

    In der Bibliothek des dzb lesen stehen rund 25.400 Titel in Brailleschrift kostenfrei zur Verfügung. Literatur jeden Genres – Belletristik, Sach- und Fachbücher, Braillenoten für blinde Musiker und Kinderbücher, die helfen die elementar wichtige Brailleschrift frühzeitig zu erlernen.

    Die Audioangebote mit rund 50.00 Hörbuch-Titeln verweisen auf einen anderen Weg, Bücher zu lesen, wenn Nutzerinnen und Nutzer blind, seh- oder lesebehindert sind. So beherrschen etwa nicht alle blinden Menschen die Brailleschrift – gerade, wenn sie im hohen Alter Sehverlust erleiden. Und das ist aus demografischen Gründen leider oft der Fall.

    Deutsches Zentrum für barrierefreies Lesen

    Das dzb lesen ist nicht nur Bibliothek, sondern zuerst Produktionszentrum für Braille- und Hörmedien, taktile Medien, Großdruck und bald mehr. So werden für blinde, seh- und lesebehinderte Menschen Angebote geschaffen, die auf spezielle Lesebedürfnisse eingehen. Die Kompetenzen des dzb lesen basieren auf der Tradition als Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB), die 1894 in Leipzig gegründet wurde.

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