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Tieftrauriger Vormittag heute in Leipzig. Auf der Arthur-Hoffmann-Straße verunglückte eine erst 20 Jahre junge Radfahrerin bei einem Verkehrsunfall tödlich. Die Ermittlungen laufen. Sachsen hat den Gleisausbau auf Georg-Schumann-Straße genehmigt. Und: Belantis startet ins Halloween-Programm. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 21. Oktober 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

Junge Radfahrerin tödlich verunglückt

Eine junge Radfahrerin hat am Mittwoch-Vormittag bei einem tragischen Verkehrsunfall ihr Leben verloren. Wie die Polizeidirektion Leipzig mitteilte, war die 20-Jährige gegen 10 Uhr auf der Arthur-Hoffmann-Straße in stadtauswärtiger Richtung unterwegs gewesen. Offenbar kam sie auf Höhe der Scharnhorststraße zu Fall und wurde dann von einem hinter ihr fahrenden Lastwagen überrollt. Dabei erlitt die Frau so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb.

Wie es genau zu diesem tödlichen Unglück kommen konnte, untersucht nun der Verkehrsunfalldienst. Gegen den 63-jährigen Lkw-Fahrer, der bei diesem Unfall unverletzt blieb, wird außerdem wegen „fahrlässiger Tötung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall“ ermittelt. Die Arthur-Hoffmann-Straße war für die Zeit der Unfallaufnahme voll gesperrt, die Straßenbahn-Linie 9 musste umgeleitet werden.

Für die 20-jährige Radfahrerin kam leider jede Hilfe zu spät. Foto: Benjamin Weinkauf

Gleisausbau auf Georg-Schumann-Straße genehmigt

Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat den Ausbau der Straßenbahnanlagen auf einem Abschnitt der Georg-Schumann-Straße in Leipzig genehmigt. Der Planfeststellungsbeschluss betrifft den Bereich zwischen dem Knoten Delitzscher Straße/Eutritzscher Straße am Chausseehaus und der Böhmestraße. Damit ist ein Teil der geplanten Komplexbaumaßnahme genehmigt, der von den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) umgesetzt werden soll.

Vorgesehen ist eine grundlegende Erneuerung der Gleise, Fahrleitungen und Bahnstromversorgung. Die Gleisanlagen werden so verbreitert, dass künftig Straßenbahnzüge mit einer Wagenbreite von 2,40 Metern eingesetzt werden können. Diese bieten bis zu 20 Prozent mehr Sitzplätze und sollen die Beförderungskapazität des öffentlichen Nahverkehrs erhöhen. Teile der stadtauswärts und stadteinwärts führenden Gleise erhalten zudem ein begrüntes Gleisbett. Zwischen Ehrensteinstraße und Prellerstraße ist eine neue Haltestelle mit stufenlosem Zugang geplant.

Die 5,4 Kilometer lange Georg-Schumann-Straße verbindet den Leipziger Norden mit dem Zentrum und führt durch Zentrum-Nord, Gohlis-Süd, Möckern und Wahren. Auf der Strecke verkehren die Straßenbahnlinien 10 zwischen Lößnig und Wahren sowie 11 zwischen Schkeuditz und Markkleeberg-Ost.

Der Planfeststellungsbeschluss wird öffentlich in Leipzig ausgelegt. Die Stadt kündigt die Auslegung zuvor ortsüblich an. Zusätzlich veröffentlicht die Landesdirektion den Beschluss auf ihrem Bekanntmachungsportal. Die weitere Umsetzung liegt bei den LVB. Informationen zum Vorhaben stellt die Stadt Leipzig auf ihrer Internetseite bereit.

Gruseln im Belantis-Park

Seit dem heutigen Mittwoch besteht im Freizeitpark Belantis bis zum 1. November akute Gruselgefahr, denn das Halloween-Programm 2026 ist gestartet. Um die Schock-Intensität altersgerecht abzustufen, wurde es erstmals in zwei Bereiche unterteilt: Bis 16 Uhr richten sich die „Spooky Days“ an Familien mit jüngeren Kindern, ab 16:30 Uhr wird mit den „Horror Nights“, für Gäste ab zwölf Jahren, einen Gang höher geschaltet.

