Der Verband der Zoologischen Gärten und die Deutsche Tierpark-Gesellschaft begrüßen das vom Bundestag beschlossene und vom Bundesrat gebilligte Gesetz zum Bevölkerungsschutz. „Es ist gut, dass es jetzt einheitliche und klare Regelungen auf der Bundesebene gibt und endlich ein Unterschied zwischen dem Risiko an der frischen Luft und Innenbereichen gemacht wird“, sagt Jörg Junhold, Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ).

„Für uns und die Mitglieder unserer Verbände bedeutet dies erfreulicherweise, dass wir in sozial angespannten Zeiten unseren Gästen durch den Zoobesuch wieder einen Ausgleich bieten können, auch wenn dieser natürlich an Einschränkungen geknüpft sein wird.“

Dazu zählen unter anderem, dass lediglich die Außenbereiche geöffnet werden können, Hygienekonzepte weiterhin umzusetzen sind und ein negativer Corona-Test vorliegt, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Junhold, selbst Zoodirektor in Leipzig, appelliert bei den Details der Umsetzung an die Bundesländer: „Dies ist ein kleiner Schritt in Richtung Normalität, der auch die Kommunen entlasten kann. Wir freuen uns über das Vertrauen und sind uns bei den Öffnungen unserer Verantwortung weiterhin vollkommen bewusst; dafür wäre es hilfreich, wenn die eklatanten Unterschiede zwischen den Bundesländern durch einheitliche Kriterien für Zoos beendet werden könnten“, sagt Junhold.

„Auf diese Weise könnte man einen erhöhten Zootourismus zu den geöffneten Einrichtungen, vielleicht sogar von einem Bundesland ins andere, verhindern.“

„Mir ist allerdings auch bewusst, dass das derzeitige Pandemiegeschehen eine einhundertprozentige Gleichheit zwischen allen Bundesländern wohl nicht zulassen wird“, sagt der VdZ-Präsident weiterhin.

„Nach den vielen Monaten der Schließung vor allem zuletzt im Winter und für den Fall, dass also Zoos wieder über längere Zeit geschlossen werden müssen, halten wir mit Nachdruck an unserer Forderung nach einem nationalen, finanziellen Hilfsprogramm zugunsten der Zoos fest. Die Verluste unserer Mitglieder gehen in die Millionen und die Reserven sind aufgebraucht.“

- Anzeige -

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar