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Hightech für die sächsische Leichtbauforschung

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    Das neue Laborgebäude für die Zentrale Einrichtung MERGE der Technischen Universität Chemnitz hat seinen Forschungsbetrieb aufgenommen. Auf insgesamt 1.486 Quadratmetern wird dort die Herstellung neuartiger, energie- und ressourcensparender Werkstoffe untersucht und analysiert. Einsatzgebiete der Werkstoffe sind unter anderem die Mobilitätsbranche sowie die Luft- und Raumfahrt.

    Dafür wurde durch den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) seit August 2018 ein moderner Laborneubau errichtet. Nach der baulichen Übergabe an die TU Chemnitz im Oktober 2020 und den anschließenden Einrichtungsarbeiten durch die Universität konnte jetzt mit der Forschung begonnen werden. Neben hochspezialisierten Laborräumen bietet der Neubau auch Büro-, Praktika- und Besprechungsräume.

    „Mit MERGE baut der Freistaat Sachsen seine internationale Rolle in der Leichtbauforschung aus. Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt schaffen wir in Chemnitz beste Bedingungen zum Forschen und den kreativen Austausch.
    Die TU Chemnitz erhält einen weiteren attraktiven Standort, der die Stadt insgesamt bereichert“, so Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann.

    Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow ergänzt: „Mit dem Neubau für MERGE wird die Leichtbauforschung in Sachsen und damit die Leichtbauallianz Sachsen deutlich gestärkt. Am Standort Chemnitz eröffnen sich neue Chancen, die Forschung auf höchstem Niveau weiter voranzutreiben. Davon profitieren neben den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch weitere Partner, etwa aus der Wirtschaft. Ich bin froh, dass wir die benötigten Rahmenbedingungen zur konsequenten Weiterentwicklung bieten können. Der Leichtbau ist mit einer Vielzahl künftiger Anwendungsfelder für die wirtschaftliche Entwicklung des Freistaates zentral.“

    Leichtbautechnologien zählen nach wie vor zu den Zukunftstechnologien, um die nachhaltige Reduktion von CO² in allen Produktionsbereichen zu erzielen. Mit maximaler Ressourceneffizienz, der Einsparung von Gewicht, Material und Energie, bei gleichzeitiger Sicherung oder sogar Verbesserung der Funktionalität und auch Leistungsfähigkeit von Bauteilen liegen die Vorteile klar auf der Hand.

    Damit kann Leichtbau einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Klima- und Nachhaltigkeitsziele der Bundesregierung leisten. Durch das Kombinieren von digitalen Prozesstools, innovativen Materialien und Fertigungsverfahren lassen sich neue funktionsintegrierte Bauteile entwickeln.

    Die Nutzung und der Einsatz von biobasierten Werkstoffen in Kombination mit bionisch inspirierten Designs eröffnen für die Zukunft neue Wege für ressourceneffiziente Produkte und Technologien.

    „Das neue Laborgebäude ist neben der existierenden Forschungshalle ein weiterer Baustein zur Untermauerung der Spitzenstellung der Leichtbau-Forschung an der TU Chemnitz und damit zugleich zur Stärkung unserer Kernkompetenz Ressourceneffiziente Produktion und Leichtbau. Wir bedanken uns sehr herzlich beim Freistaat Sachsen sowie der Europäischen Union für die wichtige Investition in den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Chemnitz“, sagt Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Rektor der TU Chemnitz.

    „Mit der Inbetriebnahme des zweiten Bauabschnitts Laborgebäude MERGE ist der Zusammenschluss vieler dezentraler Laboreinrichtungen und somit eine deutlich verbesserte und auch schnellere Arbeit in den zahlreichen Forschungsprojekten möglich geworden. Insbesondere mit der Ausstattung im Bereich Prüftechnik, mithilfe derer beispielsweise erweiterte Material- und Belastungsprüfungen durchgeführt werden, wird nun eine neue Liga aufgestoßen“, freut sich Prof. Dr. Lothar Kroll, Koordinator der Zentralen Einrichtung MERGE und Direktor des Instituts für Strukturleichtbau der TU Chemnitz.

    „Mithilfe dieser Technik werden aktuell etwa hochgefüllte Kunststoffcompounds für neue Brennstoffzellenanwendungen untersucht. Auch im Rahmen von Großprojekten, wie thermoprePlus, SmartERZ, InnoCarb Energy und vielen KMU-gestützten Projekten im Rahmen des Innovationsprogramms ZIM, wird uns die neue Infrastruktur wesentlich unterstützen, bestmögliche Forschungsergebnisse zu erzielen, die insbesondere für den Mittelstand von enormer Bedeutung sind“, so Kroll.

    Der Laborneubau erweitert den Hallenkomplex des MERGE Research Centre „Lightweight Technologies“, in welchem bereits seit August 2015 geforscht wird. An dessen Südfassade wurde nun der Neubau angeschlossen.

    Beide Gebäude sind im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss miteinander verbunden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Gesamtkomplex noch durch ein Bürogebäude zu ergänzen.

    Die Gesamtbaukosten des neuen Laborgebäudes liegen bei rund 14,5 Millionen Euro, die durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes finanziert sind.

    Hintergrund

    „MERGE – Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen“

    Die TU Chemnitz zählte mit dem Bundesexzellenzcluster „MERGE – Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen“ zu den Gewinnern der Bundesexzellenzinitiative.

    MERGE wurde von 2012 bis 2019 als Bundesexzellenzcluster durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. In dem bundesweit einzigartigen Projekt arbeiteten etwa 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, getrennte Fertigungsprozesse bei der Verarbeitung unterschiedlicher Werkstoffgruppen wie Textilien, Kunststoffen und Metallen zusammenzuführen.

    Die MERGE-Forscherinnen und -Forscher arbeiten darauf hin, sich in der nächsten Strategierunde im Jahr 2025 erneut um einen Platz als Bundesexzellenzcluster zu bewerben.

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