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3:0 gegen Frankfurt: Ein kurioser Platzverweis ebnet RB Leipzig den Weg

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    Genau einen Monat nach der 0:3-Niederlage bei Bayern München stand für den Bundesliga-Zweiten RB Leipzig das erste Pflichtspiel im Jahr 2017 auf dem Programm. Im Duell der Überraschungsteams flog Frankfurts Torwart Hradecky früh vom Platz. Speziell in der zweiten Halbzeit hatte RBL mit den Gästen deshalb keine Mühe mehr und gewann mit 3:0.

    In der Winterpause hatte es einige Wechsel im Kader von Rasenballsport Leipzig gegeben. Aus Salzburg kam der 18-jährige Innenverteidiger Dayot Upamecano, der zunächst als Ersatz für Orban und Compper vorgesehen sein dürfte. Der Grieche Papadopoulos hingegen verließ den Verein Richtung HSV – nach gerade einmal viereinhalb Monaten. Lediglich am 4. Spieltag gegen Gladbach kam der 24-Jährige zum Einsatz. Gegen Ende der Hinrunde stand Papadopoulos wegen einer Knie-OP nicht mehr zur Verfügung. Zudem wurde Damari an Maccabi Haifa ausgeliehen. Dass der israelische Mittelstürmer, der letztmals im Mai 2015 für RBL spielte, in Leipzig eine Perspektive hat, scheint ausgeschlossen. Spieler wie Boyd, Kalmár, Khedira und Selke, die in dieser Saison bislang kaum oder gar nicht zum Einsatz kamen, bleiben dem Verein zunächst erhalten. Das Transferfenster schließt jedoch erst am 31. Januar.

    Im Spiel gegen Frankfurt musste RBL-Cheftrainer Ralph Hasenhüttl auf Linksaußen Forsberg verzichten. Der Schwede, der neben seinem Teamkollegen Keita laut kicker-Rangliste zu den besten Spielern der Bundesliga gehört, war nach einem Platzverweis in der Partie gegen München für drei Spiele gesperrt worden. Ilsanker kehrte zum ersten Mal seit dem 9. Spieltag auf die Position neben Demme im zentralen Mittelfeld zurück. Der normalerweise dort beheimatete Keita rückte auf die Forsberg-Position vor. In der Innenverteidigung konnte Compper nach einer Kapselverletzung sein Comeback feiern.

    Mit dem 3:0-Sieg festigt RBL den zweiten Tabellenplatz. Foto: GEPA Pictures
    Mit dem 3:0-Sieg festigt RBL den zweiten Tabellenplatz. Foto: GEPA Pictures

    Vor der Winterpause waren die Frankfurter enorm variabel aufgetreten. Dieses Mal durchkreuzte Torwart Hradecky bereits nach drei Minuten die Pläne seines eigenen Trainers, als er außerhalb des Strafraums völlig ohne Not den Ball in die Hand nahm. Da Bernardo ohne diese Aktion allein vorm leeren Tor gewesen wäre, bekam Hradecky die Rote Karte – wohl eine der kuriosesten in der Geschichte der Bundesliga. Doch es kam noch schlimmer für die Eintracht: Den fälligen Freistoß durch Halstenberg konnte Ersatzkeeper Lindner zwar noch zur Seite wegboxen, doch Compper stand goldrichtig und netzte aus kurzer Distanz ein (6.).

    Die Eintracht spielte nun defensiv im 5-3-1-System, welches offensiv zu einem 3-5-1 wurde. Der ehemalige RBL-Spieler Rebic agierte als Sturmspitze und war dabei auffälligster Frankfurter: zum einen weil er bereits nach einer Viertelstunde die Gelbe Karte sah und nach 27 Minuten nach einem Ellbogencheck gegen Demme fast als zweiter Gästespieler vom Platz geflogen wäre; zum anderen weil er sich gute Chancen erarbeitete. Zunächst ließ er die komplette Leipziger Hintermannschaft stehen und konnte erst im letzten Moment durch ein gemeinsames Eingreifen von Bernardo und Gulacsi gestoppt werden (25.). Etwas später hätte er mit einem Schlenzer von der Strafraumgrenze fast den Ausgleich erzielt, doch Gulacsi klärte per Flugeinlage zur Ecke (34.).

    Wenngleich die Gäste das Beste aus der Unterzahl machten, hatten die Rasenballer mehr Chancen. So tauchten Poulsen und Werner jeweils direkt vor Lindner auf, konnten diesen aber nicht überwinden. Kurz vor der Pause hatte Poulsen mehrere Chancen, einmal per Fuß und zweimal per Kopf – aber auch er konnte die Führung nicht ausbauen. Dies gelang stattdessen Werner, der in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nach einem Freistoß durch Keita den Ball zum 2:0 ins lange Eck köpfte.

    In der zweiten Halbzeit waren die Frankfurter chancenlos. Die Rasenballer bemühten sich gelegentlich um Stiche, die jedoch meistens ebenfalls verpufften. Nach einem Durcheinander in der 67. Minute haute Halstenberg den Ball auf den Kasten und Frankfurts Vallejo legte ihn sich selbst rein. Mit einem Sololauf hätte Keita in der 74. Minute fast auf 4:0 erhöht, doch sein Schuss ging links vorbei. In der Nachspielzeit erzielte der einwechselte Selke einen Treffer, der jedoch wegen eines vorherigen Foulspiels aberkannt wurde. So blieb es beim verdienten und letztlich ungefährdeten 3:0, mit dem Leipzig den zweiten Tabellenplatz festigt.

    Das nächste Spitzenspiel in der Red-Bull-Arena steht bereits in einer Woche auf dem Programm: Zu Gast am Samstagnachmittag ist dann die bislang ungeschlagene TSG Hoffenheim.

    Choreographie der Fans. Foto: GEPA Pictures
    Choreographie der Fans. Foto: GEPA Pictures

    Die Statistik zum Spiel

    RB Leipzig:
    Gulácsi – Bernardo, Compper, Orban (C), Halstenberg – Demme, Ilsanker (70. Burke),  Sabitzer, Keita – Werner (80. Kaiser), Poulsen (63. Selke)

    Eintracht Frankfurt:
    Hradecky – Vallejo, Oczipka, Abraham (C), Hector, Chandler – Rebic (72. Barkok), Hasebe, Mascarell, Gacinociv (72. Seferovic) – Hrgota (6. Lindner)

    Schiedsrichter:
    Deniz Aytekin (Oberasbach)

    Tore:
    1:0 Compper (6.), 2:0 Werner (45.+3), 3:0 Halstenberg (67.)

    Gelbe Karte:
    – | Rebic (1)

    Rote Karte:
    – | Hradecky (2., Handspiel außerhalb des Strafraums)

    Zuschauer:
    42.588

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