Südvorstadt

·Politik·Brennpunkt

Der Stadtrat tagte: Warum gibt es nach drei Jahren immer noch kein Konzept zum Fockeberg?

Das Stöhnen kam irgendwie von Herzen: „Sie geben uns einfach zu viele Aufträge“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung am 22. Mai in der Ratsversammlung, als SPD-Fraktionsvorsitzender Christopher Zenker den Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal ein bisschen gelöchert hatte, warum ein Stadtratsauftrag von 2021 immernoch nicht abgearbeitet ist. Obwohl die Stadt schon längst ein Konzept zum Fockeberg vorlegen wollte. […]

Angeklagter und Anwalt in Robe sitzen im Gerichtssaal.
·Leben·Fälle & Unfälle

Lebenslange Haft für tödlichen Messerstich in der Südvorstadt: „Vorsätzlich und aus niedrigen Beweggründen“

Er sprach bis zuletzt von Notwehr, doch die Strafkammer am Landgericht sah genug Belege für einen Vorsatz: Sie verurteilte den 60-jährigen Michael O. am Donnerstag zu lebenslanger Haft wegen Mordes. Er habe gezielt agiert, um einen Rivalen zu beseitigen, als er am 8. September 2023 den 54-jährigen Martin S. im Hinterhof eines Hauses in der […]

Angeklagter mit Verteidiger.
·Leben·Fälle & Unfälle

Messerstich in der Südvorstadt: Notwehr, Totschlag – oder am Ende ein Mord?

Vor sieben Monaten starb ein 54 Jahre alter Mann durch einen Messerstich im Hinterhof eines Hauses in der Richard-Lehmann-Straße. Als mutmaßlicher Täter muss sich sein Rivale Michael O. (60) verantworten, der das Geschehene als Notwehrsituation darstellt. Bisher angeklagt ist er wegen Totschlags – doch das Schwurgericht deutete an, sogar eine Verurteilung wegen Mordes in Erwägung […]

Mann werden Handfesseln durch Justizmitarbeiter abgenommen.
·Leben·Fälle & Unfälle

Prozess um Messerstich in der Südvorstadt: SEK-Einsatz und toxische Abhängigkeit

Einen tödlichen Messerstich in der Richard-Lehmann-Straße vom September versucht derzeit das Leipziger Landgericht aufzuklären. Während der Angeklagte (60) von einer Notwehrsituation spricht, ließen Zeuginnen aus dem Umfeld des Getöteten und dessen inzwischen ebenfalls verstorbener Freundin kein gutes Haar am Angeklagten: Er soll die Partnerin des Opfers von sich abhängig gemacht und überdies schon vor Jahren […]

Angeklagter mit verpixeltem Gesicht und daneben sein Anwalt in schwarzer Robe.
·Leben·Fälle & Unfälle

Prozess um tödlichen Messerangriff: Was geschah in der Richard-Lehmann-Straße?

Die Anklage geht von Totschlag aus, die Verteidigung will Freispruch wegen Notwehr: Nach der tödlichen Messerattacke auf einen 54-Jährigen am 8. September in der Richard-Lehmann-Straße wurde der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter vor dem Landgericht am Dienstag fortgesetzt. Der umfassenden Einlassung des Angeklagten (60) nachfolgend, schilderten nun mehrere Nachbarn und Anwohner ihre Wahrnehmungen. „Plötzlich haben […]

Eine Reihe Polizist*innen hat eine große Gruppe Menschen eingeschlossen.
·Politik·Sachsen

200 Fragen zum Kessel am „Tag X“ in Leipzig: Neue Widersprüche in einem völlig überzogenen Polizeieinsatz

Am 3. Juni, dem sogenannten „Tag X“, lief so einiges schief, als die Polizei den Demonstrationszug nicht nur an der Karl-Liebknecht-Straße zum Halten brachte, sondern wenig später über 1.300 Demonstrationsteilnehmer/-innen einkesselte. Vieles, wovon bislang nur vermutet wurde, dass es in dieser Einsatzleitung schieflief, bestätigt nun die Antwort des Innenministeriums auf eine Große Anfrage der Linksfraktion […]

