Leipziger Initiative Herbst ’89 fordert: Wettbewerb zum Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal muss fortgesetzt werden

Wie geht es nun weiter mit dem Wettbewerb um das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal, der 2013 so furios in den Schlamm gefahren wurde? Abbrechen und neu starten, wie es einige fordern? Vertagen bis zum 50. Jahrestag, damit die Enkel entscheiden können, wie es andere befürworten? Oder das unrühmliche letzte Kapitel streichen und den Wettbewerb geordnet fortsetzen? Letztes fordert jetzt die Initiative "Tag der Friedlichen Revolution - Leipzig 9. Oktober" in einer öffentlichen Stellungnahme.
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Sie fordert die Verantwortlichen von Bund, Land und Stadt dazu auf, das ins Stocken geratene Verfahren zur Errichtung des Denkmals in Leipzig fortzuführen und die Jury zur Bewertung der überarbeiteten Entwürfe einzuberufen.

„Die Denkmalsidee ist durch die Entscheidung des Oberlandesgerichtes Dresden nicht gescheitert. Lediglich der letzte Schritt ist beanstandet worden, da nach Auffassung des Gerichtes die ursprüngliche Jury auch die weiterentwickelten Denkmalsentwu?rfe bewerten muss“, stellt dazu Tobias Hollitzer, Sprecher der Initiative „Herbst89“, fest. „Die bereits getätigten Ausgaben, vor allem aber das Engagement der Leipziger Bürger für die dauerhafte Verankerung der Friedlichen Revolution im öffentlichen Bewusstsein dürfen nicht umsonst gewesen sein. Im Jahr des 25. Revolutionsjubila?ums wäre ein Abbruch des Wettbewerbs für die Stadt peinlich und ein fatales Signal.“

Der jetzt laut gewordene Vorschlag, das Wettbewerbsverfahren abzubrechen und für ein weiteres viertel Jahrhundert auf Eis zu legen, schade dem Anliegen ebenso wie die erneut vorgebrachte Forderung nach einem Bu?rgerentscheid, sagt er. „Das bisherige Verfahren war von einer breiten Beteiligung interessierter Bürgerinnen und Bürger geprägt. In Leipzig ist am 9. Oktober 1989 die zentrale Entscheidung für den Erfolg der Friedlichen Revolution gefallen, als sich trotz angedrohten Schießbefehls weit über 70.000 Menschen aus allen Teilen der damaligen DDR friedlich der SED- Diktatur entgegenstellten. Die Bedeutung der damals errungenen Freiheit und Demokratie muss in der Stadt auch in einem Denkmal sichtbar gewürdigt werden.“
Bei der Vergabekammer des Freistaates Sachsen war durch einen Wettbewerbsbeteiligten ein Antrag auf Nachprüfung des bisherigen Verfahrens zum Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal gestellt worden. Bei dem Antrag zur Nachprüfung der Phase der Weiterentwicklung der sich noch im Verfahren befindenden drei Entwürfe wurde die Wiederherstellung des Status nach der Preisgerichtsentscheidung gefordert. Ein Erfolg, den sich die Sieger der ersten Wettbewerbsrunde, ANNABAU und M+M hart erstreiten mussten.

Das Oberlandesgericht Dresden hat mit seiner Entscheidung vom 25. Februar 2014 die Stadt Leipzig verpflichtet, „das Vergabeverfahren in den Zustand nach Aushändigung des Pflichtenhefts für die Weiterentwicklungsphase und nach Bekanntgabe des Wertungsanteils dieser Bearbeitungsphase an die Wettbewerber zurückzuversetzen und danach liegende Wertungsschritte unter Beachtung der Rechtsauffassung des Senats zu wiederholen“.

„Das bedeutet, dass die Weiterentwicklungsphase als zulässig bestätigt ist und das bestehende Pflichtenheft (Aufgabenstellung) weiterhin Bestand hat“, stellt die Initiative ’89 fest. „Die Bewertung der weiterentwickelten Entwürfe muss allerdings wiederholt werden. Hier hat das Gericht vorgegeben, dass die Bewertung durch die Jury in ihrer Zusammensetzung vom Juli 2012, sofern dies noch möglich ist, durchgeführt werden muss und dieses Gremium die Kriterien der Bewertung festlegt.“Nach einer recht umfangreichen Bürgerdiskussion erhielten die drei Preisträger des Wettbewerbs im April 2013 von der Stadt Leipzig die Aufgabenstellung für die Weiterentwicklung ihrer Entwürfe, die das Preisgericht empfohlen hatte. Außerdem fanden darin die Anregungen aus den verschiedenen Formen der Bürgerbeteiligung Eingang. Die Ergebnisse der Weiterentwicklung waren bis Mitte Juni 2013 vorzulegen. So weit war noch alles im Rahmen.

Doch dann trat ein Bewertungsgremium zusammen, das in weiten Teilen nicht mehr mit der ursprünglichen Jury von 2012 identisch war. Und nicht nur das war zu beanstanden. Dieses Gremium ließ auch die simpelsten Regeln eines nachvollziehbaren Bewertungsverfahrens außer Acht. Man wendete gar noch einen Aufteilungsschlüssel der Punkte an, der die Punktevergabe vom Sommer 2012 völlig aushebelte und am Ende aus den Drittplatzierten die Ersten machte.

Ist natürlich die Frage: Braucht es in Leipzig wirklich ein solches Denkmal, um die Ereignisse vom Herbst 1989 lebendig zu halten? Die Initiative „Tag der Friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober“ jedenfalls ist der Meinung, dass es „ein langfristiges Zeichen für die nationale Dimension der Friedlichen Revolution“ braucht.

„Die Friedliche Revolution droht jedoch wieder zum regionalgeschichtlichen Phänomen zu werden, wenn es nicht gelingt, diese nachhaltig im Bewusstsein der Menschen und der Gesellschaft zu verankern“, schreiben die Mitglieder der Initiative in ihrer Erklärung. „Gerade dieses besondere und außergewöhnliche Ereignis bedarf für eine dauerhafte Verankerung im öffentlichen Bewusstsein konkreter Orte und konkreter Daten. Hier bieten sich Leipzig mit der Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989 und Berlin mit dem Mauerfall am 9. November 1989 zwingend an.“

Das Denkmal sei eine Ergänzung, betonen die Autoren: „Leipzig verfügt über zahlreiche Lern- und Erinnerungsorte zur Friedlichen Revolution, wie das Zeitgeschichtliche Forum, die Gedenkstätte Museum in der ‚Runden Ecke‘, die Nikolaikirche, das Archiv Bürgerbewegung oder die Leipziger Außenstelle der Stasiunterlagen-Behörde. Verschiedene authentische Orte, die im Verlauf der Friedlichen Revolution wichtig waren, wie der Nikolaikirchhof oder die ‚Runde Ecke‘, sind inzwischen gekennzeichnet. All diese Angebote sind untereinander und mit dem künftigen Freiheits- und Einheitsdenkmal zu vernetzen, können dieses aber nicht ersetzen.“

Ihr Fazit: „Gerade Jüngeren, die die Friedliche Revolution nicht mehr aus eigenem Erleben kennen, sollte die Möglichkeit eines individuell erfahrbaren Zugangs zu diesem Erbe gegeben werden – für denjenigen, der über eigene Erinnerungen verfügt, sollte ein Ort geschaffen werden, der seinen Mut wertschätzt und angemessen würdigt.“

Die Initiative: www.herbst89.de

Die komplette Erklärung als PDF zum Download.


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