Wie fühlt es sich an, Mobbing zu erleben? Wie gehen wir mit der Angst um, nicht selbst Betroffene zu werden? Wenn das Schulbarometer 2025/26 berichtet, dass rund ein Drittel der Kinder und Jugendlichen heute von Mobbing betroffen sind, ist die Relevanz dieser Fragen deutlich. Die Inszenierung „Wolf“ nach dem Roman von Saša Stanišić nähert sich dem Thema aus einer besonderen Perspektive.

Statt ausschließlich die unmittelbar Betroffenen in den Mittelpunkt zu stellen, richtet die Inszenierung den Blick auf einen Beobachter und die damit verbundene Unsicherheit und Hemmung, im Machtgefüge zwischen Mobbern, Kletterwald und Stechmücken füreinander einzustehen. Zentral ist die Frage, wie freundschaftliche Nähe zwischen Jungs aussehen kann und wie zwei vermeintliche Außenseiter im Ferienlager zusammenhalten.

Sommer, Wald und Abenteuer? Darauf hat Kemi absolut keinen Bock. Doch, er muss ins Ferienlager. Das hat seine Mutter bestimmt. Aber no chance, dass er hier bei irgendwas mitmacht! Ganz anders Jörg. Der ist gern in der Natur, mag Wandern und kennt Pflanzen oder Insekten sogar beim Namen. Was für ein Nerd! Kein Wunder, dass er zur Mobbingzielscheibe in der Gruppe wird. Kemi macht da zwar nicht mit, doch wie Jörg steht auch er vor der Frage: Wie überlebe ich diese Woche?

Erfolgsautor Saša Stanišić erzählt seine Geschichte über Mobbing aus der Sicht von Kemi. Damit rückt nicht nur die junge Lebensrealität in der Spanne von Freundschaft bis Ausgrenzung in den Fokus, sondern auch die Scham, die entsteht, wenn man nicht eingreift. 2024 wurde WOLF mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

„Wolf“ von Saša Stanišić, Premiere am 30. Oktober, um 19 Uhr im Großen Saal des Theaters der Jungen Welt.

Übernahme vom Thalia Theater Hamburg, 2025 eingeladen zum Festival des Theaters für junges Publikum AUGENBLICK MAL!

Mit: Kevin Körber, Moritz Carl Winkelmayr, Aline Patschke
Regie: Camilla Ferraz / Bühnenbild: Nadin Schumacher / Kostüme: Katharina Arkit / Musik: Aline Patschke / Theaterpädagogik: Billie Enders / Dramaturgie: Maria Obermeier
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Öffentliche Voraufführung: 28. Oktober, 18:30 Uhr / Großer Saal

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