Angeklagter und Anwalt.
·Leben·Fälle & Unfälle

Totschlags-Prozess nach Messerangriff in der Richard-Lehmann-Straße: Angeklagter pocht auf Notwehr

Der Stich traf das Opfer mitten ins Herz: Nach einem tödlichen Messerangriff in der Richard-Lehmann-Straße im September 2023 begann am Freitag vor dem Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Michael O. räumte den äußeren Tatablauf ein, bestand aber darauf, in Notwehr gehandelt zu haben. Bei der Schilderung seiner Sicht und seiner Lebensgeschichte wurde er […]

Wohnblock in der Kochstraße, gepakte Autos.
·Politik·Brennpunkt

Der Stadtrat tagte: Noch keine Lösung für LWB-Wohnblöcke in der Südvorstadt + Video

Natürlich zerrt das an den Nerven. Kann die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) nun wenigstens zwei Wohnblöcke in der Südvorstadt so sanieren, dass die Mieten hinterher auch noch für Normalverdiener bezahlbar sind? Oder kann sie es nicht? Die Pläne für die Sanierungen der drei Wohnblöcke in der Kochstraße und in der August-Bebel-Straße liegen schon länger […]

Thomas Dienberg und mehrere Personen mit Bannern.
·Politik·Brennpunkt

LWB-Blöcke in der Südvorstadt: Linke, SBB und Netzwerk fordern Umsetzung des Stadtratsbeschlusses

Der Stadtrat hat am 18. Oktober dem Antrag des Stadtbezirksbeirats Süd „Südvorstadt für alle – Konzepte für preiswertes und klimaangepasstes Wohnen sowie zum Erhalt diverser Sozialstruktur in der Südvorstadt“ seine Zustimmung gegeben, ergänzt um konkrete Arbeitsaufträge, Fristen und den Auftrag, externe Förderkulissen heranzuziehen. Die Frist zur Vorlage des Umsetzungskonzeptes, der 31. Dezember, ist längst verstrichen. […]

Grünes Radsymbol auf Asphalt.
·Wirtschaft·Mobilität

ADFC-Nikolausaktion auf der Kurt-Eisner-Straße: „Danke, dass du Rad fährst“

Traditionell verteilt der Fahrradclub ADFC Leipzig e.V. am Nikolaustag ein Dankeschön an all die Menschen, die sich trotz Kälte, Dunkelheit, Schnee und Regen fürs Rad entscheiden. „Danke, dass du Rad fährst“, sagt der Radfahrer-Verein damit, weil es keine Selbstverständlichkeit ist. Dieses Jahr will der ADFC im Besonderen auf die Problematik der zu schmalen oder fehlenden […]

Gebäude der Stadtteilbibliothek, Personen zum Teil auf Fahrrad.
·Politik·Brennpunkt

Generalkur in der Steinstraße: Stadtteilbibliothek in der Südvorstadt soll saniert werden

Die Stadt Leipzig beabsichtigt die Modernisierung der Stadtteilbibliothek „Walter Hofmann“ in der Südvorstadt. Das geht aus der Dienstberatung des Oberbürgermeisters in dieser Woche hervor. 1930 als II. Städtische Bücherhalle im Stil der Neuen Sachlichkeit in der Steinstraße 42 errichtet, gehört sie zu den Kulturdenkmalen der Stadt. Das Gebäude muss brandschutztechnisch und denkmalpflegerisch saniert werden, um […]

Thomas Dienberg und mehrere Personen mit Bannern.
·Politik·Leipzig·Politik·Brennpunkt

Der Stadtrat tagte: Kann die LWB die drei Wohnblöcke in der Südvorstadt sozialverträglich sanieren? + Video

Mit großen Hoffnungen schaute am 18. Oktober die Initiative „Südvorstadt für alle“ auf den ersten richtigen Beschlusspunkt in der Ratsversammlung. Zuvor schon hatte die Initiative eine Petition mit über 3.500 Unterschriften an den OBM überreicht. Die lief praktisch parallel mit einem Antrag des Stadtbezirksbeirates Süd, die LWB dahingehend aufzufordern, drei Wohnblöcke in der Südvorstadt nicht […]

