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Passionszeit

Gastkommentar von Christian Wolff: Ein paar Gedanken zum Beginn der Karwoche und zu dem, was derzeit sehr viele Menschen beschäftigt

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Was bei vielen Menschen völlig aus dem Bewusstsein verschwunden ist: Wir befinden uns derzeit in der Passionszeit. Christen bedenken in den Wochen nach Aschermittwoch bis zum Karsamstag das Leiden und Sterben Jesu und die Bedingungen, die zu diesem Gewaltakt führten. Im Kreuzestod Jesu rückt uns nicht nur das schreckliche Leiden eines Menschen an den Ungerechtigkeiten dieser Welt ganz nahe. Weiterlesen

Leipzig dafür, Münster dagegen

Kommentar: Du sollst Deinen Kirchentag selbst finanzieren?

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Münster ist Sitz eines katholischen Bischofs. Die Mehrheit der Bevölkerung ist katholisch. Der Stadtrat lehnt es ab, den Katholikentag zu finanzieren - zumindest nicht direkt ... über Sachzuwendungen wird noch gesprochen. Leipzig ist nicht Sitz eines katholischen Bischofs. Die Mehrheit ist nicht kirchlich gebunden. Doch die Stadt sieht die Chancen. Der Stadtrat stimmte zu. Denn es geht um ein Forum für alle Leipziger und viele Gäste, nicht um eine Party . Weiterlesen

Stinkefinger und Griechenland-Bashing

Warum laufen Journalisten den Meinungsmachern aus Banken und Regierungskreisen so blindlings hinterher?

Foto: Ralf Julke

Es ist erstaunlich. Und es fällt auf, dass es da draußen bei den großen, namhaften Medien tatsächlich noch Kollegen gibt, die ihr Handwerkszeug nicht verlernt haben und sich von den Verlautbarungen von Regierungen und Think Tanks nicht einfach an der Nase herumführen lassen. Seit ein paar Tagen mehren sich die vernünftigen Stimmen zum Thema Griechenland. Ein letzter Auslöser war der in der Talkshow "Günther Jauch" gezeigte Stinkefinger. Weiterlesen

"Einander achten und aufeinander achten"

Gastkommentar von Christian Wolff: Wort zum Montag – oder – Worauf es ankommt

Foto: L-IZ.de

In meinem Bücherschrank steht ein kleines Brevier mit dem Titel "Einander achten und aufeinander achten. Hundert Worte von Johannes Rau". Johannes Rau (1931-2006) war von 1999 bis 2004 Bundespräsident und ein glänzender Formulierer prägnanter Sätze. Manches dieser Worte möchte man heute großflächig in allen Städten und Ortschaften plakatieren. Zum Beispiel: "Im Grundgesetz steht, die Würde des Menschen ist unantastbar. Da steht nicht: Die Würde der Deutschen, sondern da steht: die Würde des Menschen." Ein weiterer Gedanke lautet: "Wer Minderheiten angreift, legt einen Sprengsatz an das Fundament unserer Gesellschaft." Weiterlesen

Kommentar: Ohne Marshallplan bleibt die Troika-Politik Murks

Drei durchaus diskutable Meinungen des DIW zur Griechenland-Misere

Foto: Ralf Julke

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) macht in letzter Zeit auf unterschiedlichste Weise mit Kommentaren zur Griechenland-Krise von sich reden. Zuletzt war es der Präsident Marcel Fratzscher, der die Welt mit der Nachricht erfreute, Griechenland könnte ja so etwas wie ein "Graccident" passieren - also ein Unfall, der das Land ganz unabsichtlich aus dem Euro katapultieren würde. Aber das ist nur eine von drei Meinungen im DIW. Weiterlesen

Preis der Leipziger Buchmesse

Ein Lyrikband als Paukenschlag oder als Eingeständnis der gelebten Zahnlosigkeit?

