Baubeginn in der Markgrafenstraße: Hochtief hat mit dem Bau des elfgeschossigen „Trias“ begonnen

Die Hochtief-Tochter Solutions formart hat in Leipzig mit dem Bau des "Trias" begonnen. So heißt künftig der elfgeschossige Neubau nebenm dem Stadthaus an der Grundstücksspitze Markgrafenstraße/Martin-Luther-Ring. Ein Name, den sich wahrscheinlich auch wieder kaum einer merken kann. Oder wissen Sie, wo das Marquette-Haus, das Bauwens-Haus, das Trifugium oder das Lipanum stehen? - Aber auffallen wird es: Leipzigs neues Bügeleisen-Haus.
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Die Bauarbeiten am elfgeschossigen Büro- und Geschäftshaus haben begonnen. Und formart meldet: Ein gutes Viertel der zirka 8.800 Quadratmeter Bruttogrundfläche ist bereits vermietet. Im Erdgeschoss wird „L’Osteria“ auf zirka 360 Quadratmetern ein italienisches Restaurant eröffnen. Weitere etwa 260 Quadratmeter wird „Sprizz“ mit einem Konzept für mediterrane Küche nutzen. Das dritte Obergeschoss mit knapp 700 Quadratmeter Bürofläche werden die Leipziger Hochtief Solutions-Einheiten beziehen. Die ebenfalls fast 700 Quadratmeter Bürofläche im zweiten Obergeschoss hat das Planungsbüro ZBP Zimmermann und Becker gemietet. Im ersten Quartal 2014 soll das Trias bezugsfertig sein.

Die insbesondere auf die Projektentwicklung innerstädtischer Parkhäuser sowie Geschäftshäuser mit Einzelhandel spezialisierte formart-Niederlassung Leipzig realisiert das „Trias“ auf dem mehr als 900 Quadratmeter großen Grundstück am Martin-Luther-Ring 12/Ecke Markgrafenstraße. Das Büro- und Geschäftshaus mit dreieckigem Grundriss schließt mit acht oberirdischen Geschossen an die umgebende Bebauung an und wird in der Spitze um drei Etagen erhöht. In einem Untergeschoss werden 28 Pkw-Stellplätze eingerichtet. Das Trias ist nach den Kriterien eines Silber-Zertifikats der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen-DGNB e.V. geplant.
Als drittes Hochhaus innerhalb des Leipziger Promenadenrings wird das Gebäude eine markante städtebauliche Lücke füllen und mit seiner Silhouette das Stadtbild prägen. Die beiden Schenkel des Gebäudedreiecks orientieren sich in der Höhe und der Fassadengliederung an dem benachbarten, im Jahr 1912 errichteten Stadthaus. Lediglich über der Spitze des Dreiecks, die auf die Ecke Martin-Luther-Ring und Markgrafenstraße weist, wird das neue Büro- und Geschäftshaus um drei auf elf Geschosse und etwa 36 Meter erhöht. Damit ähnelt das Trias in seiner äußeren Form ein wenig dem berühmten Flatiron (oder: Fuller) Building in New York, das allerdings fast drei Mal so hoch ist. Flatiron-Gebäude, als Gebäude, die in ihrer Form an Bügeleisen erinnern, gibt es auch in anderen deutschen Städten. Magdeburg besitzt ein recht bekanntes. Der Architekturentwurf ist das Ergebnis eines bundesweiten, offenen Wettbewerbs aus dem Jahr 2010, bei dem auch Flexibilität, Nachnutzungs- und Drittverwendungsmöglichkeiten wesentliche Vorgaben und Kriterien für das Gebäudekonzept waren. Gewonnen hatte ihn das Leipziger Architekturbüro Schulz + Schulz.

Das „Trias“ wird nachhaltig gebaut. Um den Primärenergiebedarf zu reduzieren, werden unter anderem folgende Maßnahmen ergriffen: Im Sommer kann die natürliche Auskühlung während der Nacht tagsüber zur Temperierung der Räume genutzt werden (Nachtauskühlung). Im Winter wirkt die Gebäudemasse als ein Speicher, der Wärme langsam und gleichmäßig an den Raum abgeben kann. Zudem wird ein System für die Wärmerückgewinnung installiert sowie ein Konzept für „intelligente“ Verschattung umgesetzt.

Das „Trias“-Grundstück an der Ecke Martin-Luther-Ring 12/Markgrafenstraße ist eine der letzten innerstädtischen Baulücken innerhalb des Leipziger Promenadenrings.

Ursprünglich gehörte das mehr als 900 Quadratmeter große Grundstück zur Pleißenburg, deren Ursprünge auf das Mittelalter zurückgehen. Nachdem sie 1897 abgerissen worden war, entstand auf dem Gelände ein Ensemble aus dem Neuem Rathaus, dem Stadthaus, dem Gebäude der heutigen Deutschen Bank und dem fünfgeschossigen Geschäftshaus „Berger & Voigt“ mit einer Kurzwarengroßhandlung und einer Daimler-Dependance. Letzteres wurde im zweiten Weltkrieg durch Bomben großenteils zerstört und 1952 endgültig abgerissen. Während die übrige Bebauung des Quartiers den Krieg weitestgehend unbeschadet überstanden hat und heute noch genutzt wird, hatte das exponierte Eckgrundstück 60 Jahre lang brach gelegen.

Die Fertigstellung ist für das 1. Quartal 2014 geplant.

www.hochtief.de


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