10.8 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Auch die Prüfung der Katharinenstraße auf ihre Eignung als Fußgängerzone wird aus Personalgründen vertagt

Mehr zum Thema

Mehr

    Da waren sich Grüne und CDU sogar mal fast einig: Die Katharinenstraße könnte ziemlich bald zur Fußgängerzone werden. Die CDU-Fraktion hatte eine grünere Umgestaltung des Brühls beantragt. Wenn man dort die Aufenthaltsqualität verbessert, könnte auch ziemlich einfach die Katharinenstraße zur Fußgängerzone werden. Das beantragten dann kurzerhand die Grünen. Jetzt hat die CDU-Fraktion nachgefragt.

    Der Ratsbeschluss wurde damals auch um das Thema der Erweiterung der Fußgängerzone ergänzt. Der dort geforderte Modellversuch wurde begründet nicht durchgeführt, doch eine weitere Untersuchung avisiert“, stellte die Fraktion jetzt in ihrer Anfrage fest, die sich zuallererst nach dem Brühl erkundigt. Aber da die Katharinenstraße direkt anschließt, stellte die CDU auch dazu ein paar Fragen.

    Denn die Untersuchung zur Katharinenstraße sollte eigentlich in diesem Jahr vorgelegt werden. Doch auch das wird nichts. Selbst für diese eigentlich beschlossene Untersuchung fehlen die Leute, wie das Dezernat Stadtentwicklung und Bau in seiner Antwort auf die CDU-Anfrage feststellt: „Gemäß der Vorlage VI-A-08008-Ifo-03, sollte innerhalb des Projekts ,Überarbeitung Andienungskonzept Innenstadt‘ geprüft werden, ob und unter welchen Voraussetzungen die Katharinenstraße als Fußgängerbereich ausgewiesen werden kann. Ziel der Verwaltung war es, die genannte Vorlage im Jahr 2020 zu erarbeiten und mit den Betroffenen abzustimmen.

    Leider konnte die Bearbeitung des Projekts nach einer Auftaktphase Anfang 2020 noch nicht wesentlich vorangetrieben werden, da im für die Bearbeitung verantwortlichen Sachgebiet dafür derzeit keine personellen Kapazitäten zur Verfügung stehen. Auf zwei neu bzw. befristet besetzten Stellen läuft noch die Einarbeitung, eine weitere durch Elternzeit unbesetzte Stelle wird aufgrund der kurzen Dauer nicht temporär besetzt und steht damit aktuell nicht zur Verfügung.

    Die Führungskraft und die verbleibende Stelle teilen sich in die Einarbeitung und die gesamte Sachbearbeitung, wozu alle Sonderplanungen und -konzepte sowie die Begleitung der Investorenvorhaben aus verkehrlicher Sicht gehören. Daher ist es momentan noch nicht möglich, dieses Projekt fortzusetzen.“

    Was ganz sichtlich heißt, dass es in diesem Jahr garantiert keine Aussagen zur Katharinenstraße als Fußgängerzone geben wird. Und so dramatisch, wie die Personallage geschildert wird, wird es auch im nächsten Jahr schwierig. Warum aber werden Stellen dann auch noch befristet, wenn man eh schon keine Leute hat?

    Dass damit wichtige Projekte der Stadt um Jahre verzögert werden, wird immer sichtbarer. Und ein bisschen klarer wird auch, warum Leipzig mittlerweile derart im Verzug ist mit fast allem, was die Stadtzukunft betrifft.

    Verwaltung will erst mal prüfen, ob sich eine Fußgängerzone in der Katharinenstraße ins Andienungskonzept Innenstadt einfügt

    Hinweis der Redaktion in eigener Sache

    Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten unter anderem alle Artikel der LEIPZIGER ZEITUNG aus den letzten Jahren zusätzlich auf L-IZ.de über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall zu entdecken.

    Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

    Vielen Dank dafür.

    Topthemen

    1 KOMMENTAR

    1. Was will man von einem Amt erwarten, dass vom OBM während der Bürgerspechstunde auf dem Rad, die am Freitag vom ADFC veranstaltet wurde, öffentlich im Beisein des Amtsleiters bloßgestellt wurde?
      Das sagte der OBM am Freitag in der Liebigstraße:
      „Menschen freundliche Planung fängt in den Köpfen der Planer an. Wenn die das aber nicht vordenken, wird es auch nichts!“ Es war sehr eindeutig der Zusammenhang herzustellen, dass hier der OBM eines der Hauptprobleme im VTA (Verkehrs- und Tiefbauamt) sieht.

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