Thomas Dienberg und mehrere Personen mit Bannern.
·Der Tag

Mittwoch, der 18. Oktober 2023: Stadtrat, Petition für Wohnen in der Südvorstadt, Angriff auf jüdische Gemeinde und sexueller Übergriff in Tattoo-Studio

Heute kam der Stadtrat für seine monatliche Sitzung zusammen. Im Vorfeld wurde dem Baubürgermeister eine Petition unter dem Titel „Südvorstadt für alle“ überreicht. Außerdem: In Berlin wurde eine jüdische Gemeinde angegriffen und in Dresden ereignete sich ein sexueller Übergriff in einem Tattoo-Studio. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 18. Oktober 2023, in Leipzig, […]

Häuser, parkende PKW.
·Politik·Engagement

Südvorstadt für alle: OBM Burkhard Jung bekommt heute die Petition überreicht

Klimaschutz und bezahlbares Wohnen gehören zusammen. Das ist eines der Themen in einer Petition mit dem Titel „Südvorstadt für alle“, die am heutigen Mittwoch, 18. Oktober, um 13 Uhr im Neuen Rathaus übergeben wird. 3.550 Leipziger/-innen unterstützen die Petition „Südvorstadt für alle“ und somit den gleichnamigen Stadtratsantrag für bezahlbaren und ökologisch sanierten Wohnraum im Leipziger […]

·Leben·Gesellschaft

Was gerade geschieht: Blockade der Letzten Generation im morgendlichen Verkehr im Süden von Leipzig + Video

Sie lassen nicht locker: Mitglieder der 2021 entstandenen Klimaschutzgruppierung „Letzte Generation“ besetzen seit dem frühen Dienstagmorgen den Kreuzungsbereich Karl-Liebknecht-, Ecke Kurt-Eisner-Straße. Erst gestern hatte eine Blockade mit teilweisem Festkleben im Bereich Augustusplatz für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Die LZ ist für Sie und Euch vor Ort und begleitet das Geschehen. 09:43 Uhr: Verkehr wieder freigegeben Wie eine […]

Thomas Kumbernuß am Rednerpult.
·Politik·Brennpunkt

Der Stadtrat tagte: Kleiner Erfolg für Thomas Kumbernuß, nur der Umsetzungstermin fehlt + Video

Es ist auf der Karl-Liebknecht-Straße genauso zu beobachten wie auf der Arthur-Hoffmann-Straße: Der Radverkehr hat deutlich zugenommen. Auf der KarLi wird es eng auf den Radfahrstreifen. Auf der Arthur-Hoffmann-Straße gibt es gar keine. Aber dort fährt Thomas Kumbernuß, Stadtrat für Die PARTEI, am liebsten mit dem Rad Richtung Innenstadt. Und mit einem Stadtratsantrag hat er […]

Für Radfahrer ist es ziemlich eng auf der Arthur-Hoffmann-Straße
·Politik·Brennpunkt

VTA sagt Prüfung zu: Vielleicht doch ein Radweg stadteinwärts in der Bernhard-Göring-Straße

War es nur eine Schnapsidee oder hatte Stadtrat Thomas Kumbernuß (Die PARTEI) einfach recht, als er beantragte, die Stadt möge prüfen, ob auf der Bernhard-Göring-Straße stadteinwärts ein Radweg angelegt werden könnte? Das Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA) jedenfalls ist nicht abgeneigt, die Sache zu prüfen. Denn dass die Bedingungen für Radfahrer hier inakzeptabel sind, das weiß […]

Volkshaus an der Karl-Liebknecht-Straße, davor Autos und Personen.
·Politik·Brennpunkt

Quartier am Volkshaus: Öffentliche Beteiligung kann starten

Nach dem städtebaulichen Wettbewerb für das „Quartier am Volkshaus“ im Zentrum-Süd soll nun die öffentliche Beteiligung zu den Plänen beginnen, teilt die Leipziger Stadtverwaltung mit. Die Immobilienverwaltungsgesellschaft IVG der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mbH möchte das Areal an der Karl-Liebknecht-Straße zu einem der modernen Arbeits- und Lebenswelt angepassten Quartier entwickeln. Das Berliner Büro Meyer-Grohbrügge hat den […]

