Verwaltungsvorlage zur Integrierten Jugendhilfe-Förderung genügt nicht mal den gesetzlichen Ansprüchen

Geht der Eiertanz mit der Jugendhilfe-Förderung in Leipzig jetzt so weiter?

Für alle LeserAm 11. und 25. März tagte der Jugendhilfeausschuss zu einem Thema, das sich zum Dauerthema entwickeln wird, wenn sich die Verwaltung nicht berappelt: Es ging um den Integrierten Jugendhilfeplan (IJHP), den Leipzig seit 2017 erarbeiten sollte. Aber das, was sie vorgelegt hat, sorgt bei den betroffenen Trägern der Jugendhilfe für blankes Entsetzen. Schon in den Vorjahren hatte Leipzigs Förderpolitik immer wieder Dutzende Träger in Existenznöte gebracht.

Einige Träger wurden projektbezogen gefördert, andere bekamen institutionelle Förderung. Es war im Grunde dasselbe Bild, wie es auch die geförderte Kulturszene lange Zeit erlebte. Die Förderung war insgesamt viel zu knapp bemessen, was die Stadtratsfraktionen erst im Herbst 2018 wieder bemängelten: Für 2019 fehlten 3 Millionen Euro, um das Angebot der Freien Träger aufrechterhalten zu können.

Und dazu kam noch die mittlerweile Tradition gewordene Politik der Verwaltung, die eigentlich schon feststehenden Förderungen mit Jahresbeginn nicht einfach fortzusetzen, sondern bis zum neuen Haushaltsbeschluss zu vertagen, sodass viele Vereine wieder am finanziellen Ausbluten waren, obwohl die Projekte ja weiter gefördert werden sollten.

In gewisser Weise sollte der IJHP einige dieser Probleme lösen. Der Gedanke dahinter ist simpel: Das zuständige Sozialdezernat rafft sich endlich auf, alle geförderten und aus städtischer Sicht als notwendig erachteten Projekte und Projektträger in einem durchdachten Plan zu versammeln, in dem klar definiert ist, welche Angebote die Stadt in welcher Form dauerhaft sichern will.

Dass sie es will, ist eigentlich nicht die Frage. Immer wieder beteuert auch Sozialbürgermeister Thomas Fabian, wie entlastend die Jugendhilfearbeit tatsächlich für die Stadt ist, denn bei den Trägern all der verschiedenen Maßnahmen finden die Jugendlichen mit all den Problemen einer auch von sozialen Nöten geplagten Stadt Anlaufpunkte, Beratung, Hilfe und Unterstützung. Es gibt die Anlaufstellen in den Stadtquartieren. Und vor allem arbeiten dort Leute, die alle die entsprechende Ausbildung im Sozialbereich gemacht haben, ohne die solche Hilfsangebote nicht möglich sind.

Und dann legte das Sozialdezernat doch wieder eine Fachförderrichtlinie vor, die davon zeugte, dass das Interesse, eine gute und tragfähige Lösung zu finden, nicht wirklich vorhanden ist.

Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit e. V. (DBSH), Landesverband Sachsen, legte nach der Sitzung am 11. März eine ziemlich deutliche Stellungnahme vor, in der es unter anderem heißt: „Seit Jahren hat es sich in Leipzig zur unliebsamen Tradition entwickelt, dass die Art der kommunalen Haushaltsaufstellung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe für breite Unzufriedenheit sorgt und von öffentlichkeitswirksamen Aktionen begleitet wird. Zu jeder Förderrunde flammen Diskussionen über das hier zur Anwendung kommende Verfahren auf, durch das regelmäßig Maßnahmen und Projekte im Bereich der Kinder- und Jugendförderung ohne tatsächlich nachvollziehbare Begründungen zumindest zeitweise von potenziellen Kürzungen oder Schließungen bedroht sind.“

Diese Schließungsangst hatten auch zum Start von 2019 wieder Dutzende Träger. Logisch, dass das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Verwaltung zunehmend angeschlagen ist.

Und dann diese Verwaltungsvorlage, die eigentlich nur wieder den amtlichen Unwillen spiegelt, für die Träger der Freien Jugendhilfe wirklich transparente und verlässliche Förderstrukturen zu schaffen.

Der DBSH: „Dem Jugendhilfeausschuss konnte zum Sachstandsbericht am 11.03.2019 keine IJHP vorgelegt werden, die dem gemeinsamen Anspruch des Jugendhilfeausschusses an eine Integrierte Planung entspricht. Der Versuch, die bisherigen Teilfachplanungen in einer integrierten Jugendhilfeplanung zusammenzuführen, muss als gescheitert angesehen werden. Der vorgegebene Rahmen ermöglicht es nicht, die grundlegenden und verschiedenen Planungsanforderungen der einzelnen Leistungsbereiche (Kinder- und Jugendförderung, Erziehungs- und Familienberatungsstellen, Kita, HzE) angemessen zu erfassen und abzubilden.“

Und auch die Leipziger Akteure, die sich eigentlich in den Beteiligungsprozess mit viel Engagement eingebracht haben, sind sauer. Denn was sie erlebten, grenzte schon an amtliche Rücksichtslosigkeit: „Die Zusammenarbeit in der AG Beteiligung wurde auf organisatorischer Ebene (kurzfristige Einladungen, ungenaue Protokollierung, fehlende Arbeitsstände und nicht umgesetzte Aufträge) erschwert. Dadurch war eine fachliche Beratung nicht in der gewünschten Form möglich. Eine umfassende Beteiligung der Träger der freien Jugendhilfe über die Gremien der Trägerzusammenschlüsse konnte auf diese Weise nicht umgesetzt werden. Die Kritik an der Prozessgestaltung wurde mehrfach zum Ausdruck gebracht.“

Normalerweise lenkt eine Verwaltung spätestens an so einem Punkt ein. Aber das scheint irgendwie nicht gewollt.

Ergebnis war eine Vorlage, die nicht dem genügte, was der Stadtrat eigentlich bestellt hatte: „Die Grundausrichtung der Integrierten Jugendhilfeplanung und der aktuell vorgelegte Entwurf reduziert jugendhilfeplanerische Bedarfe ausschließlich auf Schwerpunkträume. Sowohl bezogen auf die Fläche als auch in Hinsicht auf die Bevölkerungsverteilung und die Verteilung junger Menschen in den Ortsteilen bildet der aktuelle Entwurf somit lediglich 25 % der Stadt Leipzig ab. Eine Jugendhilfeplanung muss jedoch zwingend die Bedarfe junger Menschen in allen Ortsteilen in den Blick nehmen und dazu eine konkrete Maßnahmeplanung enthalten.“

Der DBSH ist mit seiner Kritik am amtlichen Eiertanz in Leipzig inzwischen an die Öffentlichkeit gegangen und hat seine Kritik auf seiner Website veröffentlicht.

Da wird man dann noch deutlicher: „Regelmäßig führt das Förderverfahren in Leipzig dazu, dass wichtige Angebote für Kinder und Jugendliche vor dem Aus stehen. Betroffen sind immer wieder Offene Freizeittreffs für Kinder und Jugendliche, themenspezifische Projekte der Jugendarbeit und Jugendkulturarbeit, der Jugendsozialarbeit sowie des Kinder- und Jugendschutzes. Fachlich nachvollziehbare Gründe gibt es dafür nicht. Denn in Leipzig orientiert sich das Förderverfahren seit Längerem nicht an den tatsächlichen Bedarfen, wie es das Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) vorschreibt, sondern es wird von der Kostenseite aus gedacht und lediglich mit Budget auf Höhe der Fördersumme aus dem Vorjahr geplant.“

Die Integrierte Jugendhilfeplanung hätte also zwingend die Vorgaben aus dem SGB VIII erfüllen müssen. Aber irgendwie scheint man sich dazu im zuständigen Dezernat nicht zusammenraufen zu können. Stattdessen legt man einen Entwurf vor, der von den Betroffenen abgelehnt wird – und versieht ihn gleich noch mit der versteckten Drohung: „Wird die vorliegende Vorlage nicht beschlossen, gilt die durch die Ratsversammlung am 13. Dezember 2017 beschlossene Fachförderrichtlinie fort. Dadurch wird aber der Beschluss, die Richtlinie dahingehend zu überarbeiten, dass neben der Projektförderung eine institutionelle Förderung möglich sein solle, nicht umgesetzt.“

Eine Aussage, die auch die Ratsfraktionen zutiefst verärgern dürfte, denn sie wissen, wie leichtfertig die Verwaltung in den Finanzplanungen für die Jugendhilfe immer wieder agiert, sie kämpfen um all die Gelder, die die Verwaltung jedes Mal meint einsparen zu können. Was mit der neuen Planung eben nicht beendet wird. Die Träger der Jugendhilfe werden irgendwie wie Feuerwehrtrupps behandelt, die auf Anweisung der Stadt dort zu agieren haben, wo es gerade die größten Probleme gibt. Aber so kann ein Projekt, das naturgegeben langfristig mit Jugendlichen arbeiten muss, nicht funktionieren.

„Es ist allein dem besonderen Engagement von Fachkräften, Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses und Politiker*innen im Stadtrat zu verdanken, dass die notwendigen Finanzmittel immer wieder nachgefordert werden, um die Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendförderung weitgehend erhalten zu können. Doch um Geld allein geht es nicht“, stellt der DBSH fest.

„Die fehlenden Mittel sind lediglich ein Symptom eines unzweckmäßigen Förderverfahrens, das immer wieder die gleichen Probleme erzeugt. Und selbst wenn eine Sicherung der Angebotsstruktur in der Kinder- und Jugendförderung immer wieder gelingen sollte, bleibt die dadurch ausgelöste Verunsicherung nicht ohne Folgen. Leidtragende dieser unverantwortlichen Planungs- und Förderpraxis sind: junge Menschen in Leipzig, Fachkräfte, die in den Einrichtungen und Projekten tätig sind sowie freie Träger, die einen großen Beitrag zu einer funktionierenden Jugendhilfe beitragen.“

Beschissene Weihnachten: Chaos in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Leipzigs

JugendhilfeIntegrierte Jugendhilfeplanung
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Debattenkultur im Schumann-Haus mit Sebastian Krämer und Max Czollek
Das Schumann-Haus in der Inselstraße. Foto: Christian Kern

Foto: Christian Kern

Streiten kann so schön sein – auch und gerade in der Öffentlichkeit. Mit der neuen Reihe im „Krämers Gedankensalon“ im Schumann-Haus haben Irrtümer, Ressentiments und Fantasielosigkeit keinen Platz. Ein lebhafter Zustrom von Gedanken ist am Samstag, 29. Februar, 19 Uhr, explizit erwünscht! In „Krämers Gedankensalon“ diskutieren Chansonnier Sebastian Krämer und Philosoph Felix Krämer mit Persönlichkeiten aus Literatur, Forschung oder Publizistik. Gast der ersten Ausgabe ist der Schriftsteller Max Czollek.
Theatrale und philosophische Gratwanderung – „Great Depressions“ in Leipzig
Quelle: Schaubühne Lindenfels

Quelle: Schaubühne Lindenfels

In Jan Philipp Stanges Inszenierung äußert ein Schauspieler im Fellgewand seine Gedanken zu Leistungsgesellschaft, Depression und Männlichkeit. Das Stück verknüpft die individuelle Geschichte der Depressionserkrankung des Darstellers und des Suizids seines Bruders mit der historischen Erzählung der Entdeckung des Neandertalers. Die Schaubühne Lindenfels zeigt das Gastspiel im Rahmen ihrer Reihe „Science & Fiction“.
„Grillenkäfig und Wasserpfeife: Das chinesische Gelehrtenhaus – Kulturexport um 1900“
Mit dem EU-China-Gipfel und der Konferenz der European Association for Chinese Studies ist China dieses Jahr in Leipzig sehr präsent. Im Kontext dieser Ereignisse präsentiert das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek einen ganz besonderen Kulturexport: Das Chinesische Gelehrtenhaus, das 1914 auf der Internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik (Bugra) in Leipzig ein besonderer Publikumsmagnet war.
Im März gibt es Straßensperrungen im Leipziger Osten und auch Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr
Die alte Bahnbrücke an der Cunnersdorfer Straße. Foto: Deutsche Bahn

Foto: Deutsche Bahn

Für alle LeserSchon seit dem vergangenen Jahr arbeitet die Deutsche Bahn im Leipziger Osten an der Erneuerung von sieben wichtigen Eisenbahnbrücken. Das ist Teil der Modernisierung des Eisenbahnknotens Leipzig im Streckenabschnitt Leipzig-Engelsdorf–Leipzig-Stötteritz. Das bringt Anfang März wieder einige Straßensperrungen im Leipziger Osten mit sich.
Stadtgeschichtliches Museum und Mendelssohn-Haus verlängern Leihvertrag für Mendelssohns Möbel
Jürgen Ernst (Geschäftsführender Vorstand, Direktor Mendelssohn-Haus), Dr. Skadi Jennicke (Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur) und Dr. Anselm Hartinger (Direktor Stadtgeschichtliches Museum Leipzig). Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Für alle Leser1969 gelang dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig mit dem Familiennachlass von Hugo Wach, einem Enkel von Elisabeth Wach, die vor ihrer Heirat den Namen Mendelssohn trug, ein außergewöhnlicher Ankauf. Sie war die jüngste Tochter des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdys. Weite Teile des Nachlasses aus dem Hause des großen Gewandhauskapellmeisters, mit originalen Möbeln, Gemälden und Kunstgegenständen, werden seit 50 Jahren ausgestellt, seit 1997 als Dauerleihgabe im Mendelssohn-Haus in Leipzig.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #21
Von Menschen-Männchen oft beneidet: Bartaffe im Leipziger Zoo. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserDonald Trump ist der große Bartender politischer Programme und Philosophien. Was einst vereinbart war, gilt für ihn nicht. Er „gebärtet“ sich, wie's ihm beliebt. Mal gibt er den Libertären, der dem Anarcho-Kapitalismus huldigt, dann wieder den autoritär Konservativen, der staatliche Investitionen (und Interventionen!) bedient und an Ideen festhält, die soooo einen Bart haben. Dabei hat er selbst – keinen. Wie überhaupt seit nunmehr 107 Jahren kein amerikanischer Präsident mehr Gesichtsbehaarung trägt.
Wie LVZ und CDU dafür kämpfen, dass Leipzig ein wertvolles Grundstück am Sportforum unbedingt an RB Leipzig verkauft
Der Parkplatz auf der Fläche des ehemaligen Schwimmstadions. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„RB-Chef Mintzlaff: ,Klub-Entwicklung darf nicht auf dem Altar des Wahlkampfes geopfert werden‘“, titelte die LVZ am 20. Februar. Am selben Tag schob sie gleich noch einen Artikel nach: „Riesenzoff um Parkhaus-Neubau am Stadion von RB Leipzig“. Was war passiert? Nach zwei Jahren zeigt die Forderung der Grünen-Fraktion im Stadtrat, am Sportforum eben kein neues Parkhaus zu errichten, endlich Wirkung. Dumm nur, dass das die Verwaltung mal wieder auf dem falschen Fuß erwischte, die mit RB schon über den Verkauf des Grundstücks verhandelte.
Auch zu Arndts Zeiten war Antisemitismus keine entschuldbare Haltung
Arndtstraße / Ecke Kochstraße. Foto: Alexander John

Foto: Alexander John

Für alle LeserEifrig trommelt die LVZ gegen die Umbenennung der Arndtstraße im Leipziger Süden, auch wenn das – wie am 20. Februar – wie eine hübsch ausgeglichene Berichterstattung aussieht. „Umbenennung der Leipziger Arndtstraße – Für und Wider unter Bewohnern“. Eifrig unterstützt man eine Petition gegen die Umbenennung, obwohl der Stadtrat diese am 22. Januar beschlossen hat. Selbst zur Überraschung von Thomas Kumbernuß (Die PARTEI), der den Antrag dazu geschrieben hatte.
Christa Johannsen. Ein erfundenes Leben: Albrecht Franke auf Spurensuche im Leben der Magdeburger Autorin
Albrecht Franke: Christa Johannsen. Ein erfundenes Leben. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWikipedia ist komisch. Da verlinkt man emsig gleich die gerade im Mitteldeutschen Verlag erschienene Spurensuche Albrecht Frankes zum Leben der bekannten Magdeburger Schriftstellerin Christa Johannsen – und korrigiert nicht einmal all die Fehler, von denen der Wikipedia-Eintrag strotzt. Fehler, die dort nicht zufällig stehen. Denn Christa Johannsen war es ja selbst, die dafür gesorgt hat, dass einige Erfindungen über ihr Leben bis heute für bare Münze genommen werden.
„Imprint“ und „Séance“: Dekoltas Handwerk gastiert mit Stücken, die ans Unbewusste rühren

