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Kassensturz: Auch in Konjunkturzeiten schafft der Westen deutlich mehr Arbeitsplätze

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    "Um 0,4 Prozent stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr an", meldete das Statistische Landesamt am Mittwoch. War ja immerhin ein konjunkturelles Aufschwungjahr. Da steigen Beschäftigtenzahlen. Doch manchmal zeigen solche Jahre auch, wo ein Land wie Sachsen gerade weiter an Boden verliert.

    Zwar setzte sich damit der Aufwärtstrend an Sachsens Arbeitsmarkt fort. „Allerdings in abgeschwächter Form“, merken die sächsischen Landesstatistiker an. Und dann malen sie eigentlich eine ganze Reihe kleiner Ausrufezeichen hin. Könnte auch heißen: Aufgepasst! Hier muss in der Arbeitsmarktpolitik des Freistaats was verändert werden! Am besten gleich!

    Die positive Entwicklung der Erwerbstätigenzahl basierte tatsächlich vorwiegend auf einem Anstieg bei den Arbeitnehmern. Das heißt: Es werden mehr Arbeitskräfte nachgefragt. Was sich ja in Sachsen bekanntlich mit der Tatsache überschneidet, dass die Stärke der nachwachsenden Jahrgänge gerade ihren Tiefpunkt erreicht hat. Schon eine zweite Zahl rückt die 0,4 Prozent in ein anderes Licht. Denn andere Bundesländer haben es geschafft, deutlich mehr Personen in ihren Arbeitsmarkt zu integrieren.

    Deutschlandweit stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent. Mit einem Zuwachs um 0,2 Prozent erhöhte sich die Erwerbstätigenzahl in den neuen Ländern (ohne Berlin) wesentlich geringer als in den alten Ländern (ohne Berlin), die ein Plus von 1,5 Prozent verzeichnen konnten. Sachsen liegt also gerade einmal über dem ostdeutschen Schnitt.Gleichzeitig vermelden die Statistiker aber auch deutliche Rückgänge der marginalen Beschäftigungsverhältnisse in Sachsen. Hauptsächlich wurde hier bei der Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten (sogenannte Ein-Euro-Jobs) abgebaut. Eine rein arbeitsmarktpolitische Entwicklung, die auch dann eingetreten wäre, wenn der reale Arbeitsmarkt keine positive Entwicklung genommen hätte.

    Denn durch den starken Anstieg der Zahl der Arbeiter und Angestellten ohne marginal Beschäftigte konnten diese Rückgänge jedoch kompensiert werden. Aber ein Blick auf die Details zeigt auch: Überdurchschnittliche Impulse gingen bei der Schaffung von Arbeitsplätzen vom Verarbeitenden Gewerbe aus. Was dann auch auf den Dienstleistungssektor abstrahlt. Denn innerhalb des Dienstleistungsbereiches verzeichnete speziell die Arbeitnehmerüberlassung deutliche absolute Zuwächse. Das heißt: In Sachsen ging die Ausweitung des Feldes Zeitarbeit weiter. Viele Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes sicherten sich – wie in den beiden Vorjahren – ihre zusätzlichen Arbeitskräfte über Leiharbeitsfirmen.

    Das ist noch keine nachhaltige Entwicklung. Könnte es aber werden, wenn sich der Mangel an Nachwuchs weiter verschärft.

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