Personen mit Späten auf Baugrund.
·Wirtschaft·Firmenwelt

74 Sozialwohnungen: In der Alfred-Kästner-Straße wird ein Siebengeschosser in Holzbauweise errichtet + Video

Natürlich geht es, wenn alle wollen – nachhaltig bauen und trotzdem die Mieter nicht aus dem Auge verlieren. So wie an der Ecke Bernhard-Göring- /Alfred-Kästner Straße, schräg gegenüber vom Amtsgericht. Dort soll, wie der Bauherr selber wirbt, ein „7-geschossiger Neubau von Sozialwohnungen mit hohem ökologischen Anspruch“ entstehen. Am Dienstag, dem 16. Mai, war Spatenstich. Da […]

Der Südplatz.
·Politik·Leipzig

Soziale Erhaltungssatzung: Stadt plant für Schönefeld-Abtnaundorf und Südvorstadt jetzt die Untersuchung

Die Mieten steigen. Viele Normalverdiener können sich die Mieten in einzelnen Leipziger Ortsteilen nicht mehr leisten. Dazu gehören auch attraktive Wohnlagen wie Teile von Schönefeld-Abtnaundorf und die Südvorstadt. Hier kommt laut einer Voruntersuchung durch die Stadt eine Soziale Erhaltungssatzung in Betracht. Diese Stadträume verzeichnen ein erhöhtes Aufwertungspotenzial beim Wohnungsbestand und es besteht die Gefahr, dass […]

Bauplatz für die neue Kita.
·Leben·Familie & Kinder

Ab 10. März: Ausstellung zeigt Entwürfe für die neue Kita in der Hohen Straße

Auf einem Grundstück in der Hohen Straße im Zentrum-Süd soll ab Mitte des Jahres 2025 unter anderem eine neue Kindertagesstätte mit 120 Plätzen entstehen. Für dieses Neubauvorhaben hat die LESG Gesellschaft der Stadt Leipzig zur Erschließung und Sanierung von Baugebieten mbH im Auftrag der Stadt jetzt einen Architekturwettbewerb mit zehn Planungsbüros ausgelobt. Alle Arbeiten aus […]

Blick in die Schlegelstraße.
·Politik·Brennpunkt

VTA antwortet auf eine Einwohneranfrage aus der Schlegelstraße: Demnächst wird es hier richtige Parkstreifen geben

Der auch in der Leipziger Ratsversammlung geäußerte Ärger der Ratsfraktionen über die geduldeten Parkverstöße und die Arbeit des Ordnungsamtes hat Wirkung gezeigt. Spätestens, als die unausgesprochenen Duldungen in fast alle Teilen des Stadtgebietes Thema wurden. Das scheint verwaltungsintern einige Folgen gehabt zu haben. Denn wenn das Ordnungsamt tatsächlich beginnt, Falschparken zu sanktionieren, ändert sich erstaunlich […]

Ein zugeparkter Mittelstreifen.
·Politik·Brennpunkt

Die historischen Mittelstreifen in der Südvorstadt: Wie aus Grünanlagen einfach mal undefinierte Trennstreifen wurden

Nicht nur in der Karl-Heine-Straße stellt sich für Autobesitzer die Frage: Wohin mit der Karre, wenn kein regulärer Parkplatz existiert? Oft entsteht das Problem nur, weil sich Leipzigs Straßenverkehrsbehörde nicht wirklich Gedanken gemacht hat, wie eigentlich eine reguläre Parkanordnung vor Ort aussehen sollte. Auch nicht auf den mit Platanen bewachsenen Mittelstreifen in der Kurt-Eisner-Straße. Und […]

Polizei und Protest gegen die geplante Abschiebung in der Alfred-Kästner-Straße. Foto: Sabine Eicker
·Der Tag

Dienstag, der 13. September 2022: Protest gegen Abschiebeversuch, Flüchtlingsgipfel gefordert und lebenslang für Tankstellen-Mord

In der Leipziger Südvorstadt führte ein Abschiebeversuch durch die Polizei seit dem Mittag spontan zu heftigem Gegenprotest. Der Deutsche Städtetag befürchtet in der kommenden Wintersaison einen Engpass bei der Unterbringung Geflohener und fordert vom Bund einen „Flüchtlingsgipfel.“ Und: Rund ein Jahr nach der kaltblütigen Erschießung eines jungen Tankstellen-Kassierers wegen eines Streits um die Maske wurde […]

·Leben·Fälle & Unfälle

Was gerade geschieht – Südvorstadt: Abschiebung wird zur Lebensrettung + Videos

Es sollte eine Abschiebung werden, doch der „Einsatzgrund ändert sich manchmal“, wie Polizeisprecher Chris Graupner gegenüber LZ betont. Seit dem Eintreffen der Polizeikräfte droht der betroffene Mann aus dem Fenster zu springen. Seither entwickelt sich rings um die Alfred-Kästner-Straße 44 zur Stunde die Situation dynamisch. Was beim Eintreffen der LZ-Reporterin sofort stutzig machte, war die […]

Areal Bayerischer Bahnhof mit Distillery. Foto: BUWOG
·Politik·Brennpunkt

Einigung zwischen BUWOG, Stadt Leipzig und Distillery: Distillery darf ein Jahr länger im Gelände bleiben

Gute Nachrichten gab es jetzt für den ältesten Technoclub Ostdeutschlands. Er kann auch über den 31. März 2022 hinaus am aktuellen Standort an der Kurt-Eisner-Straße bleiben. Nach Gesprächen zwischen Stadt Leipzig, BUWOG und Steffen Kache, Betreiber der Distillery, konnte eine letztmalige Verlängerung des Mietvertrags bis zum 31. Januar 2023 erreicht werden. Die Zusage des Amts […]

Ekkehart J. neben seinem Verteidiger Dr. Malte Heise. Foto: Lucas Böhme
·Leben·Fälle & Unfälle

Geständnis nach tödlichem Gewaltverbrechen in der Südvorstadt: „Ich dachte, niemand würde mir so eine Tat zutrauen“

Fast ein Jahr nach dem tödlichen Gewaltverbrechen gegen eine ältere Frau in der Hardenbergstraße legte der Angeklagte (31) am Donnerstag vor dem Landgericht sein angekündigtes Geständnis ab. Einiges stellte er jedoch anders dar, als die Staatsanwaltschaft ihm vorwirft – und offenbarte ein schier unglaubliches Lügengerüst, das sein ganzes Leben jahrelang umgab. Musste Sylvia G. sterben, damit er nicht auffliegt?

Blick auf das Baugebiet an der Kurt-Eisner-Straße. Foto: Matthias Weidemann
·Politik·Brennpunkt

Dringend benötigte Grundschule: Linksfraktion beantragt die rechtliche Sicherung der Grundstücke für den Schulneubau an der Kurt-Eisner-Straße

Am 23. Juni scheiterte die Vorlage der Verwaltung zur Vereinbarung mit der Rubin 72 GmbH, an der Kurt-Eisner-Straße eine Grundschule gebaut zu bekommen, knapp im Stadtrat. Wobei der Schulbau selbst nicht das Problem war, sondern der Versuch des privaten Partners, das Grundstück nur über gleichwertige Tauschgrundstücke an die Stadt zu übertragen und nicht verkaufen zu wollen. Dabei wird die Schule hier dringend gebraucht. Die Linke bringt einen neuen Antrag ins Verfahren.

In dieser Shisha-Bar lieferten sich am 28. Mai 2021 rund 40 Personen während einer Kontrolle eine Prügelei mit der Polizei. Foto: LZ
·Leben·Fälle & Unfälle

Ein Schuss in der Nacht: Corona-Kontrolle in der Südvorstadt eskaliert

Am Freitag lieferten sich rund 40 Personen in der Südvorstadt eine Schlägerei mit Polizisten und Mitarbeitern der Stadt. Dem Ordnungsamt lagen am Abend Hinweise auf Verstöße gegen die Corona-Regeln in einer Shisha-Bar an der Ecke Karl-Liebknecht-Straße/Steinstraße vor. Während der Aufnahme von Personalien kam es zu Handgreiflichkeiten. Ein Warnschuss fiel. Drei Polizeibeamte waren nach dem Einsatz nicht mehr dienstfähig.

