Zur Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns am 1.1.2022 auf 9,82 Euro die Stunde sagte der sächsische DGB – Vorsitzende Markus Schlimbach in Dresden: „Von der Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns zum Jahreswechsel werden in Sachsen rund 86.200 Beschäftigte profitieren, die derzeit für den Mindestlohn von 9,60 Euro pro Stunde arbeiten. Diese Trippelschritte bei der Mindestlohnanhebung müssen nun aber schleunigst durch die Anhebung auf 12 Euro beendet werden. Die Bundesregierung hat versprochen, jetzt muss schnell geliefert werden.“

Im Koalitionsvertrag wurde festgeschrieben, dass der gesetzliche Mindestlohn im Jahr 2022 auf 12 Euro angehoben wird.

„Mit der Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro hätten in Sachsen fast 400.000 Beschäftigte mehr Geld in der Tasche. Wir fordern die Koalition in Berlin auf, den Mindestlohn von 12 Euro schnell einzuführen und die Ausnahmen vom gesetzlichen Mindestlohn abzuschaffen. Diese Untergrenze muss für alle Beschäftigten, d.h. auch für Jugendliche und Langzeitarbeitslose, gelten“, so Schlimbach.

In Sachsen werden besonders viele Beschäftige von der Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro profitieren, da die Tarifbindung bundesweit am niedrigsten ist.

„Unser Ziel als Gewerkschaften ist und bleibt es, die Tarifbindung zu erhöhen. Der Mindestlohn ist die unterste Haltelinie, die nicht unterschritten werden darf. Gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen gibt es aber nur mit Tarifverträgen, für die Beschäftigte und Gewerkschaften auch im kommenden Jahr kämpfen“, sagte Schlimbach.

Hinweis zu den Daten:

Laut einer Analyse des Pestel-Instituts (Hannover) würden in Sachsen rund 389.000 Beschäftigte von der Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro profitieren.

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