Bundesliga, 9. Spieltag

RB Leipzig gegen Stuttgart: Eine Premiere nach den Spektakelsiegen

Für alle LeserRB Leipzig gegen den VfB Suttgart – das gab es noch nie. Zumindest nicht das Duell der beiden Profiteams. Direkt zwischen die beiden Spektakelsiege gegen Dortmund und Porto und die beiden Treffen mit dem deutschen Rekordmeister Bayern München hat sich nun diese Premiere geschoben. Vieles spricht für einen Sieg der Rasenballer – vor allem die Auswärtsbilanz des Gegners: vier Spiele, vier Niederlagen. Bis auf den gesperrten Ilsanker sind alle Spieler einsatzfähig.

Für die meisten Bundesligisten gehörte der VfB Stuttgart über Jahrzehnte einfach dazu. Mehr als 50 Jahre verbrachte der schwäbische Verein in der ersten Liga. Die zweijährige Pause in den 70er Jahren war für lange Zeit die einzige Phase der Abwesenheit. Dann kam im Sommer 2016 der unerwartete Abstieg in die 2. Bundesliga, dem jedoch schon im Jahr darauf der Wiederaufstieg folgte. Nun ist der VfB Stuttgart zurück – ein alter Bekannter.

RB Leipzig wiederum hat mit dem VfB noch keine Erfahrungen gemacht – sieht man von dessen Zweitvertretung in der 3. Liga ab. Aus einer jener Partien resultierte das unter Alexander Zorniger einstudierte Neun-Sekunden-Tor durch Daniel Frahn, das anschließend in den sozialen Medien zum Hit wurde.

Obwohl die Offensivabteilung der Rasenballer in den vergangenen Spielen wieder ordentlich Fahrt aufgenommen hat, dürfte es so leicht diesmal nicht werden. Der Aufsteiger aus Baden-Württemberg hat bislang einen guten Eindruck hinterlassen und belegt nach acht Spieltagen den elften Tabellenplatz. Zwei Schwächen sind jedoch besonders auffällig: Zum einen sind sechs erzielte Tore eher wenig und zum anderen hat das Team von Cheftrainer Hannes Wolf bislang alle vier Auswärtsspiele verloren.

Das Publikum darf sich auf eine Stuttgarter Mannschaft einstellen, die wahrscheinlich aggressiv verteidigen und gut kontern wird. Allerdings muss Wolf dabei verletzungsbedingt auf den zuletzt starken Angreifer Donis verzichten. Als Ersatz kommt vor allem Akolo infrage. Zudem wird Verteidiger Kaminski nicht nach Leipzig reisen. Pavard dürfte ihn ersetzen, sodass im rechten Mittelfeld wahrscheinlich wieder Beck zum Einsatz kommt.

Dieser ist neben Aogo, Badstuber und Zieler einer der Routiniers, mit denen sich der VfB im Sommer verstärkt hat. Beck war nach neun Jahren nach Stuttgart zurückgekehrt. In der Zwischenzeit hatte er sieben Jahre für Hoffenheim und zwei Jahre für Besiktas Istanbul gespielt. In der VfB-Meistersaison 2006/07 kam Beck viermal zum Einsatz.

Gänzlich ohne Verletzungssorgen kann RB Leipzig in das Spiel gehen. Lediglich Ilsanker fehlt nach seiner Gelb-Roten Karte in Dortmund. Innerhalb einer Woche konnten die Rot-Weißen zwei große Erfolge feiern: ein Sieg beim bis dato ungeschlagenen und enorm heimstarken Bundesliga-Tabellenführer und die ersten drei Punkte in der Champions League. Sowohl in der Bundesliga als auch in der Gruppenphase des Europacups sind die Rasenballer nun wieder vorn mit dabei.

Welche Spieler gegen Stuttgart auflaufen werden, ist völlig offen. Hasenhüttl war es im Verlauf der Saison schon mehrmals gelungen, mit seiner Aufstellung zu überraschen. Etablierte Akteure wie Poulsen, Forsberg und Demme haben auf ihren Positionen mit starken Zugängen wie Augustin, Bruma und Kampl zu kämpfen. Lediglich Laimer hat bislang noch keine großen Akzente setzen können. Dass der 18-jährige Innenverteidiger Konaté und Ersatztorwart Mvogo wenig Einsatzzeit erhalten, war erwartet worden. Zumindest einer scheint aber nach wie vor unersetzbar: Beim 3:2 gegen Porto war Keita mal wieder der wohl beste Spieler auf dem Platz.

Die neue LZ Nr. 48 ist da: Zwischen Weiterso, Mut zum Wolf und der Frage nach der Zukunft der Demokratie

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