„Korb-Werner“ verlässt die Karl-Liebknecht-Meile. Foto: Alexander Laboda
·Wirtschaft·Firmenwelt

Nach 95 Jahren: Korb-Werner verlässt die Karli

Seit drei Generationen verkauft die Familie Werner Korbwaren auf der Karl-Liebknecht-Straße in der Südvorstadt. Doch damit ist bald Schluss: „Mit zwei weinenden Augen nehmen wir Abschied. Leicht ist uns dieser Schritt nicht gefallen“, schreiben Manuela und Frank Werner auf einem Aushang an ihrer Ladentür.

Sitzwannen am Fuß des Fockebergs. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Fockeberg in Gefahr: Stadt soll Nutzungskonzept für Leipzigs beliebtesten Aussichtshügel entwickeln

Er ist einer der beliebtesten Aussichtspunkte von Leipzig. Im Mai kürte ihn die LTM zur Nr. 9 unter den besten Aussichtspunkten für Fotografen – noch vor dem Turm im Rosental und dem Völkerschlachtdenkmal. Der Fockeberg liegt nun einmal viel näher dran an den Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum. Aber er hat ein Problem: Er wird stark übernutzt und von der Stadt eher stiefmütterlich gepflegt. Jedenfalls sieht es die SPD-Fraktion im Stadtrat so.

Die Paul-Fröhlich-Gedächtnisbank am Aufgang zum Fockeberg. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Stadt hat keine neuen Pläne für den Fockeberg und für die Holzplastiken fehlen einfach die Spender

Wahrscheinlich geht es nicht nur SPD-Stadträten so, dass sie beim Besuch des Fockeberges in der Leipziger Südvorstadt so ein wenig das Gefühl haben, dass der begrünte Berg irgendwie heruntergewirtschaftet wirkt. Er wird ja auch viel genutzt. Und manche Zeitgenossen trampeln nicht nur durchs Dickicht oder rutschen die steilen Hänge herunter, sie vermüllen auch noch den Ort, an dem sie gerade ihr Picknick hatten. Wird die Stadt also an der Gestaltung des Fockeberges etwas ändern?

Blick nach Rückmarsdorf. Foto: Marko Hofmann
·Politik·Leipzig

Ein OBM-Wahl-Vergleich zwischen einer „CDU-Hochburg“ und dem „gefährlichen“ Connewitz + Ortsteilliste

Wenn man die Oberbürgermeister-Wahlrunde vom 2. Februar auf Ortsteilebene betrachtet, wird sichtbar, wie sehr die Stadtkarte mit dem scheinbar überwältigenden Ergebnis für den CDU-Kandidaten Sebastian Gemkow im kompletten Randgürtel tatsächlich täuscht. Denn gewonnen hat er vor allem in Ortsteilen mit geringer Bevölkerungsdichte und entsprechend geringeren Wählerzahlen. Zum Beispiel in Burghausen-Rückmarsdorf, wo er fast spektakuläre 50,9 Prozent erzielte.

Kochstraße / Ecke Arndtstraße. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Leipzigs Verwaltung will Ernst Moritz Arndt nicht in die Wüste schicken

Erst war es eine Petition, mit der Alexander John dafür warb, die Arndtstraße in der Leipziger Südvorstadt umzubenennen. Dann wurde daraus ein Stadtratsantrag der Linksfraktion, der sich Thomas Kumbernuß (Die PARTEI) nach der Wahl angeschlossen hat und die eine Benennung nach der streitbaren Publizistin Hannah Arendt wünschte. Jetzt hat die Verwaltung dazu Stellung genommen, möchte sich von Ernst Moritz Arndt aber nicht trennen.

Graffiti in Connewitz. Foto: Ralf Julke
·Politik·Engagement

Im Leipziger Süden gründet sich die Initiative „Vernetzung Süd“ + Video

Am Freitag, 5. April, veröffentlicht die wohnungs- und stadtentwicklungspolitische Initiative „Vernetzung Süd“, zusammen mit weiteren 38 Erstunterzeichner/-innen aus Connewitz und Südvorstadt, einen wohnungspolitischen Aufruf. Im Aufruf werden die Entwicklungen der Süd-Stadtteile in den vergangenen Jahren kritisch nachvollzogen. Denn die Ortsteile sind seit Jahren beliebt, Leerstand gibt es kaum. Aber was neu gebaut oder modernisiert wird, können sich viele der hier Wohnenden schlicht nicht leisten.

