Dem Aufruf zum ganztägigen Warnstreik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Sachsen folgten heute in ganz Sachsen mehr als 1.400 Erzieherinnen und Erzieher. Sich über die erneuten Arbeitsniederlegungen beschwerende Eltern verweist die GEW an die Arbeitgeber:

„Seit Februar läuft die derzeitige Tarifrunde im Sozial- und Erziehungsdienst, in der die Arbeitgeber noch kein Angebot vorgelegt haben. Dabei hatten sie zwei Jahre Zeit, sich Gedanken zu machen. Es liegt ganz klar bei ihnen, sich in der am kommenden Montag beginnenden dritten Verhandlungsrunde nun auf die Gewerkschaften zuzubewegen und annehmbare Angebote vorzulegen.“, so Uschi Kruse, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft.

Die pädagogischen Fachkräfte machten heute sehr deutlich, dass es ihnen reicht, als „unsozial” oder „verantwortungslos” bezeichnet zu werden, weil sie ihr Streikrecht wahrnehmen:

„Wir sind hier, weil wir uns Sorgen um die frühkindliche Bildung machen. Schließlich geht es um die kommende Generation. Die wird momentan im besten Fall betreut, von Bildung kann flächendeckend keine Rede sein. Dazu braucht man ausreichend und motivierte pädagogische Fachkräfte.“, so eine Görlitzer Erzieherin auf der Streikversammlung in Dresden.

- Anzeige -

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar