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Tanners Interview mit der Zughundesportlerin Nane Schirrmeister

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    Von Sport hat der Tanner echt keine Ahnung. Dabei ist er doch schon von Berufung her neugierig. Also hakt er sich gern bei Sportsmenschen ein und fragt, was und warum die so was tun. Diesmal traf er auf Nane Schirrmeister, die gerade mit Hunden an ihm vorbeihuschte. Er schwang ein Lasso und fing sie zum Gespräch.

    Guten Tag Nane Schirrmeister. Du hast faszinierende Beschäftigungen: Canicross, Dogscooter und Skijøring. Jetzt bin ich natürlich – schließlich kann ich mich ja nicht überall auskennen – völlig überfragt, was das alles ist. Deshalb, liebe Nane, erzähl uns doch mal bitte was Du da machst und was das alles genau heißt.

    Beim Canicross, Dogscooter und Skijöring handelt es sich um Zughundesport, der mit ganz unterschiedlichem Equipment ausgeführt wird. Im Canicross ist der Mensch über eine Jöringleine (Zugleine mit Rückdämpfer) mit seinem Hund verbunden. Die Leine hängt an einem Bauchgurt und der Hund hat ein spezielles Zuggeschirr an. So verbunden muss der Hund möglichst schnell durch die Kante ziehen. Du erreichst bei dieser Sportart Zeiten, die Olympialäufern nahe kommen. Das Skijöring kommt dem Canicross sehr nahe, nur dass der Läufer hier auf Skiern steht und sich so vom Hund ziehen lässt.

    Dogscooter ist noch ein wenig schneller und hier muss der Mensch, entgegen den beiden anderen Sportarten, nicht ganz so fit sein. Der Hund hat hier die Aufgabe, einen Tretroller mit großen Reifen, auf dem der Mensch steht, wegzuziehen. Alle drei Sportarten machen dem Hund saumäßig Spaß. Hier kann er mal so richtig abgehen und die Sau raus lassen… der Mensch ebenso.

    Solch ein Unterfangen stemmt Frau von Heute ja nicht allein, denk ich mal. Da braucht es doch Vereinsstrukturen und Gemeinschaft. Wo bist Du denn organisiert und was macht ihr da noch so?

    Es hat alles beim HSV Leipzig Süd/Markkleeberg e. V. angefangen. Dort betreibe ich mit meiner Dalmatinerhündin Aya Turnierhundesport (THS). Kurz zusammengefasst und schnell beschrieben könnte man sagen, dass es sich dabei um Leichtathletik mit dem Hund handelt. Es gibt unterschiedliche Disziplinen. Eine davon ist der Geländelauf. Man kann in 1.000 m, 2.000 m oder 5.000 m gegeneinander antreten. Hier habe ich Blut geleckt, wird der Hund doch ebenso, wie im Canicross, geführt. Ich bin hier auch recht erfolgreich unterwegs und konnte in der letzten Saison den Vizetitel bei der dhv-Deutschen Meisterschaft in Mainflingen holen und den 4. Platz bei der VDH-Deutschen Meisterschaft.

    Du bist in Chemnitz geboren, hast in Bad Lausick gelernt. Was hat Dich denn dann nach Leipzig gezerrt?

    Durch meine Ausbildung zur Erzieherin, welche ich in Bad Lausick angetreten hatte, war ich gezwungen, entweder nach Bad Lausick oder Leipzig zu ziehen. Ich entschied mich zunächst für Bad Lausick und hielt es dort cirka zwei Jahre aus. Nach dieser Zeit hat man aber alles von diesem Kurort gesehen, was es zu sehen gibt und so zog ich weiter nach Leipzig. Nun kann ich mich seit fast fünf Jahren Leipzigerin nennen. Ich lebe gern hier. Neben dem Großstadtfeeling bietet Leipzig auch schöne ländliche Idylle. Auch die Seen rund um Leipzig gefallen mir sehr, gibt es so was in Chemnitz doch gar nicht.

    Am 03.01. sah der Planet Dich beim Treppentraining in Eiseskälte und eingemummelt. Was hast Du denn da wo und wofür trainiert. Und wieso Treppen?

    Damit man fit bleibt und gute Zeiten im Wettkampf erzielen kann, gehört logischerweise einiges Training dazu. So auch jeden Sonntag das Treppentraining am Völkerschlachtdenkmal. Bei diesem Training rennt man einfach immer wieder Treppen hoch und runter, das perfekte und effektivste Muskelaufbautraining. Meiner treuen Mitläuferin und Kumpanin Franziska Lange sei hier noch mal größter Dank ausgesprochen, dass sie immer mitkommt, mitläuft und mich motiviert.

    Neben Canicross, Dogscooter und Skijøring gibt es Dich ja auch noch berufstätig, wie ich weiß – vom mit Hunden durch die Gegend pesen wird ja kein Kühlschrank voll. Was machst Du denn genau derzeit und wohin soll die Reise gehen?

    Im richtigen Leben arbeite ich als Erzieherin in einer Kindertagesstätte in Plagwitz. Dort bin ich recht zufrieden. Geplant ist aber ein eventueller Rückzug nach Chemnitz 2017, zurück in den Schoß der Familie.

    Gibt es eigentlich eine Deutsche Meisterschaft 2016, wo ich dich an mir vorbeischwirren sehen kann?

    Ja, die gibt es und sogar gleich zwei davon. Diesmal ist sie sogar recht gut in der Nähe von Leipzig. Die dhv Deutsche Meisterschaft findet am 17.-18.09.16 in Müncheberg/OT Eggersdorf und am 08.-09.10.16 die VDH Deutsche Meisterschaft in Hof statt.

    Danke, liebe Nane, für Deine Antworten.

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