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Respektloses Verhalten auf der Sachsenbrücke geht entschieden zu weit

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    Am vergangenen Samstag kam es zu einer Auseinandersetzung auf der Sachsenbrücke im Clara-Zetkin-Park, bei der Feiernde die Einsatzkräfte eines Rettungswagens attackierten. Schon seit einigen Jahren - und im letzten Jahr verstärkt durch die Corona-Pandemie - entwickelt sich die Brücke zum „Party-Hotspot“.

    Da Clubs und Veranstaltungshäuser weitgehend geschlossen sind, weichen Feiernde in den Park aus. Der Wunsch, ausgelassen zusammenzukommen, ist verständlich, doch die jüngsten Ereignisse führen eindeutig zu weit!

    Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Leipziger Stadtrat, erklärt: „Wer Einsatzkräfte angreift, hat das Prinzip der Solidarität nicht verstanden. Während die Mitglieder des Rettungsdienstes einem Notruf nachgingen und eventuell verletzte Personen aus der Gefahrenzone bringen wollten, wurden sie von einigen Feiernden attackiert. Solche Aktionen sind gefährlich und zeugen von fehlendem Respekt. Ebenso wie der sich immer häufiger auftürmende Müll, der nach derartigen Szenen auf den Wegen und Wiesen zu finden ist. Unsere Fraktion lehnt dieses Verhalten entschieden ab.“

    Dennoch bleibt festzuhalten: In Leipzig mangelt es an Freiflächen, auf denen legal nichtkommerzielle Kultur- und Partyveranstaltungen unter Berücksichtigung von Natur- und Lärmschutz stattfinden können. Schon 2013 setzten wir uns mit einem Antrag (V/A 338/12) dafür ein, Areale für solche Zwecke zu bestimmen, bisher ohne Erfolg.

    Stadtrat Thomas Kumbernuß dazu: „Die Clubs sind coronabedingt seit über einem Jahr geschlossen, nur langsam kehren die Veranstaltungshäuser aus ihrem ‚Exil‘ zurück. Die Menschen sehnen sich danach, ihre aufgestaute Partylaune loszuwerden; Lockerungen und das gute Wetter der letzten Wochen laden zusätzlich dazu ein. Dass es keine Orte gibt, an denen die Leipziger:innen legal im Freien feiern können, ist allerdings nicht erst seit der Pandemie ein Problem. In einer dynamischen Stadt wie Leipzig sollte es doch möglich sein, spontan und legal zu feiern.“

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      8 KOMMENTARE

      1. Es geht im Artikel um Angriffe auf Rettungskräfte, und Ihr zwei zieht immer noch über die pöhse umweltverdreckende Jugend her. *facepalm*

      2. „An der Sachsenbrücke sind die Mülleimer zu klein oder werden zu selten geleert, wenn überhaupt dort welche sind (und nicht irgendwo im Unterholz versteckt sind).“

        Naja, Scherben und Pizzakarton entlang der kompletten Konsumierungsgebiete, den ganzen Rinnstein entlang, deuten für mich nicht wie ein Bild durch fehlende Mülltonnen hin. Wenn ich meinen Müll nicht vor Ort loswerden kann,dann nehme ich ihn halt irgendwohin mit.

        Ich finde auch nicht, dass wilder Müll ein Problem genau dieser Jugend ist. Es ist nur ganz unterhaltsam, dass oft die komplette neue Generation von gewissen Medien als wütende Umweltschützer dargestellt wird, die ganz anders sei als die „alte, herrschende“ Generation. Mit nem Pappschild auf der Straße, allein, wütend, mit OP-Maske…

        Also zum Thema zurück: es gibt sehr alte Schilder, die in Parks, Wanderrastplätzen oder Autobahnraststätten darauf hinweisen, den Müll in die Tonne zu legen oder mitzunehmen, statt ihn wild abzulagern. Jede Generation musste da irgendwie hingewiesen werden durch irgendwelche Kampagnen, vielleicht hat es die aktuelle Generation einfach auch noch vor sich. Warum sollte sie auch in irgendeiner Weise „besser“oder weniger durchschnittlich sein als die vielen Generationen vor ihr.

      3. Die Hauptursache wurde heute sogar im lokalen Stadtanzeiger benannt:
        die heranwachsenden Generationen sind zu einem beträchtlichen Anteil schlecht erzogen und agieren rücksichts- und respektlos.
        Ehrlich – die Meinung ist nachweisbar nicht aus der Luft gegriffen!

        (Interessanterweise gibt es auch junge, umweltbewusste MenschInnen.)

        Würde man respektvoll mit seinem Umfeld umgehen, käme der Müll in die Tonne, auch in eine, die mal 30m entfernt steht.
        Auch würde man keinen Rettungswagen angreifen und beim Noteinsatz behindern.
        Und auch Partylärm kann man so eindämmen, dass es nicht so stört.

        Ja, im Lene-Voigt-Park schafft es die Stadtreinigung durch intensive Einsätze (starten gegen 8Uhr am Morgen), dem Müll ganz gut Einhalt zu gebieten.

        Die Erziehungsmaßnahme, den Müll liegen zu lassen, damit sich das Klientel erst einmal selbst darin besudeln kann, gefällt mir durchaus.
        Aber was ist mit dem anderen Teil der Bürger, welche ihr grünes Umfeld normal und unvermüllt nutzen wollen? Müssen diese das hinnehmen?

        Bei solchen Partygenerationstiraden bekomme ich öfter einen dicken Hals. Weil ich mir so ohnmächtig vorkomme; ich kann es selbst nicht ändern und wenig dagegen tun. Außer appellieren.
        Vielleicht kommt die große Erziehungsmaßnahme später: wenn der Klimawandel noch mehr zuschlägt…!

      4. Mit dieser Denkweise ist die Stadtreinigung kräftig auf die Nase gefallen.

        Auch junge Leute sind keine Dreckspatzen.

        An der Sachsenbrücke sind die Mülleimer zu klein oder werden zu selten geleert, wenn überhaupt dort welche sind (und nicht irgendwo im Unterholz versteckt sind).

        Im Lene-Voigt-Park läuft es seit einigen Wochen besser. Ich habe den Eindruck, dass die Stadtreinigung nicht mehr nur einmal die Woche kommt. An den nördlichen Ausgängen stehen mittelgroße orange Müllcontainer, die aber eher nur so manchmal benutzt werden. Die runden Abfalleimer quellen weniger oft über. Vermutlich auch ein Effekt des digitalen Müllmelders, mittels dessen der Blick der Stadtreinigung vom Fünfjahresplan nun auf die Realität gelenkt wurde…

      5. Vorschlag: den Müll nicht gleich Samstagmorgen wegräumen, sondern erst mal liegen lassen. Umfahrbare, aber gut hindernde Barrikaden auf beiden Brückenköpfen aufstellen, die mittels Plakaten (mindestens zweisprachig) auf Müll und Scherben als Gefahr für Tierpfote und Fahrradschlauch hinweisen. Wer dennoch durch möchte, weiß dann um die Lage.
        Entweder klärt sich das Problem dann durch Verlagerung, oder das Feiervolk lernt wirklich was dazu, wenn es dann Samstagnacht im Müll der Vorgänger sitzt.
        Im besten Fall sind die jungen, umweltbewussten Leute dann selbst am Besen, oder die Omas for future träumen alles für die Enkelchen weg. Von mir aus müsste die Stadtreinigung das erst Montag früh entfernen… Oder die Woche drauf. Mit verstärkten Reinigungen wird das Problem, was aus dem Verhalten der Leute dort besteht, nicht gelöst.

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