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HC Leipzig vs. Blomberg 32:28 – Härter als das Resultat

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    Am Ende sieht man dem Resultat gar nicht an, wie hart die Handballerinnen des HC Leipzig darum haben ringen müssen. Zum letzten Bundesligaspiel des Jahres hatten diese am Dienstag die HSG Blomberg-Lippe zu Gast in der Arena. Die Ostwestfalen hielten die Begegnung bis fünf Minuten vor dem Ende offen. Erst im Schlussspurt wusste der HCL zu überzeugen, sicherte sich damit zwei wichtige Punkte und geht als Tabellen-Fünfter ins neue Jahr.

    „Wir wussten, dass wir gegen Blomberg volle Pulle gehen müssen. Das ist kein Gegner, den man unterschätzen darf. Gerade wenn sie in der zweiten Welle kommen, was sie am Anfang gemacht haben, gerät man schnell mal in Rückstand.“, sagte Michelle Urbicht nach dem Happy End für die Leipzigerinnen. Tatsächlich drohte dem HCL die Partie nach knapp zehn Minuten aus den Händen zu gleiten.

    Wurfpech und ungewöhnlich viele technische Fehler machten aus einer 5:3-Führung im Handumdrehen einen 5:9-Rückstand (15.). Erst nach der daraufhin einberufenen Auszeit fand Leipzig ins Spiel zurück. Als Alexandra Mazzucco zum 6:9 (20.) traf, waren elf Minuten ohne HCL-Tor vorbei. Doch nun klingelte es wesentlich öfter.

    In der 23. Minute stieg Anne Hubinger aus knapp zehn Metern in die Höhe und markierte den 10:10-Ausgleich. Kudlacz – die von Anfang an eine Sonderbewachung zur Seite gestellt bekam – und Urbicht legten sogar noch zweimal nach und bildeten damit den Grundstock zur 14:12-Pausenführung.

    Vor 2.392 Zuschauern tat sich in der zweiten Hälfte in Sachen Tordifferenz nicht viel. Leipzig verteidigte die Führung, lag durchgehend mit einem bis drei Toren vorn. Dennoch spürte Blomberg, dass an diesem Abend beim Favoriten durchaus etwas zu holen sein könnte – und lud den HCL kurz vor Ultimo noch mal zum Tanz auf der Klinge.

    Beim Stand von 27:25 wurde Nationalspielerin Luisa Schulze vom wenig überzeugenden Schiedsrichtergespann für zwei Minuten auf die Bank beordert (54.). Die Leipziger Unterzahl kam den Gästen gerade recht. Vierundfünzig Spielsekunden später hatte Blomberg-Lippe zum 27:27 ausgeglichen. Jetzt waren starke Nerven gefragt. Umgehend nahm HCL-Coach Norman Rentsch eine Auszeit und brachte sein Team für die Schlussphase wieder auf Kurs.
    Den Zuschauern, die gerade noch nervös an den Fingernägeln gekaut hatten, blieb plötzlich der Mund offen stehen. Ihre Leipzigerinnen trafen auf einmal mühelos. Kudlacz, Hubinger und zweimal Schulze sorgten mit ihren Toren zum 31:27 (59.) innerhalb von drei Minuten für die Entscheidung. „Wir konnten uns leider erst Ende der zweiten Halbzeit stabilisieren. Aber wir haben es geschafft und können stolz auf uns sein.“, so das Fazit von Michelle Urbicht.

    Die 20-Jährige zeigte eine richtig starke Partie, erzielte sechs Tore und durfte sich hinterher zu Recht über die Auszeichnung zur besten Spielerin dieser Begegnung freuen. Nervosität war der zierlichen Akteurin nicht anzumerken, obwohl innerlich die Achterbahn bei jedem Einsatz Loopings schlägt. „Wenn mich der Trainer ruft und sagt: ‚Du kommst jetzt rein!‘, zittere ich noch immer. Aber es ist einfach cool hier zu spielen, und wenn es dann so gut läuft – was will man mehr!“

    Gut laufen sollte es für den HCL auch am 3. Januar 2015. Im Viertelfinale gegen den VfL Oldenburg lockt der Einzug in die DHB-Pokalendrunde. Das Spiel findet in der Ernst-Grube-Halle statt und beginnt um 14 Uhr.
    HC Leipzig vs. HSG Blomberg-Lippe 32:28 (14:12)
    1. Bundesliga, 9. Spieltag

    HC Leipzig: Schülke, Roth – Mazzucco (5), A.Müller, Hertlein (1), Schulze (7), Kudlacz (9/4), Hubinger (4), Diehl, Reimer, Ioneac, Urbicht (6), Rösike. Trainer: Norman Rentsch.
    HSG Blomberg-Lippe: Roch – Wahle, Rüffieux, F.Müller (6), Smits (7), Limberg, Frey (2), Magelinskas (4/2), Bormann-Rajes (3), Großheim, Mitrovic (4), Stolle (2), Markovic. Trainer: André Fuhr.

    Schiedsrichter: Thomas Hörath/ Timo Hofmann. Siebenmeter: HCL 4/5 (Kudlacz 4/5), Blomberg 2/3 (Magelinskas 2/3). Zwei-Minuten-Strafen: HCL 4x (Mazzucco, A.Müller, Hertlein, Schulze), Blomberg 5x (F.Müller, Magelinskas, Stolle, 2x Smits). Zuschauer: 2.392 in der Arena Leipzig.

    Alle Ergebnisse und die aktuelle Tabelle:
    www.hbf-info.de

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