„Und, wie geht es dir?“ – „Alles gut!“ Eine Frage, eine Antwort, ein alltäglicher Reflex. Doch was, wenn „alles gut“ eigentlich gar nicht stimmt? Darauf werfen der belgische Regisseur Gregory Caers und Choreograf Ives Thuwis ab dem 25. September im Kleinen Saal am TDJW einen genauen Blick. Das Ensemble findet sich in einem Bürokorridor wieder und geht dort dem nach, was Erwachsene eben tun: arbeiten. Wie in einem bürokratischen Ballett sitzen die Abläufe perfekt. Papierstapel wirbeln durch die Luft, Türen gehen auf und zu, Kaffeebecher werden leer geschlürft und zwischendurch ruft Chef. Alles gut. Der Laden läuft.

Die Aufgaben werden aber immer mehr und mehr, und damit geht auch immer mehr schief. Was sich anfangs noch galant verstecken lässt, führt zu einem Slapstick-Gewitter und einem Chaos der Überforderung. Mit viel Komik, Schauspiel, das nicht Tanz ist, und Tanz, der nicht Schauspiel ist, stellt unsere Inszenierung eine Frage, die uns alle betrifft, ob alt oder jung: Wie das eigentlich so ist mit dem Scheitern in einer Leistungsgesellschaft?

Macht euch keine Sorgen. Wir Erwachsene haben viel Lebenserfahrung, haben ein Girokonto, wir waren auf der Schule und haben auch schon mal geknutscht. Wir können das. Alles gut!

Hilfe!, denken erwachsene Menschen, aber sagen es nicht. Tun so, als gäbe es kein Problem. Aber was machen Erwachsene, wenn alles zusammenbricht? Genau damit setzen sich der belgische Regisseur Gregory Caers und das TDJW-Ensemble auseinander und entwickeln ein Stück, das das ultimative Vergnügen bietet, Erwachsene beim Scheitern zu ertappen.

Alles gut (10+): Komödie über das Scheitern / Von Gregory Caers / Uraufführung / Bewegungstheater. Premiere am Freitag, 25. September, 19 Uhr / Kleiner Saal des Theater der Jungen Welt

Öffentliche Voraufführung: 23. September, 18.30 Uhr / Kleiner Saal

Mit: Wiebke Jakubicka Yervis, Martin Klemm, David Richter, Çağla Şahin, Sofiia Stasiv
Regie: Gregory Caers & Ives Thuwis / Bühnenbild: Karel Vanhooren / Kostüme: Natalie Burgmann / Musik: Gregory Caers / Choreografie: Gregory Caers & Ives Thuwis / Dramaturgie: Justus Rothlaender/ Theaterpädagogik: Theresa Kawalek
Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Mehr Informationen findet man hier.

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