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Bund und Kohleunternehmen stehen in Verantwortung für Wassermanagement in Bergbaufolgeregionen

Von Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft
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    Am Freitag (12.3.) fand an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus die 1. Wasserkonferenz Lausitz statt. Dabei waren erstmals die drei Länder Berlin, Brandenburg und Sachsen auf Ebene der Umweltsenatorin bzw. -minister bei einer Veranstaltung zur Wasserproblematik in der Lausitz vertreten.

    Anlässlich der Konferenz unterstrich Sachsens Umweltminister und stellvertretender Ministerpräsident Wolfram Günther das Ausmaß der Herausforderungen, die sich aus dem Braunkohlebergbau, dem Strukturwandel und dem Klimawandel ergeben:

    „Die große Resonanz und die Teilnahme auf politischer und wissenschaftlicher Ebene zeigen: Das Wassermanagement in der Lausitz ist eine Mammutaufgabe. Wir brauchen über Jahrzehnte etliche Milliarden Euro, um die bergbaubedingten Eingriffe im Bereich von Oberflächen- und Grundwasser zu heilen – auch als Voraussetzung für einen erfolgreichen Strukturwandel und neue Perspektiven für die Lausitz.

    Das können wir als Länder allein gar nicht stemmen. Hier sind die Kohleunternehmen und der Bund in der Verantwortung. Übrigens ist nicht der Kohleausstieg das Problem, sondern das Problem war der Einstieg in die massive Kohleverstromung. Gleichzeitig macht uns der Klimawandel in Form von Dürreperioden gerade in der Lausitz zu schaffen. Das ist keine ferne Zukunft, sondern reale Gegenwart und betrifft vor allem die Wasserwirtschaft der Unterlieger Brandenburg und Berlin. Wasser wird für uns alle zum Standortfaktor.“

    Günther verwies auf die gute Zusammenarbeit mit Brandenburg und Berlin. Die letzten Jahre hätten gezeigt, wie essenziell die Kooperation und das abgestimmte Vorgehen gerade im Bereich der Wasserwirtschaft sind. Die noch aktiven Braunkohleunternehmen werden sich hier noch stärker als bisher einbringen müssen.

    Des Weiteren brauche die Lausitz strategische Ansätze und über die Bewirtschaftung der großen Talsperren und Bergbauspeicher hinaus viele einzelne Maßnahmen, um den Wasserrückhalt in der Fläche zu verbessern und den regionalen Wasserhaushalt zu stärken.

    „In Sachsen arbeiten wir daher an einer ganzheitlichen Strategie für die weitere Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und an einer Wasserstrategie. Mir ist dabei wichtig, Wassermanagement und Gewässerökologie gemeinsam zu denken und integriert umsetzen.“

    Hintergrundinformation zur bergbaulichen Wasserhaltung

    Für die Flutung und Nachsorge der Bergbaufolgeseen der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) wurden seit 1990 circa 2,2 Milliarden Kubikmeter Flutungswasser benötigt. Für die Wiederauffüllung des Grundwasserabsenkungstrichters waren zusätzlich 3,9 Milliarden Kubikmeter Wasser notwendig. Insgesamt waren das 6,1 Milliarden Kubikmeter in fast 30 Jahren.

    Nach den bisher vorliegenden alten Braunkohleplänen des aktiven Bergbaus in der Lausitz werden zur Flutung der Restlöcher und Wiederauffüllung des Grundwasserabsenkungstrichters nochmals 5,5 Milliarden Kubikmeter benötigt. Dabei wird hier jedoch keine Stützung der Flutung über Sümpfungswässer mehr erfolgen können, wie es beim Sanierungsbergbau der LMBV teilweise möglich war.

    Durch die LEAG (Lausitz Energie AG) wurden 2019 insgesamt circa 246 Millionen Kubikmeter Sümpfungswasser zur Stützung des lokalen und regionalen Wasserhaushaltes eingesetzt. Davon flossen circa 220 Millionen Kubikmeter in die Spree. Im Sommer 2020 betrug der Anteil des eingeleiteten Sümpfungswasser im Bereich der Talsperre Spremberg in die Spree circa 60 Prozent des Gesamtabflusses in der Spree.

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