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Die Kriegsländer Syrien, Afghanistan und Irak sind ganz vorne mit dabei

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    Die CDU-Fraktion hat mal angefragt, die Stadt hat geantwortet. Und so gibt es jetzt auch mal ein Bild von jenen Menschen, die jetzt Zuflucht in Leipzig finden, auch wenn es nur Zahlen sind. Aber es sind Zahlen, die von einer Welt erzählen, in der immer mehr Kriege und Bürgerkriege die Menschen zur Flucht zwingen.

    Per 31. Oktober, so teilte das Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule am Donnerstag, 19. November mit, wurden 2.118 Personen aus der Erstaufnahme des Freistaats an die Stadt Leipzig zugewiesen.

    Nach der aktuellen Verteilplanung der Zentralen Ausländerbehörde Chemnitz ist für 2015 eine Zuweisung von insgesamt 4.912 Personen nach Leipzig vorgesehen. Weitere 1.666 Personen sollen im Januar 2016 zugewiesen werden, ergänzt das Dezernat noch.

    Und besorgt hatte sich die CDU in ihrer Anfrage auch über die Herkunft dieser Menschen gezeigt.

    Doch das Bild ist ziemlich klar. Sie kommen direkt aus den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt. Zu einem kleineren Teil auch vom Balkan, gern heiß diskutiert und zur sicheren Herkunftszone gemacht. Aber ist ein Land sicher, wenn auch Wikipedia dazu schreibt: „Albanien hat heute mit großen strukturellen Problemen zu kämpfen, die der Wirtschaft oft im Weg stehen. Zu den größten zählen die Armut, die schwache Infrastruktur, die weit verbreitete Korruption, das auf den sogenannten Kanun zurückgehende Sozialproblem der Blutrache, Geldwäsche, Vetternwirtschaft, Ämterkauf und ähnliche.“?

    Übrigens ein Problem, das auch die Ursache der meisten Kriege und des modernen Terrorismus ist, denn die gedeihen in korrumpierten Staaten am besten.

    Die Liste, woher die meisten Leipziger Asylsuchenden 2015 kommen (Stichtag 31.10.2015):

    710 Personen aus Syrien,
    213 aus Albanien
    191 aus Afghanistan
    166 aus dem Irak
    164 aus dem Kosovo
    93 aus Libyen
    71 aus Pakistan
    63 aus Tunesien
    53 aus Marokko
    50 aus Serbien
    50 aus Georgien
    42 aus der Russischen Förderation
    38 aus Indien
    23 aus der Türkei
    21 aus Eritrea
    19 aus Mazedonien
    17 aus dem Libanon
    14 aus Somalia
    10 aus dem Iran
    4 aus Algerien
    3 aus dem Vietnam
    je 1 Person aus Venezuela, Peru und Bangladesh

    Weitere 100 Personen wiesen entweder eine ungeklärte Nationalität aus, waren staatenlos oder kamen aus sonstigen asiatischen Staaten.

    Von den Asylsuchenden waren 31 Prozent weiblich und 69 Prozent männlich. 26 Prozent der 2015 neu aufgenommenen Personen waren Familien mit Kindern.

    Außerdem wurden am Stichtag 15. Oktober 2015 noch 338 Fälle unbegleitete minderjährige Ausländer durch den Allgemeinen Sozialdienst betreut.

    Von den 2015 aufgenommenen Personen waren 9 Prozent im Alter zwischen 2 und unter 7 Jahren. 12 Prozent waren im schulpflichtigen Alter zwischen 7 und unter 18 Jahren.

    Die CDU hatte freilich auch nach den Abschiebungen gefragt. Denn nach wie vor enden etliche Asylverfahren ja mit einer Ablehnung und gerade konservative Politiker sind ja eifrig dabei, immer mehr Gründe für eine Ablehnung und daraus folgende Abschiebungen zu definieren.

    Und so teilte das Sozialdezernat denn auch mit: „Im Zeitraum 01.01.2015 bis 31.10.2015 wurden insgesamt 182 Asylverfahren mit einer Ablehnung beschieden. Nach Information der zentralen Ausländerbehörde in Chemnitz erfolgten im benannten Zeitraum 56 Abschiebungen.“

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