Zwei Drittel der Sachsen liest auch im Internet noch Zeitung

"Was machen die Sachsen im Internet?", fragten sich Sachsens Statistiker am Mittwoch, 9. Dezember. Das klang beinah so wie: Was machen die Sachsen eigentlich im Neuland? Dabei gehört das Internet mittlerweile zum Alltag auch der meisten Sachsen. 89 Prozent sind regelmäßig online. Das ist nicht wirklich ein schlechterer Wert als der für die Bundesrepublik von 91 Prozent.
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Denn er hängt aufs Engste mit der starken Überalterung Sachsens zusammen. Wenn über 750.000 Einwohner des Freistaats älter als 70 Jahre sind, dann sind das fast 20 Prozent der Gesamtbevölkerung. Da sind 11 Prozent Nichtnutzer schon ein recht niedriger Wert. Ein guter Teil der älteren Senioren ist also auch längst im „Neuland“ unterwegs und nimmt die Angebote dort selbstverständlich mit – schreibt E-Mails, liest Nachrichten, kauft was im Online-Shop.

Insgesamt ergibt das für Sachsen schon eine stattliche Summe: Rund 2,7 Millionen Sachsen ab einem Alter von 10 Jahren nutzten im 1. Quartal 2014 das Internet. Am häufigsten wurde das Internet von den sächsischen Privatanwendern zum Senden und Empfangen von E-Mails (89 Prozent) sowie zur  Informationssuche nach Waren und Dienstleistungen (87 Prozent) genutzt, stellen die sächsischen Statistiker fest.

Grundlage für die Zahlen ist die jährliche Haushaltebefragung zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) 2014. Deswegen unterscheiden sich die Zahlen doch an einigen Stellen deutlich etwa von der ARD-ZDF-Onlinestudie, die dafür in vielen Belangen detaillierter ist, auch weil sie die neuen Trends (etwa in der mobilen Nutzung) stärker aufnimmt, auch vor dem Hintergrund, dass die Öffentlich-Rechtlichen gern alle Vertriebskanäle des Internets besetzen wollen – und so nebenbei auch gern die jungen Nutzer bei sich hätten.

Deswegen verwundert es nur beim ersten Blick, dass die sächsischen Statistiker keine Details über die Nutzung von Audio- oder Videoangeboten haben: Die IKT-Erhebung mit ihrem gefühlt 20 Jahre alten Befragungsschema hat das einfach noch nicht auf dem Radar.

Dafür wird deutlich: Die klassischen Anwendungen gehören bei jungen wie alten Internetnutzern längst zu den gewohnten Nutzungen.

„Beliebt war ebenfalls das Lesen von Online-Nachrichten, -Zeitungen oder -Zeitschriften (63  Prozent)“, lesen die Statistiker zum Beispiel aus den Zahlen. „Hier lag Sachsen jedoch mit 5 Prozentpunkten am weitesten unter dem Bundesdurchschnitt.“

Das kann natürlich auch mit den Leuten zu tun haben, die da auf der Straße herumlaufen und aller Welt verkünden, sie würden keine Zeitungen mehr lesen. Muss es aber nicht.

Aber wo informieren die sich dann? Vieles deutet darauf hin, dass auch diese mittelalten Zeitungsverächter ihre Informationsblasen haben, wo sie nur noch die Nachrichten konsumieren, die in ihre Filterblase passen. Auch das fehlt in der IKT-Befragung komplett. Denn immer größere Teile der Information erhalten auch die Sachsen über die diversen „Social Media“-Portale, wo sie unterwegs sind – natürlich oft in der felsenfesten Überzeugung, sie hätten es da mit verlässlichen Nachrichten zu tun.

Manchmal hat man ja schon das Gefühl, die ganze Nachrichtenwelt wandert komplett in „Social Media“ ab.

Aber dem ist nicht wirklich so, auch wenn es Werbeagenturen ihren Kunden immer wieder erzählen und ihnen Millionen und Milliarden Nutzer versprechen, wenn sie auf Facebook und Google & Co. werben.

Das kann man dann zumindest aus der ARD-ZDF-Onlinestudie entnehmen. Tatsächlich erreichen diese Dienste nicht einmal die Hälfte der Nutzer. Facebook ist derzeit noch der Tummelplatz der 14- bis 29-Jährigen, wo es mit 62 Prozent (mindestens einmal pro Woche und mehr) seine größte Nutzergruppe hat. Tendenz eher abnehmend, denn die ganz Jungen sind eher bei einem Instant-Messaging-Dienst wie WhatsApp unterwegs. Der gehört zwar auch Facebook, aber er scheint den Bedürfnissen der mobilen Generation gerecht zu werden.

