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Rico Gebhardt (Linke): Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei

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    Zum Corona-Bericht der Staatsregierung anlässlich der Landtagssitzung erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag: „Die aktuell niedrigen Infektionszahlen sind kein Grund, sich zurückzulehnen! Wir müssen weiter vorsichtig sein und können nicht alle Gesundheitsmaßnahmen über Bord werfen. Die Staatsregierung muss den Sommer nutzen um Vorkehrungen für den Herbst und Winter zu treffen. Nur so können erneute Schul-, Kita- und Geschäftsschließungen vermieden werden.“

    „Das Impfen geht in Sachsen immer noch zu langsam voran, gleichzeitig müssen schon jetzt Vorkehrungen für Auffrischungsimpfungen getroffen werden. Wir benötigen in Sachsen weiterhin mindestens vier bis fünf Impfzentren, die mindestens noch im nächsten Jahr geöffnet bleiben müssen, inklusive dazugehöriger mobiler Impfteams, die in den Alters- und Pflegheimen unterwegs sind.

    Die Pläne zur Aufarbeitung der Corona-Krise begrüßen wir ausdrücklich. Gesundheitsministerin Köpping will nun endlich auch ein Landesgesundheitsamt einführen, wie wir es seit Jahren fordern. Dieses hätte bei der Organisation der Impfungen eine koordinierende Rolle einnehmen können und sollte dies in Zukunft auch tun. Wir müssen die aktuell niedrigen Zahlen nutzen, um beim Thema Digitalisierung der Gesundheitsämter einen großen Schritt voranzukommen.

    Wir benötigen endlich eine bundesweit einheitliche digitale Kontaktnachverfolgung, dazu muss das in der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin vereinbarte Programm SORMAS flächendeckend in Sachsen eingeführt werden.

    Wir müssen gemeinsam Lehren ziehen, um das Land gerechter und krisenfester zu machen. Wir brauchen dringend ein Zukunftskonzept, mit dem wir die Probleme überwinden, die in der Pandemie noch deutlicher sichtbar geworden sind. Die soziale Frage und die der Gerechtigkeit muss immer an erster Stelle stehen. Die Lasten und Kosten der Krise dürfen nicht die Menschen tragen, die ohnehin schon am meisten unter ihr gelitten haben.“

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