Social Media

Marcus Mötz: Von einem, der sich auszog. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Von einem, der sich auszog: Ein doppelbödiger Roman über die Verführungen des schnellen digitalen Ruhms

Marcus Mötz ist ein Hansdampf in allen Genres. Manchmal schlug er auch bei der Leipziger Internet Zeitung auf. Er arbeitet als Sprecher, Moderator und Videojournalist. Und jetzt hat er auch noch ein Buch geschrieben, eines, das die ganze Verrücktheit unseres heutigen Umgangs mit Medien, Privatleben und Partnerschaft in den Fokus nimmt. Und zwar ganz und gar nicht sprichwörtlich.

Patrick Nini: Dialog statt Spaltung! Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Dialog statt Spaltung: Patrick Nini erklärt, wie man wieder lernt, im Gespräch richtige Brücken zu bauen

Es läuft etwas falsch in unserer Welt. Das ist nicht erst seit Trump so. Und auch nicht erst seit Pegida oder AfD. Es war schon vorher da, nur haben es ziemlich wenige Leute wirklich ernst genommen. Waren ja erst einmal nur „Shitstorms“, „Filterblasen“, „Hass-Postings“ und „Fakenews“, die jeweils für sich mediale Aufregung erzeugten, wieder aus der Wahrnehmung verschwanden, bis die nächste Welle für Aufregung und Entsetzen sorgte. Irgendetwas an unseren politischen Debatten ist heillos kaputt.

Patrick Stegemann, Sören Musyal: Die rechte Mobilmachung. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Die rechte Mobilmachung: Ein faktenreicher Besuch in den dunkelsten Ecken des Internets

Selbst wenn man die mediale Berichterstattung verfolgt, bekommt man zuweilen das Gefühl, die bundesdeutsche Gesellschaft sei längst im Abrutschen in das rechtsradikale Lager begriffen, die AfD gewänne immer mehr Zuspruch und rechtsradikale Themen würden die politische Diskussion bestimmen. Der Schein mag nicht trügen. Doch was steckt dahinter? Wie konnte es rechtsradikalen Netzwerken gelingen, binnen weniger Jahre die Demokratie so massiv anzugreifen? Dazu muss man in die dunkelsten Ecken des Internets, wie die beiden Autoren dieses Buches berichten.

Facebook-Accounts von Michael Kretschmer und Martin Dulig. Screenshots: L-IZ
Politik·Sachsen

Nicht alle Mitglieder von Sachsens Staatsregierung haben einen persönlichen Social-Media-Kanal

Wir leben ja in einer sonderbaren Gesellschaft, in der ein Großteil der politischen Debatte in jenen riesigen Netzwerken stattfindet, die man so landläufig „social media“ nennt. Was nicht nur „mehr Reichweite“ für die Botschaften der Politiker bedeutet, sondern auch viele negative Blaseneffekte mit sich bringt – und jede Menge Arbeit. Aber twittern und posten die alle selbst? Und wer bezahlt das eigentlich, wollte Katja Meier wissen. Zumindest mal von den Mitgliedern der Staatsregierung.

Lauter Likes. Foto: L-IZ
Leben·Satire

Feedback für ‘ne Doppelpackung komischer Kekse

Armer Robert. Da bekommt er also in den nächsten Tagen noch einen Anruf aus Ingolstadt. Das haben am Freitag drei Herren angekündigt, die sich Basti, Oliver und David nennen. Per Päckchen, in dem zwei Kekstüten steckten. Die kennen uns da unten in Bayerns Wäldern wirklich noch nicht. Wir würden ganz bestimmt keine Spreewaldgurken ins Lederhosenparadies schicken, um eine Freundschaft anzubahnen.

Mediennutzung in Sachsen. Grafik: Dimap, CDU-Fraktion Sachsen
Politik·Kassensturz

Bei jungen Sachsen wurde der Informationskanal Fernsehen längst vom Internet als Informationsquelle abgelöst

In ihrem „SachsenBarometer“ hat die sächsische CDU-Fraktion durchaus auch ein Thema abfragen lassen, das die Frage umreißt: Wie und wo informieren sich die Bewohner des Freistaats eigentlich über Politik? Wer ist also letztlich dafür verantwortlich, wie gut oder schlecht informiert die Bürger in Sachsen sind? Die schlechte Nachricht für „Bild“ und Freunde: Boulevardpresse scheint nicht zu den gefragten Medien zu gehören.

Facebook-Auftritt der Stadt Leipzig. Screenshot: L-IZ
Bildung·Medien

Freibeuter-Anfrage zu den „social media“-Auftritten der Stadt Leipzig

Ein gewisses Unbehagen verspürte die Freibeuter-Fraktion im Leipziger Stadtrat bei der Betrachtung der „social media“-Auftritte der Leipziger Stadtverwaltung. Irgendwie sei da zwar irgendwie eine Art Dialog der Verwaltung mit den Bürgern entstanden. Aber geht da auch alles mit rechten Dingen zu? Hat die Stadt überhaupt Standards oder herrscht da Wildwuchs?

