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Kastrationsprogramm wirkt sich positiv auf Katzenpopulation aus

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    Zwischen 1991 und September 2020 wurden in Leipzig insgesamt 10.685 herrenlose Katzen kastriert. 1995 wurde dabei der Maximalwert mit 704 kastrierten Katzen erreicht. In den Jahren 2012 bis 2019 sank die Zahl im Mittel auf 128 Kastrationen pro Jahr.

    Zusätzlich wurden durch zwei Tierschutzvereine in den Jahren 2016 bis 2019 etwa 400 freilebende Katzen in Leipzig zur Kastration eingefangen. Dies geht aus dem Bericht über das städtische Kastrationsprogramm hervor, den Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal jetzt gemeinsam mit Dr. Gabriela Leupold, Leiterin des Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamtes, Dr. Gerd Möbius und Rebecca Grossmann von der Universität Leipzig sowie dem Vorsitzenden des Beirates für Tierschutz der Stadt, Andreas Geisler, vorgestellt hat.

    Heiko Rosenthal sagt: „Die Kastration von Freigängerkatzen zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung bleibt wie die strikte Weiterführung des Kastrationsprogrammes Vorrausetzung für eine stabile Population auf niedrigem Niveau mit guten Gesundheitszustand.“

    In Leipzig werden seit Beginn der 90er Jahre umfangreiche Maßnahmen zur Kastration von Katzen durchgeführt. So wurden freilebende Katzen eingefangen, in beteiligten Tierarztpraxen kastriert und wieder an der Fangstelle ausgesetzt. Das Ziel der vorliegenden Studie bestand in der Analyse der Kastrationszahlen bei herrenlosen Katzen in Leipzig, der Bewertung des Gesundheitszustandes der Population insbesondere hinsichtlich wichtiger Infektionskrankheiten sowie der Ermittlung von Größe und Struktur der Katzengruppen an ausgewählten Futterstellen. Weiterhin sollte der Kastrationsstatus von Freigängerkatzen in Leipzig durch eine Befragung von Katzenbesitzern ermittelt werden.

    Während des gemeinsamen Projektes konnten 204 freilebende Katzen zum Zeitpunkt der Kastration klinisch untersucht werden. 67 Prozent zeigten einen optimalen Ernährungszustand, bei der Hälfte der Tiere konnten keine klinischen Abweichungen festgestellt werden. 17 Prozent der Katzen zeigten Veränderungen, die auf eine Infektionskrankheit hindeuteten – etwa das Feline Calicivirus (12,8 Prozent), das Feline Immunschwächevirus (4,2 Prozent) und das Feline Coronavirus (6,3 Prozent). Die Hälfte der Tiere waren von Endoparasiten befallen (49,6 Prozent).

    Im Untersuchungszeitraum konnten an 31 Futterstellen Beobachtungen durchgeführt werden, an denen bis zu 13 freilebende Katzen gefüttert wurden. Als unkastriert wurden 9 Prozent der Katzen eingestuft, bei 68 Prozent war der Status fraglich. 22 Prozent der Tiere zeigten einen optimalen Ernährungszustand, 33 Prozent erwiesen sich als übergewichtig. Bei 23 Prozent der Katzen wurden klinische Veränderungen beobachtet.

    Die Befragung von 2.695 Katzenhaltern in Leipzig ergab, dass 65,7 Prozent ihre Katzen nur in der Wohnung halten. Die Mehrzahl der gehaltenen Katzen (91,8 Prozent) wurde kastriert, auf vier Prozent der Tiere mit Zugang zum Freien traf dies jedoch nicht zu. 34 Prozent der gehaltenen Katzen waren mit einem Chip gekennzeichnet, allerdings nur 80 Prozent der gechippten in einem Haustierregister registriert.

    Die sinkende Zahl der Kastrationen bei freilebenden Katzen zeigen die positive Wirkung des Kastrationsprogrammes der Stadt Leipzig auf die Entwicklung der Größe der Population freilebender Katzen. Das Tierschutzgesetz ermöglicht es, Katzenschutzgebiete einzurichten, soweit dies zur Verhütung erheblicher Schmerzen, Leiden oder Schäden bei herrenlosen Katzen erforderlich ist. Die Voraussetzungen zum Erlass einer solchen Verordnung nach § 13b Tierschutzgesetz beziehungsweise nach Polizei- und Ordnungsrecht erscheinen auf Grund der Studienergebnisse nicht gegeben.

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