This article is also available in English: Read this article in English.
Was kann ein Tag nicht, was ein Amt kann? Schweigen! Ein Büro bleibt zu, aber eine Messe feiert mit Licht und Skurilität den Start. Am Schkeuditzer Kreutz wirds heute eng, stattdessen bringt ein Expertenvortrag hilfreiche Tips zum Umgang mit Hass im Web, durchaus hilfreich für den Alltag.
Bürgerservice lahmgelegt
Das Bürgerbüro „Gohlis-Center“ (Elsbethstraße) muss nach einer Havarie deutlich länger geschlossen bleiben als zunächst angekündigt. Nach einer aktuellen Auskunft der Stadt Leipzig ist mit einer Wiederaufnahme des Betriebs voraussichtlich nicht vor dem 6. November zu rechnen. Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung lediglich eine Schließung bis Mittwoch, 21. Oktober, mitgeteilt.
Nähere Angaben zur Ursache und zum Umfang der Havarie sowie zu möglichen Auswirkungen auf bereits vereinbarte Termine liegen bislang nicht vor. Bürgerinnen und Bürger können für die meisten Verwaltungsangelegenheiten auf andere Bürgerbüros der Stadt Leipzig ausweichen. Das betrifft beispielsweise Meldeangelegenheiten sowie die Beantragung von Personalausweisen und Reisepässen. Welche Dienststellen für die jeweilige Leistung infrage kommen, lässt sich über das städtische Internetangebot unter www.leipzig.de ermitteln.
Für einzelne Dienstleistungen stehen zudem digitale Verfahren zur Verfügung, sodass nicht in jedem Fall ein persönlicher Besuch notwendig ist. Beispielsweise können einfache und erweiterte Meldebescheinigungen über das städtische Onlineformular unter https://formulare.leipzig.de/frontend-server/form/provide/1613/ beantragt werden.
Nach Angaben der Stadt beträgt die Bearbeitungszeit bei elektronischer Zustellung etwa eine Woche, beim Postversand etwa zwei Wochen. Auch für die Abmeldung eines Wohnsitzes bei einem Umzug ins Ausland steht unter https://formulare.leipzig.de/frontend-server/form/provide/1511/?lang=de ein Onlineformular zur Verfügung.
Für Fragen zur Erreichbarkeit anderer Standorte, zur Terminvereinbarung und zu bereits gebuchten Terminen steht das Bürgertelefon unter der Rufnummer 0341 115 Montag bis Freitag von 7:30 Uhr bis 18 Uhr zur Verfügung.
GRASSI feiert Messestart
Mit einer umfangreichen Preisverleihung, einem Vorabrundgang und einer Lichtkunst-Premiere eröffnet das GRASSI Museum für Angewandte Kunst heute ab 18 Uhr die GRASSIMESSE 2026. Gleich acht Preise werden für herausragende Leistungen im zeitgenössischen Handwerk und Design vergeben. Die Auszeichnungen sind nach Angaben des Museums mit insgesamt 15.000 Euro und Sachpreisen dotiert.
Anschließend öffnet die Messe ihre Stände für einen ersten Rundgang. Rund 140 internationale Ausstellende präsentieren an etwa 80 Messeständen ihre Arbeiten. Die öffentliche Preview ist laut Veranstalter von 19 bis 21:30 Uhr vorgesehen. Von 19 bis 20 Uhr steht dann große Illumination auf dem Programm: Unter dem Titel „Licht in Bewegung: ALBERS/REDUX“ präsentiert das Leipziger Künstlerduo DOPPELDENK neue Impulse seines Lichtkunstprojekts. Dabei werden die großflächigen Fenster des Museumsgebäudes bespielt.
Besucher können die Show am besten vom Johannisplatz vor dem Haupteingang aus verfolgen. Die beiden Programmpunkte verbinden die Auszeichnung zeitgenössischer Gestaltung mit einer künstlerischen Inszenierung des Museumsgebäudes.