Heinz Peter Brogiato: Südvorstadt. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Mit Heinz Peter Brogiato durch mehr als die Südvorstadt

Wenn Städte etwas größer werden, schafft man sie wirklich nicht mehr an einem Tag zu durcheilen. Das ist bei Berlin so, für das der Lehmstedt Verlag schon einige einzelne Stadtteilführer aufgelegt hat. Das ist aber selbst in Leipzig so. Man ist in völlig verschiedenen Welten unterwegs, wenn man durch Plagwitz flaniert, durch Gohlis spaziert oder im Zickzack durch die Südvorstadt eilt. So wie Heinz Peter Brogiato in diesem Stadtteilführer.

Sanierung in der Brandvorwerkstraße. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Linke-Stadträtin kritisiert den Verlust preiswerten Wohnraums in der Leipziger Südvorstadt

Eigentlich war zu erwarten, dass es nicht so einfach geht, dass die Anforderungen an den heutigen Wohnungsbau mittlerweile so hoch sind, dass auch die stadteigene Wohnungsgesellschaft LWB keine Wohnungen mehr unter 10 Euro Mietpreis je Quadratmeter bauen oder sanieren kann. Auch die heiß umkämpften Wohnungen in der Hardenbergstraße werden nicht preiswerter, teilt die LWB jetzt mit.

Als könnten allesamt ein paar Wochen Urlaub, eine Kur, eine warme Hand gebrauchen, die ihnen mal über die Wange streicht .... Foto: L-IZ.de
·Leben·Fälle & Unfälle

Randale in der Südvorstadt: Öffentlichkeitsfahndung liefert neue Hinweise

Die Öffentlichkeitsfahndung nach mutmaßlichen Beteiligten der Südvorstadt-Randale am 12. Dezember 2015 hat trotz einer nur einstelligen Zahl an Hinweisen zu zwei neuen Ermittlungsverfahren geführt. Laut Staatsanwaltschaft wurden von 145 namentlich bekannten Tatverdächtigen bislang sieben Personen rechtskräftig zu Geldstrafen verurteilt. Nun droht erstmals einem Beschuldigten eine Freiheitsstrafe. Er soll einen besonders schweren Landfriedensbruch begangen haben.

Beliebteste Liegewiese in der Südvorstadt: der Alexis-Schumann-Platz. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Jugendparlamentarier erneuern den Antrag, am Alexis-Schumann-Platz Papierkörbe aufzustellen

Jüngst wurde ja das Leipziger Jugendparlament neu gewählt. Die jungen Leute haben sich so langsam eingefuchst. Jetzt beginnen sie auch, sich im Stadtrat mit neuen Anträgen bemerkbar zu machen. Und die zeichnen sich natürlich wieder dadurch aus, dass sie sinnvolle Lösungen für ganz normale Alltagsprobleme vorschlagen, über die man nun einmal stolpert als junger Mensch in Leipzig. Über Müll zum Beispiel.

Tränengasschwaden, Randale, brennende Barrikaden und Steinwürfe am 12. Dezember 2015 in der Südvorstadt. Foto: L-IZ.de
·Leben·Fälle & Unfälle

Der 12. Dezember 2015 in der Südvorstadt: Öffentlichkeitsfahndung der Polizei

Nachdem man eine ganze Weile nichts mehr von den Ermittlern rings um die Krawalle vom 12. Dezember 2015 in der Leipzig Südvorstadt (wie auch um den 11. Januar 2016) hörte, folgte nun am heutigen Tag ein weiterer Schritt. Einer, der vielleicht auch zur weiteren Klärung beitragen könnte, woher eigentlich die Steinewerfer vom 12. 12. 2015 vor allem rings um den Südplatz kamen. Bei allem Chaos filmte die Polizei, sichtete Material und hat nun sieben Verdächtige im Visier. Dabei trifft die Öffentlichkeitsfahnung der Leipziger Kriminalpolizei die, welche sich nicht vermummten.