An allen zehn Veranstaltungstagen bleibt der Park bis 21 Uhr geöffnet. Erstmals sind sämtliche Grusel-Labyrinthe ohne Aufpreis im regulären Eintritt enthalten. Tagsüber stehen drei, am Abend fünf Labyrinthe zur Verfügung. Neu sind unter anderem „Das Geheimnis der Königsgruft“, das ab sechs Jahren freigegeben ist, sowie „Sporen des Bösen“ und „Zorn des Anubis“ für Gäste ab zwölf Jahren.

Start der Spooky Days und Horror Nights im Freizaitpark Belantis. 21.10.2026. Foto: Jan Kaefer

An der Gestaltung einiger neuer Attraktionen arbeitete Bühnenbildner und Dekorateur Thomas Reuter, der bereits im Frühjahr mit den Vorbereitungen begann. Für die Kulissen kamen dabei mehrere hundert Quadratmeter Styropor sowie Spachtelmasse und Farbe zum Einsatz. Licht, Schatten und ausgewählte Gerüche sollen die Besucher in die Geschichten der Labyrinthe eintauchen lassen. In der „Königsgruft“ führt die Handlung ins alte Ägypten.

Für das Horror-Labyrinth „Sporen des Bösen“ kooperiert Belantis erstmals mit dem französischen Spezialisten FX3, der auch für andere Freizeitparks der Compagnie des Alpes Horror-Attraktionen entwickelt und umsetzt. Halloween gehört im Belantis zu den besucherstärksten Zeiten des Jahres. Wegen der großen Nachfrage im Vorjahr wurde das Programm 2026 erstmals auf zehn Veranstaltungstage gebündelt. Tagestickets kosten ab 29 Euro, sie schließen die regulären Attraktionen, eine Lichtshow sowie ein Feuerwerk an jedem Veranstaltungstag ein.

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Lokale Politik, globales Denken: Alan Tovar Prado lädt ins „Gallo Negro“ zur Diskussion mit Wolfram Günther

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Was sonst noch wichtig war:

In der weitverbreiteten Programmiersprache PHP ist eine Sicherheitslücke mit extrem hohem Gefahrenpotenzial entdeckt worden. Dadurch könnten Cyberkriminelle auf Servern Schaden anrichten und Daten abgreifen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine offizielle Cybersicherheitswarnung herausgegeben.

Nach fast 50 Jahren wird die von Alice Schwarzer gegründete und herausgegebene feministische Zeitschrift EMMA eingestellt. Die letzte der dann insgesamt 398 Ausgaben soll am 8. Dezember erscheinen. Das Aus habe keine ökonomischen Gründe, teilte Schwarzer mit: „Wir gehen, weil wir meinen: Es reicht! EMMA hat über drei Feministinnen-Generationen die Stellung gehalten, hat allen Moden widerstanden und gegen so manchen Unsinn im Namen des Feminismus Stellung bezogen. Also gestattet: Jetzt sind wir ermattet“.

Die restriktiven Abtreibungsgesetze in Polen könnten nun gelockert werden. Das polnische Parlament hat für zwei entsprechende Gesetzentwürfe gestimmt. Beide waren von Regierungschef Donald Tusk unterstützt worden. Erstens sollen Schwangerschaftsabbrüche und die Hilfe dazu teilweise entkriminalisiert werden. Zweitens will man ein Verfassungsgerichtsurteil kippen, das selbst schwere Fehlbildungen eines Fötus nicht als legalen Abtreibungsgrund akzeptieren wollte. Gegen die beiden jetzt gefassten Parlamentsbeschlüsse kann der nationalkonservative Präsident Karol Nawrocki jedoch noch sein Veto einlegen.

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