Die eigentliche GRASSIMESSE beginnt am Freitag, 23. Oktober, und dauert bis Sonntag, 25. Oktober. Sie bietet Arbeiten unter anderem aus den Bereichen Schmuck, Keramik, Glas, Metall, Möbel, Textilien und Mode. Der Eröffnungsabend im GRASSI Museum für Angewandte Kunst am Johannisplatz 5–11 ist kostenlos, eine Reservierung ist nicht erforderlich.
Für den regulären Messebesuch ab Freitag zahlen Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 5,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre haben freien Eintritt.

Nachts am Kreuz
Auf der Autobahn 9 im Bereich des Schkeuditzer Kreuzes beginnen heute mehrere nächtliche Verkehrsmaßnahmen wegen Fahrbahninstandsetzungen. Von 19 Uhr bis Freitag 8 Uhr ist die Auffahrt auf die A9 am Schkeuditzer Kreuz aus Richtung Wiedemar gesperrt. Für denselben Zeitraum ist auch die Abfahrt von der A14 am Schkeuditzer Kreuz aus Richtung Schkeuditz als gesperrt gemeldet. Auf der A9 zwischen Wiedemar und Großkugel beginnen ebenfalls um 19 Uhr vorbereitende Arbeiten in Fahrtrichtung Halle/Leipzig.
Ab 20 Uhr bis Freitagmorgen um 8 Uhr wird die nutzbare Breite auf einem 2,48 Kilometer langen Abschnitt zwischen 4,0 Kilometern hinter der Anschlussstelle Wiedemar und 1,2 Kilometern vor Großkugel auf 3,75 Meter begrenzt. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt dort 80 Kilometer pro Stunde. Als Ende der Gesamtmaßnahme am Schkeuditzer Kreuz ist der 30. Oktober angegeben. Die Arbeiten betreffen den wichtigstenen Autobahnknoten für den Verkehr zwischen Leipzig, Halle, dem Flughafen Leipzig/Halle und dem überregionalen Fernverkehr.
Die Autobahn GmbH des Bundes stellt aktuelle Verkehrsinformationen in ihrer offiziellen Baustellenkarte HIER ONLINE bereit.
Wehrhaft gegen Hass im Netz
Sie sind die Datenpest im Netz: Hassrede und Desinformation! Was steht ihnen gegenüber? Mit digitaler Zivilcourage beschäftigt sich heute eine Veranstaltung bei Frauenkultur Leipzig e. V. in der Windscheidstraße 51.
Bildungsreferentin und Analystin Sarah Shiferaw vom Institut für Strategischen Dialog (ISD) spricht darüber, wie sich Anfeindungen und gezielte Falschinformationen im Internet erkennen lassen und welche Möglichkeiten es gibt, ihnen entgegenzutreten. Der Vortrag mit anschließender Diskussion beginnt um 18 Uhr und geht der Frage nach, welche Auswirkungen digitale Hassrede auf den gesellschaftlichen Austausch und die demokratische Debattenkultur hat.
Dabei geht es auch um Verschwörungserzählungen, den kritischen Umgang mit Informationen aus dem Netz und die Frage, wie Betroffene geschützt werden können. Sarah Shiferaw verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Erwachsenenbildung. Sie wird unter anderem erläutern, welche Handlungsmöglichkeiten Menschen haben, wenn sie online mit Hass und Desinformation konfrontiert werden, und wie sich digitale Zivilcourage zeigen lässt, ohne die eigenen Belastungsgrenzen zu überschreiten.
In der anschließenden Diskussion sollen konkrete Ansätze zum Umgang mit Anfeindungen, zur Förderung digitaler Medienkompetenz und zur Stärkung demokratischer Werte zur Sprache kommen. Die Veranstaltung richtet damit den Blick sowohl auf gesellschaftliche Herausforderungen als auch auf praktische Möglichkeiten, im digitalen Alltag Verantwortung zu übernehmen. Zum Eintritt heißt es im offiziellen Programm wörtlich: „Nach Selbsteinschätzung“. Besucherinnen und Besucher können ihren Beitrag demnach eigenständig bemessen.
Empfohlen auf LZ
So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:













Keine Kommentare bisher