Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat einen Abschnitt der Komplexbaumaßnahme der Georg-Schumann-Straße zwischen Delitzscher Straße/Eutritzscher Straße (Chausseehaus) und Böhmestraße in der Stadt Leipzig mit einem Planfeststellungsbeschluss genehmigt. Das teilte sie am Mittwoch, 21. Oktober, mit. Es handelt sich dabei um das Teilvorhaben der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) zur Erneuerung der Betriebsanlagen der Straßenbahn. Die Entscheidung für den städtischen Teil des Projekts fiel in der Ratsversammlung am 2. September.
„Mit der Genehmigung für den Gleisausbau auf der Georg-Schumann-Straße werden die Voraussetzungen für eine modernere, leistungsfähigere und sicherere Straßenbahninfrastruktur geschaffen. Breitere Straßenbahnzüge mit bis zu 20 Prozent mehr Sitzplätzen steigern den Fahrgastkomfort und erhöhen insbesondere die ÖPNV-Beförderungskapazitäten in der dynamisch wachsenden Stadt Leipzig“, erklärt LDS-Präsident Béla Bélafi.
Die Planungen für den Teil der LVB umfassen die grundhafte Erneuerung der Gleis-, Fahrleitungs- und Bahnstromanlage. Das wichtigste Element dabei: Zwischen Chausseehaus und Böhmestraße werden die Gleisanlagen für den Einsatz von breiteren Wagenzügen (2,40 Meter) aufgeweitet. Die Georg-Schumann-Straße als Trasse der Linie 11 ist eine der wichtigen Achsen, die baldmöglichst für die breiteren Straßenbahnen befahrbar werden müssen.
Das stadtauswärtige Gleis zwischen Bauanfang und Kanalstraße und das stadteinwärtige Gleis zwischen Ehrensteinstraße und Knoten Delitzscher Straße/Eutritzscher Straße werden in Zukunft auf einem begrünten Gleisbett verlegt. Zudem entsteht zwischen Ehrensteinstraße und Prellerstraße eine neue Haltestelle mit stufenlosem Zugang.
Die Georg-Schumann-Straße ist mit 5,4 Kilometern Länge eine wichtige Verbindung zwischen dem Leipziger Norden und dem Zentrum. Sie durchquert die Ortsteile Zentrum-Nord, Gohlis-Süd, Möckern und Wahren und wird von den Straßenbahnlinien 10 (Lößnig – Wahren) und 11 (Schkeuditz – Markkleeberg-Ost) befahren.
Der Planfeststellungsbeschluss wird in der Stadt Leipzig öffentlich ausgelegt, kündigt die Landesdirektion noch an. Die Auslegung wird vorher ortsüblich bekannt gemacht. Darüber hinaus veröffentlicht die LDS den Planfeststellungsbeschluss auf ihrem Bekanntmachungsportal. Die weitere Umsetzung des Vorhabens obliegt den LVB als Vorhabenträgerin.
Da sich Stadt und LVB aber abstimmen, steht der Bautermin im Grunde fest. Denn am 2. September stimmte der Stadtrat – nach einer wilden Diskussion über Bäume und Stellplätze – der Vorlage der Stadt zu, nach der ab April 2027 gebaut werden soll. Wahrscheinliches Bauende ist dann im Mai 2028.
Die Stadt Leipzig selbst informiert auf ihrer Internetseite zu diesem Bauprojekt.
Empfohlen auf LZ
So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

















Keine Kommentare bisher