Mit Blick auf die morgen in Potsdam beginnende zweite Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder stellt der Vorsitzende der GEW Sachsen, Burkhard Naumann, unmissverständlich klar:„Überstunden, Unterfinanzierung und immer mehr Aufgaben: Die Arbeitsbedingungen an Schulen und Hochschulen sind so herausfordernd wie noch nie. Das Mindeste, was wir fordern, ist eine angemessene Lohnsteigerung für den öffentlichen Dienst der Länder.

Die Verweigerungshaltung der Länder bei den Tarifverhandlungen werden wir nicht tatenlos hinnehmen! Wenn in dieser Verhandlungsrunde kein angemessenes Angebot vorgelegt wird, dann rufen wir ab der kommenden Woche zu Warnstreiks an Schulen und Hochschulen auf.“

Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten der Länder:

  • 7 Prozent mehr Gehalt – mindestens 300 Euro
  • 200 € mehr für Azubis und Praktikanten im Monat
  • Weiterentwicklung der Lehrkräfte-Entgeltordnung
  • Tarifvertrag für studentische Beschäftigte (TV Stud)

„Die Verbraucherpreise steigen immer weiter, auch wenn sich die Inflation zuletzt leicht verringert hat. Damit die Landesbeschäftigten sich ihren Lebensstandard weiter leisten können, sind 7 Prozent Lohnsteigerung angemessen. Es geht jedoch auch um Gerechtigkeit. Studentische Beschäftigte sind bei der Vertragsgestaltung nach wie vor der Willkür der Hochschulen ausgeliefert.

Deshalb kämpfen wir für einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte. Und auch die Bezahlung von Lehrkräften im Seiteneinstieg, von Schulassistentinnen und Schulassistenten ist viel zu gering. Deshalb muss die Lehrkräfte-Entgeltordnung endlich spürbar weiterentwickelt werden.“

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