2.5 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Internationaler Frauentag 2021

Anzeige

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Anzeige

    Die Corona-Pandemie mit Kontaktbeschränkungen, Homeoffice und Schließungen von Kitas und Schulen stellt besonders Frauen vor große Herausforderungen. „Frauen tragen die Hauptlast der Krise, denn überwiegend sind sie es, die arbeiten und zusätzlich die Kinder versorgen“ macht Konstanze Morgenroth, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Leipzig, deutlich.

    Laut statistischen Landesamt lebten 2019 in Sachsen 21,9 Prozent aller Frauen in Paargemeinschaften mit Kindern und konnten mehr oder weniger auf die Unterstützung von Partnern setzen. 6,7 Prozent der Frauen waren allerdings alleinerziehend und durch die Beschränkungen noch stärker belastet.

    Gleichzeitig war der Frauenanteil an den Beschäftigten in einigen der in Pandemiezeiten besonders geforderten Berufsgruppen sehr hoch, wie z. B. Altenpflege (85,5 Prozent), Erziehung, Sozialarbeit, Heilerziehungspflege (85,2 Prozent), Verkauf von Lebensmitteln (82,8 Prozent), Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst und Geburtshilfe (78,1 Prozent) oder Lehrtätigkeit an allgemeinbildenden Schulen (75,5 Prozent).

    Der WSI-Gleichstellungsreport 2021 kommt zu differenzierten Ergebnissen: „In einigen Familien verfestigt sich die traditionelle Verteilung der unbezahlten Kinderbetreuung, in anderen eröffnen sich aber auch neue Chancen für eine fairere Aufteilung. Scheinbar kurzfristige Fortschritte beim Gender Pay Gap treffen auf möglicherweise dauerhafte Verschlechterungen der Arbeitszeit-Situation von erwerbstätigen Frauen“, warnen die Wissenschaftlerinnen Dr. Yvonne Lott und Dr. Aline Zucco.

    Ein großes Problem besteht darin: Vor allem Frauen haben in der Corona-Krise ihre Arbeitszeit reduziert, um sich besser um die Kinder kümmern zu können. „Es besteht die Gefahr, dass ein Teil dieser Arbeitszeitreduzierungen auch nach Ende der akuten Krise nicht zurückgenommen werden kann, falls Arbeitgeber an einer Aufstockung der Arbeitszeit kein Interesse haben“, heißt es im WSI-Report.

    Erfreulich ist im Landkreis Leipzig die überdurchschnittlich hohe Frauenbeschäftigungsquote. Diese liegt bei 66,9 % im Gegensatz zum Bundesschnitt von 60,9 %. Allerdings ging laut Agentur für Arbeit die Beschäftigung der Frauen im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % leicht zurück und die Hälfte der Frauen im Landkreis Leipzig sind in Teilzeit beschäftigt.

    Dazu Morgenroth: „Frauen werden immer noch schlechter bezahlt und Teilzeit und Elternzeit sind weitgehend Frauensache. Führungspositionen und hohe Gehälter dagegen mehrheitlich Männersache. Kurzum: Hier bleibt noch einiges zu tun“.

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige