17.6 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Sachsen-Franken-Magistrale: Ab September wird der Bahnhof Neukieritzsch umgebaut

Anzeige

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Anzeige

    Manchmal wundert man sich nur, wie lange das alles dauert. Auch 29 Jahre nach der Deutschen Einheit. Seit 2015 arbeitet die Deutsche Bahn daran, die Strecke Leipzig-Werdau der Sachsen-Franken-Magistrale auf modernen Stand zu bringen. Natürlich dauert das alles so lange, weil hier „unter dem rollenden Rad“ gearbeitet wird. Auf einem Teil der Strecke fährt ja auch noch die S-Bahn. Ab 2020 wird der Bahnhof Neukieritzsch endlich aufgemöbelt.

    Im Rahmen des Ausbaus der Sachsen-Franken-Magistrale wird der Bahnhof Neukieritzsch ab September 2020 bis voraussichtlich Herbst 2022 umfassend modernisiert. Bereits im November 2019 begann die Deutsche Bahn (DB) mit den Vorbereitungen. Die DB setzt dabei umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und zur Erlangung der Baufreiheit um, kündigte das Unternehmen an.

    Der Abschnitt Halle/Leipzig–Werdau wird im Unternehmensdeutsch der Bahn dabei als „Ostkorridor“ bezeichnet. Der Ostkorridor Mitte beinhaltet die Projekte Bahnknoten Halle (Saale) und der Bahnknoten Leipzig sowie Teile der Sachsen–Franken-Magistrale gebündelt.

    Die Sachsen–Franken-Magistrale erstreckt sich über rund 288 Kilometer und verbindet mit den Streckenabschnitten Dresden–Hof und Leipzig–Werdau die Bundesländer Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt mit den Ländern Bayern und Baden-Württemberg. Die Strecken werden grundlegend erneuert, um sie an die geltenden technischen Anforderungen und an die künftigen Anforderungen des Personennah- und Fernverkehrs sowie des Güterverkehrs anzupassen.

    Der Ostkorridor der Sachsen-Franken-Magistrale. Karte: Deutsche Bahn
    Der Ostkorridor der Sachsen-Franken-Magistrale. Karte: Deutsche Bahn

    Dabei werden rund 850 km Gleise umgebaut, 900 km Oberleitungen erneuert, 52 Bahnhöfe und Haltepunkte modernisiert, 32 Elektronische Stellwerke errichtet sowie 233 Eisenbahnbrücken saniert bzw. erneuert.

    Mit den umfassenden Ausbaumaßnahmen wird die Streckengeschwindigkeit von 120 km/h auf eine Entwurfsgeschwindigkeit von 160 km/h erhöht, so die Bahn. Somit können Reise- und Transportzeiten, unter anderem von Dresden nach Hof von 3:27 Std. auf 2:30 Std. verkürzt werden.

    Und zu den Bahnhöfen an der Strecke, die modernisiert werden, gehört auch Neukieritzsch im Leipziger Südraum.

    Vorgesehen ist, die im Bahnhofsbereich lebenden geschützten Zauneidechsen von Frühjahr bis Sommer 2020 auf ein zirka 7.000 m² großes Ersatzhabitat umzusiedeln. Dafür wird auf den nicht mehr genutzten Güterverkehrsgleisen durch bauliche Anpassungen und gezielte Rückschnitte der Vegetation ein Lebensraum mit optimalen Bedingungen für Zauneidechsen geschaffen.

    Zauneidechsen, Weibchen und Männchen (Lacerta agilis). Foto: DB AG/Frank Kniestedt
    Zauneidechsen, Weibchen und Männchen (Lacerta agilis). Foto: DB AG/Frank Kniestedt

    Um die benötige Baufreiheit herzustellen, werden seit November 2019 bis Februar 2020 im Bauabschnitt Bäume gefällt und gerodet. Auch hier werden die Maßgaben zum Artenschutz beachtet, betont die Bahn, und zuvor alle Gehölze auf Fledermausquartiere kontrolliert und gegebenenfalls Umsiedlungen vorgenommen.

    Die baubedingten Eingriffe in die Natur sollen durch Anpflanzungen von Bäumen und Gehölzen entsprechend der in den Planungen vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden. Die Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde.

    Im Zuge des Ausbaus der Sachsen-Franken-Magistrale werden Brücken, Gleise, Weichen und die Oberleitung erneuert. Im Bahnhof Neukieritzsch werden unter anderem neue Bahnsteige und Aufzüge installiert. Der Bahnhof wird nach dem Umbau künftig barrierefrei nutzbar sein.

    Ab 6. Oktober fahren die S-Bahnen auf Extra-Gleisen an der Baustelle der Sachsen-Franken-Magistrale vorbei

    Hinweis der Redaktion in eigener Sache (Stand 1. November 2019): Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler unter dem Label „Freikäufer“ erscheinender Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen.

    Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen und ein Freikäufer-Abonnement abschließen.

    Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Erreichung einer nicht-prekären Situation unserer Arbeit zu unterstützen. Und weitere Bekannte und Freunde anzusprechen, es ebenfalls zu tun. Denn eigentlich wollen wir keine „Paywall“, bemühen uns also im Interesse aller, diese zu vermeiden (wieder abzustellen). Auch für diejenigen, die sich einen Beitrag zu unserer Arbeit nicht leisten können und dennoch mehr als Fakenews und Nachrichten-Fastfood über Leipzig und Sachsen im Netz erhalten sollten.

    Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 400 Abonnenten.

    Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

     

     

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      1 KOMMENTAR

      1. Das klingt vielversprechend. Hoffentlicht bleiben diesem Bahnhof die offenen Wartehäuschen Bauart „Allgemein-Modern-und-Luftig“ und Anzeigetafeln im „Connewitzer-Format“ erspart. Als Pendler auf dieser Strecke graut es mich immer wieder davor, wegen Störungen, eines Tages bei üblem Wetter auf den alten und auch den modernisierten Haltestellen auf einen Ersatzzug oder -bus zu warten. An die Planer: lassen Sie etwas erträgliches hinbauen und lassen Sie auch Orientierungtafeln anbringen.

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige