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Das Halbe-Halbe-Pilotprojekt startet 2016 an der August-Bebel-Grundschule

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    Der OBM hat zugestimmt, die Ratsversammlung hat zugestimmt. 2016 kann es losgehen mit dem von der Grünen-Fraktion beantragten Energie-Sparprojekt Halbe-Halbe. Nach der ersten Pilotschule startet das Energie- und Wasserspar-Projekt Halbe-Halbe an sechs Schulen. Denn Freiwillige gibt es in Leipzig genug.

    Am 16. Dezember hatte die Ratsversammlung mit Mehrheit zugestimmt. Und die sechs Schulen, die die Grünen schon angesprochen hatten, wollen natürlich so bald wie möglich einsteigen. Die Vorbereitungen, Vorgespräche und Beratungen haben seitens der Schulen schon ein besonderes Interesse erkennen lassen, betont denn die Grünen-Fraktion. Mit dabei sind: die August-Bebel-Grundschule, das Robert-Schumann-Gymnasium, das Immanuel-Kant-Gymnasium, das Wilhelm-Ostwald-Gymnasium, die Förderschule Thonberg und das Reclam-Gymnasium.

    „Der Stadtrat folgte unserer Antragsintention und hat mehrheitlich anerkannt, dass die Vorbereitungen zum Projekt so fundiert und fortgeschritten sind, dass das Halbe-Halbe-Projekt mit einer Einführungsphase im nächsten Schuljahr beginnen kann“, betonen die Grünen. Mit Professor Nessler von IP Building und Kornelius Unkell vom Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen hatte man schon entsprechende Kompetenz in der Vorbereitung.

    So soll zunächst eine einjährige Einführungsphase an der August-Bebel-Schule und zum Schuljahr 2017/18 eine Ausweitung des Projektes auf alle interessierten Schulen erfolgen.

    Fachlich beraten werden die Schulen im Projekt Halbe-Halbe von einem gemeinnützigen externen Projektträger. Hauptaufgabe des Projektträgers ist die Vermittlung von Know-how und die Koordination zwischen Amt für Gebäudemanagement, Amt für Jugend, Familie und Bildung sowie den Schulen. Dieser externe Träger wird ein Verein mit Erfahrungen im Bereich Umweltlernen sein. Möglich sind zum Beispiel die Zukunftsakademie Leipzig e.V. (www.zukunftsakademie-leipzig.de), das Umweltinformationszentrum Leipzig UIZ e.V. (www.uiz-foerderverein.de) oder das Unabhängige Institut für Umweltfragen e.V. UfU Berlin (www.ufu.de), das auch das Berliner und das Chemnitzer Projekt steuert.

    Dieser externe Projektträger wird vom Dezernat 6 mit der Koordination beauftragt und bezahlt. Die Kosten werden vom Projektträger Jülich des BMUB anteilig gefördert. Die restlichen Kosten werden mit einem Teil der Einsparungen refinanziert.

    Die vergleichbaren Projekte anderer Städte zeigen, dass trotz der ausgezahlten Erfolgsprämien und den anfallenden Personalkosten mit einem Gewinn für den Stadthaushalt zu rechnen ist.

    „Jede Energie, die nicht verbraucht wird, ist eigentlich die sinnvollste Energiepreissenkung“, betonte denn auch Anett Ludwig, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion, in ihrer Rede in der Ratsversammlung am 16. Dezember zum Antrag. „Ein ehemaliger Bundeswirtschaftsminister sagte mal: In Deutschland werden rund 40 Prozent der gesamten Endenergie im Gebäudebereich verbraucht und etwa ein Drittel der deutschlandweiten CO2-Emissionen verursacht. Und Schulen sind im Zweifel noch schlechter aufgestellt in ihrer Klimabilanz. Denn in öffentlichen Gebäuden wird von einem Einsparpotenzial bis 30 Prozent ausgegangen. … Der sparsame Umgang mit Energie und Wasser ist nicht nur ökonomisch und ökologisch geboten. Er eignet sich in besonderem Maße dafür, das Thema als Lern-, Handlungs- und Erfahrungsfeld in die pädagogische Praxis zu integrieren und damit sowohl Kinder und Jugendliche wie auch beteiligte Erwachsene für die Thematik zu sensibilisieren.“

    Kinder und Erwachsene lernen also gleich mal, dass Energiesparen sogar richtig Geld bringt – und vor allem, dass sie die Sache selbst in die Hand nehmen können.

    Georg von Nessler von der Firma IP-Building.de: „Energie-, Ressourcen- und Wassersparen sind die besten Heilmittel mit Sofortwirkung für den Klimaschutz. Wir begrüßen sehr, dass Leipzig sich in die große Zahl deutscher und europäischer Städte einreiht, die solche Projekte durchführen. Es wird höchste Zeit, dass mit dem Projekt Halbe-Halbe das große Potential an Einsparungen u.a. durch Änderungen des Nutzerverhaltens in städtischen Immobilien gehoben wird.“

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