Menschen in der Petersstraße. Foto: Ralf Julke
Leben·Gesellschaft

Höchste Zeit, dem Menschsein auch im Netz wieder Respekt zu verschaffen

Für FreikäuferEs war die Büchse der Pandora, die die Schöpfer der großen Social-media-Netzwerke da öffneten, als sie ihre Seiten für die Wortmeldungen von Allen und Jedem öffneten – unkontrolliert, unmoderiert. Das Ergebnis: Eine Welt, in der scheinbar keine Regeln der Zivilisation mehr gelten. Mit dem Erfolg dieser gigantischen Publikations-Maschinen rollte eine Welle der entfesselten Vorurteile durchs Netz.

Facebook, der Gigant unter den Publishern. Foto: Ralf Julke
Bildung·Medien

Meinungsfreiheit im Zeitalter der kompletten Datenauslese

Die Stellungnahme der Sächsischen Verbraucherzentrale hat noch einmal sehr schön auf den Punkt gebracht, wie falsch mittlerweile fast alle Mediendiskussionen in Deutschland laufen. Während klassische Medienhäuser ihre ausgebildeten Redakteure zu Tausenden entlassen haben und weiter entlassen, entfalten Lobbyvereinigungen, die mit eben dieser professionellen Medienarbeit so gut wie nichts zu tun haben, einen Ringelreihen um das schöne Wort Meinungsfreiheit.

Alles fließt - und sammelt sich gern. Foto: L-IZ.de
Leben·Gesellschaft

Wie Gruppendruck Lösungen verhindert und Aggressionen verstärkt

Dass Mark Zuckerberg nicht begriffen hat, was er da mit seinem Facebook eigentlich entfesselt hat, das war ja schon mehrfach Thema an dieser Stelle. Sein Problem ist nicht die Ökonomie. Sein Problem ist die nur halb verstandene Psychologie. Denn was ihn Milliarden scheffeln lässt, ist auch der Grund dafür, dass sich der Mob austobt und unsere Gesellschaften sich immer mehr mit Aggression aufheizen. Nicht nur „Facebook“ funktioniert auf diese Weise falsch.

Ankunft von Flüchtlingen in Leipzig. Foto: René Loch
Bildung·Medien

Sachsens Staatskanzlei erarbeitet jetzt doch Handlungsempfehlungen für den Umgang mit sozialen Medien

Dass die fremdenfeindlichen Diskussionen in Sachsen derartige Wucht entfalten konnten, hat natürlich auch mit den sozialen Medien zu tun, die Diskussionen jenseits aller redaktionellen Kontrolle ermöglichen - besonders Facebook steht seit Monaten in der Kritik, weil dort Rassisten und Islamfeinde auch Dinge veröffentlichen, die längst den Strafbestand der Volksverhetzung bedienen.

Die Dezember-Ausgabe der "Leipziger Zeitung". Foto: Ralf Julke
Bildung·Medien

Die durchwachsene Vorgeschichte eines Leipziger Zeitungsprojektes – heruntergezoomt in die Leipziger Nussschale

Was auf dem globalen und dem bundesweiten Medienrummel passiert, irrlichtert natürlich bis in die kleine Ecke Westsachsens hinein, die von Zeitungsverlusten und den Folgen großer Fusionen und Aufkäufe auch nicht verschont blieb. Mit den schon beschriebenen Folgen: Wo die großen Medienhäuser die Werbeeinnahmen schwinden sehen, beginnt man von ganz allein, weniger bissig und weniger kritisch zu berichten.

Zwei Drittel der sächsischen Internetnutzer lesen online auch weiter Zeitung. Foto: Ralf Julke
Bildung·Medien

Zwei Drittel der Sachsen liest auch im Internet noch Zeitung

"Was machen die Sachsen im Internet?", fragten sich Sachsens Statistiker am Mittwoch, 9. Dezember. Das klang beinah so wie: Was machen die Sachsen eigentlich im Neuland? Dabei gehört das Internet mittlerweile zum Alltag auch der meisten Sachsen. 89 Prozent sind regelmäßig online. Das ist nicht wirklich ein schlechterer Wert als der für die Bundesrepublik von 91 Prozent.

Facebook-Seite der Stadt Leipzig: Social Media wird niemals einen gescheiten Bürgerdialog ermöglichen. Screenshot: L-IZ
Bildung·Medien

Ein PWC-Versuch, den digitalen Stand der deutschen Städte zu ergründen

Nachtigall, ick hör dir trapsen. Die Wirtschaftsberatungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PWC) hat ein neues Ranking erstellt. Oder besser: erstellen lassen. Man hat ein Marktforschungsinstitut beauftragt und die Uni Bonn den ganzen Bembel auswerten lassen. Punkte wurden vergeben. Und am Ende gab es so eine Art Prozentwertung. Leipzig taucht auch drin auf - auf Platz 6. Hinter Bonn und Düsseldorf.

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