Imprint. Foto: Thilo Neubacher

Für alle LeserAm nächsten Wochenende gibt es ein besonderes Gastspiel im Westflügel Leipzig. Dann präsentieren Dekoltas Handwerk aus Stuttgart zwei ihrer Stücke. Die Produktionen von Dekoltas Handwerk treffen einen Nerv. Wo das Funktionieren, der Erfolg und die Selbstinszenierung vordergründig alles zu beherrschen vermögen, gehen wir uns zunehmend selbst verloren. In die Leerräume dringen die Arbeiten von Dekoltas Handwerk (Jan Jedenak), sie drehen sich auf verschlüsselte Weise um das Verdrängte und Unterdrückte.
Sorgen Sie dafür, dass die Kurze Südabkurvung nicht mehr von schweren Frachtfliegern beflogen wird!
DHL kürzt mal ab. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSo etwas gibt es auch unter Leipziger Bundestagsabgeordneten selten. Aber es gibt zu kaum einem Thema so große Einigkeit wie zur Abschaffung der sogenannten Kurzen Südabkurvung, mit der die Deutsche Flugsicherung (DFS) den Frachtfliegern vom Flughafen Leipzig/Halle das direkte Abfliegen über den Auenwald und das Leipziger Stadtgebiet erlaubt. Eigentlich hat der Bundestag längst beschlossen, dass diese Flugroute gestrichen wird. Doch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) fühlt sich nicht bemüßigt, das so umzusetzen.
Feierliche Eröffnung der neuen Jahresausstellung im Händel-Haus
Händel-Haus © Thomas Ziegler

© Thomas Ziegler

Das Jahr 2020 ist für Händel-Freunde ein Jubiläumsjahr, das wir in Halle und Göttingen gleichermaßen feiern. Nachdem Händels Opernschaffen fast 180 Jahre lang in den Musiktheatern in Vergessenheit geraten war, wagte 1920 der Kunsthistoriker, Dirigent und Musikwissenschaftler Oskar Hagen (1888 – 1957) in Göttingen gemeinsam mit einem Laienorchester das Experiment einer szenischen Aufführung der Händel-Oper „Rodelinda“ – und stieß auf ein begeistertes Publikum.
Der Leipziger OBM-Wahlkampf in Interviews, Analyse und mit Erfurter Begleitmusik
Leipziger Zeitung Nr. 76: Der Unsichtbare. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserVielleicht wird der Leipziger OBM-Wahlkampf ja tatsächlich noch ein bisschen spannend. Und vielleicht taucht der Kandidat der CDU tatsächlich noch auf zum Townhall Meeting am Sonntag, 23. Februar, um 19 Uhr in der Peterskirche. Denn Burkhard Jung und Ute Elisabeth Gabelmann haben zugesagt und werden sich den Fragen des Publikums stellen. Dass der CDU-Kandidat so flüchtig ist – damit beschäftigt sich auch die neue Ausgabe der „Leipziger Zeitung“.
Für 342.000 Euro kann Leipzigs City über 100 neue Sitzgelegenheiten bekommen
Bänke in der Petersstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn der Leipziger Innenstadt gibt es tatsächlich schon über 200 Sitzbänke. Doch sie reichen einfach nicht aus, um den Bedarf zu decken. An vielen entscheidenden Stellen fehlen Sitzbänke sogar ganz, was ja 2018 eine Petition zu Sitzbänken in der Nikolaistraße zum Thema machte. Schon zuvor hatte der Stadtrat über ein neues Sitzbankkonzept für die Stadt diskutiert. Die Verwaltung hat jetzt tatsächlich ihr neues Sitzbankkonzept für die City vorgelegt.
CDU-Fraktion will den Grünen-Antrag zum Sportforum komplett rasieren
Der Parkplatz auf der Fläche des ehemaligen Schwimmstadions. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie seltsame Flyer-Aktion der CDU am 15. Februar im Umfeld des Spiels von RB Leipzig gegen Werder Bremen hat auch noch ein Nachspiel im Stadtrat. Nicht weil die Aktion aus dem OBM-Wahlkampf von CDU-Kandidat Sebastian Gemkow bei den Fußballfans ziemlich schlecht ankam. Sondern weil die Leipziger CDU-Fraktion es wirklich ernst meint damit, mit Kopf-durch-die-Wand-Aktionen von sich reden zu machen.