Foto: Leipziger Messe GmbH / Uli Koch

Sie haben es tatsächlich getan. Sie haben den Preis der Leipziger Buchmesse 2015 erstmals einem Lyriker gegeben. Wie sie es zur Frankfurter Buchmese im Herbst 2014 angekündigt haben: an Jan Wagner für seinen im Hanser Verlag erschienenen Gedichtband "Regentonnenvariationen. Gedichte". Wäre der Leipziger Belletristikpreis ein Lyrikpreis, das Buch wäre nicht mal in die Endauswahl gelangt. Weiterlesen

Erst fernsehen, dann Meinung bilden

Kommentar: Wochenlanges Griechenland-Bashing hat Folgen beim Stimmungsbarometer des ZDF

Screenshot: L-IZ

Auch der "Spiegel" griff am Freitag, 13. März, eine Meldung des ZDF auf und verwandelte sie in die Überschrift: "Griechenlands Euro-Austritt: Mehrheit der Deutschen für Grexit". Binnen zwei Wochen, so suggeriert diese Umfrage für das "ZDF-Politbarometer", sei die Stimmung in Deutschland völlig gekippt. Ach ja? Oder doch besser: Vorverurteilende Berichterstattung zeigt Wirkung. Das ZDF natürlich mit dabei. Weiterlesen

Es geht nicht um Dialog und Beteiligung

Gastkommentar von Christian Wolff: Tröglitz – oder „Die Saat geht auf“

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Wer geglaubt hat, dass das Hauptproblem von Pegida/Legida der fehlende Dialog zwischen Bürgern und Politikern sei, der wird spätestens seit den beschämenden Vorgängen in Tröglitz eines Schlechteren belehrt. Wer meint, mit ein paar Dialogveranstaltungen oder dem Empfang von Pegida-Delegationen in Ministerien oder Parteizentralen oder einem quasi Inkognitobesuch sei das rechte Pegida/Legida-Netzwerk aufzudröseln, der macht sich gefährliche Illusionen über die tatsächlichen Absichten derer, die da montäglich in Dresden und anderswo spazieren gehen. Weiterlesen

Legida und Pegida in der Debatte

Gastkommentar von Christian Wolff: Im Windschatten von Legida/Pegida Klarheit gewinnen

Foto: L-IZ.de

Im Windschatten von Legida/Pegida ist einiges durcheinander geraten. Die montägliche Bündelung von altbekannten Stammtischparolen konnte sich mit einem Wahrheitsanspruch versehen, der seinen Widerhall fand in den Verständnisritualen derer, die gar nicht traurig darüber sind, dass nun bestimmte Grundsätze unserer Verfassung zur Disposition gestellt werden können. Darum gilt es, sich der politischen Essentials zu vergewissern, ohne die sich ein friedliches Zusammenleben der Verschiedenen nicht gestalten lässt. Weiterlesen

Kommentar: Leipziger CDU kocht ihr eigenes Süppchen

Wozu ein CDU-Legida Dialog?

Foto: CDU

„Wir dürfen die Sorgen und Ängste der Menschen, die sie zur Teilnahme an den Demonstrationen bewogen haben, nicht ignorieren“, leitet ein Zitat des CDU-Landtagsabgeordneten Holger Gasse die Pressemeldung der Leipziger CDU ein. Doch bei bisher zwei gut besuchten Dialogveranstaltungen zwischen Bürgern in der Volkshochschule nahm kein Vertreter der CDU die Gelegenheit wahr, sich genau diese Sorgen und Nöte anzuhören. Eine Zersplitterung des Dialogs kann schnell kontraproduktiv werden. Und in der derzeit immer noch aufgeheizten Debatte ist eine überparteiliche Einrichtung sicher der bessere Moderator als die bei vielen verhassten Politiker. Weiterlesen

Kommentar

RB Leipzig und der späte Protest: Wohin geht die Reise?

Weithin sichtbare Zeichen am Zentralstadion in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSeit einigen Monaten scheint Fußballdeutschland aufgefallen zu sein, dass RB Leipzig existiert. Oder genauer, den Fans der vorrangig westdeutschen Erst- und Zweitligamannschaften, andere hatten den Brauseclub schon viel länger im Blick und führten Debatten. Wo die heute endlos argumentierenden Fans und Neu-L-IZ-Leser eigentlich waren, als Rasenball 2009 in Leipzig in Markranstädt startete, bleibt ihr eigenes Geheimnis. Vermutlich gerade auf der Webseite von "11Freunde" oder vor der Glotze - Länderspiel gucken, im 79-Euro-Deutschland-Shirt. Nun, da RB Leipzig erwartungsgemäß durch die 2. Liga pflügen wird, sind die 80 Millionen Bundestrainer erwacht. Weiterlesen