Facebook selbst erreicht über alle Altersgruppen betrachtet nur 34 Prozent der Onliner mindestens ein Mal wöchentlich, wenn man die seltenen Begegnungen mit dazu nimmt, sind es 42 Prozent. Das heißt: Dieser Online-Dienst wirkt nur so groß, weil er für einen Teil der Nutzer die Einstiegsseite in die Online-Informationen ist, eine Domäne, die sich Facebook nur mit wenigen anderen Portalen teilen muss, während Zeitungen – auch große Online-Magazine wie „SPON“ – sich die Domäne „Zeitung“ immer mit hunderten anderen journalistischen Angeboten teilen (müssen). Das „müssen“ kommt deshalb in Klammern, weil das tatsächlich eine Qualität des deutschen Zeitungsmarktes ausmacht, dass es heute (noch) hunderte unterschiedliche journalistische Angebote von Zeitungen und Magazinen nebeneinander gibt, eine Vielfalt, die augenscheinlich etliche Internet-Nutzer auch noch zu schätzen wissen.

Nur die Online-Werbevermarkter schauen auf diese Vielfalt mittlerweile mit einer Verachtung herab, die für den deutschen Medienmarkt nichts Gutes erwarten lassen. Denn selbst große Portale wie „Spiegel Online“ leiden unter der Umschichtung der Online-Werbebudgets in die (scheinbar) reichweitenstarken „Social Medias“. Mittlerweile landen über 90 Prozent der Online-Werbeumsätze aus Deutschland in den „Social Medias“.

Hier gehören eigentlich auch noch Google+ und Instagram hin. Aber sie erreichen nur 11 und 9 Prozent der Nutzer.

In der Summe heißt es aber trotzdem: Die Nutzung von Zeitungsangeboten im Internet wächst. Das Bedürfnis an belastbaren Informationen ist also da. Die Frage ist nur: Was macht man draus?

Natürlich besteht das Neuland nicht nur aus Nachrichten: „Sechs von zehn Anwendern nutzten Reisedienstleistungen im Internet (59 Prozent), wie zur Buchung von Fahrkarten und Unterkünften oder auch zur Routenplanung. Der Anteil der Nutzer von Internet- bzw. Online-Banking betrug 52 Prozent. Jeder zweite Anwender lud aus dem Internet Spiele, Bilder, Filme oder Musik herunter bzw. spielte online. In sozialen Netzwerken im Internet waren vier von zehn Anwendern (43 Prozent) aktiv (z.B. Erstellen von Nutzerprofilen, Einstellen von Mitteilungen/Beiträgen o. a.). Jeweils reichlich ein Viertel der Anwender telefonierte über das Internet (auch Videotelefonate mit Webcam) bzw. hörte Radio.

Drei Viertel der sächsischen Internetanwender ab 10 Jahren, die das Internet im 1.Quartal 2014  nutzten, kauften bzw. bestellten in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung Waren oder Dienstleistungen im Netz. Besonders beliebt waren beim  Onlineshopping nach wie vor Kleidung und Sportartikel (66 Prozent). Stark nachgefragt wurden in diesem Zeitraum auch Gebrauchsgüter, wie z. B. Möbel, Spielzeug oder Geschirr (51 Prozent). An dritter Stelle folgten mit 50 Prozent Bücher (auch  elektronische), Zeitungen, Zeitschriften sowie E-Learning-Material.“

Die ARD-ZDF-Onlinestudie kommt 2015 bei der Onlinenutzung zwar nur auf 79,5 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. Aber dafür ist sie genauer in der Auswertung der Altersgruppen. Und da stehen natürlich 94 Prozent bei den 14- bis 29-Jährigen den knapp 30 Prozent bei den über 60-Jährigen gegenüber. Und während die 14- bis 29-Jährigen 98 Minuten am Tag mit den diversen Kommunikationsangeboten im Netz beschäftigt sind, kommen die über 60-Jährigen hier nur auf 8 Minuten am Tag.

Aber auch die ARD-ZDF-Onlinestudie bestätigt, dass zwei Drittel der Nutzer ihren Medienkonsum im Internet abdecken. Auch bei den scheinbar so quirligen 14- bis 29-Jährigen lesen 68 Prozent mindestens einmal wöchentlich Artikel und Berichte im Internet, bei den 30- bis 59-Jährigen sind es 61 Prozent. Dazu kommt dann noch die Nutzung von Nachrichtendiensten (63 und 54 Prozent), Informationssuche (83 und 78 Prozent) oder das Anschauen von Videos (86 und 47 Prozent).

Was dann den Fernsehsendern – je nach Sichtweise – das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt oder das große Grübeln bereitet, denn die Angebote der Fernsehsender im Netz werden auch von jungen Nutzern nur im einstelligen Prozentbereich in Anspruch genommen. Angebote wie YouTube, MyVideo, Clipfish oder Facebook fischen auch den Fernsehsendern das Internetpublikum ab. Was nicht unbedingt daran liegt, dass sie besser sind. Nur scheinen die Öffentlich-Rechtlichen auch im Internet nicht wirklich das zu liefern, was das jüngere Publikum dort sucht.

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