Bevölkerungsentwicklung in der Leipziger Südvorstadt. Grafik: Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
·Leben·Familie & Kinder

Wie eine brave Elternschlange zum Anlass für eine deutschlandweite Chaos-Meldung wurde

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 43Manchmal fasst man sich nur noch an den Kopf: Sind die Kollegen jetzt völlig durchgedreht? Läuft bei denen ein Panikclown durch die Redaktion und ruft ständig „Schrecklich! Schrecklich! Schrecklich!“ Am Samstag, 13. Mai, war wieder so ein Moment. Da meldete erst die „Bild“ und dann der ganze Fischschwarm überdrehter Medien: „Ansturm auf Kita in Leipzig. Polizei-Einsatz wegen Elternschlange“. So „Spiegel Online“ in rasender Hast im Windschatten des Boulevards.

Alexander Kurth (Die Rechte) bei LEGIDA. Foto: Alexander Böhm
·Leben·Gesellschaft

Nazipartei „Die Rechte“ plant Aufmarsch in Connewitz

Zu früh gefreut: Nachdem am Montagabend eine Welle der Erleichterung durch Leipzig rollte, weil Legida seine regelmäßigen Demonstrationen für beendet erklärt hatte, will nun offenbar die neonazistische Kleinpartei „Die Rechte“ das Kommando übernehmen. Wie das Ordnungsamt bestätigte, möchten die Neonazis am 4. oder 18. März durch Connewitz laufen. Die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel ruft dazu auf, dies zu verhindern.

Die Grünanlage an der Karl-Liebknecht-Straße. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Leipzigs Stadtplaner wollen 2017 die denkmalgeschützte Grünfläche an der Karl-Liebknecht-Straße 27 bis 33 sanieren

Eigentlich denkt man, wenn man zwischen Shakespearestraße und Paul-Gruner-Straße durch die KarLi fährt, gar nicht, dass die Grünfläche mit der Bronzeplastik irgendwie denkmalgeschützt sein könnte. Aber erstaunlich viele Zeugnisse der sozialistischen Stadtbaukunst in Leipzig stehen mittlerweile unter Denkmalschutz. Und das Planungsdezernat will die Grünanlage jetzt denkmalgerecht sanieren.

Barrikade am Café Puschkin auf der Gegenfahrbahn. Foto: L-IZ
·Politik·Brennpunkt

Randale in der Südvorstadt am 12. Dezember: 130 Ermittlungsverfahren gegen Linke, Rechte, Polizisten

Mehrfach haben wir an dieser Stelle nach den Liveberichten vom Tag selbst über das Demonstrationsgeschehen am 12. Dezember in der Südvorstadt und Connewitz berichtet, das am Nachmittag völlig ausartete. Übrigens mit Ansage. Denn wenn 200 Rechtsradikale eine Demonstration in ein linksalternatives Viertel wie Connewitz ankündigen, dann ist das eine beabsichtigte Provokation. Eine, die deutschlandweit genau für die Mobilisierung sorgt, die die Veranstaltungsanmelder beabsichtigten.

Die LWB-Häuser an der Brandvorwerkstraße / Ecke Hardenbergstraße. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

LWB will Gebäudeensemble an der Brandvorwerkstraße ab 2017 möglichst mieterverträglich sanieren

Natürlich gehen Ängste um, wenn jetzt in Leipzig auch Wohnungsbestände saniert werden, die in den vergangenen 25 Jahren gar nicht oder nur teilsaniert wurden. In der Regel steigen dann die Mieten, die in solchen Wohnobjekten oft noch deutlich unterm Leipziger Durchschnitt von 5,38 Euro liegen. Selbst 5 Euro pro Quadratmeter sind für viele Leipziger ja deutlich zu viel. Müssen sie nun raus? Aus der Südvorstadt zum Beispiel?

Horst Riedel: Südvorstadt. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Jetzt gibt es auch die Südvorstadt in 350 Stichworten bunt und kompakt

In Stötteritz war es 2014 noch eine Verlegenheitslösung. Die Stötteritzer hatten emsig Material für ihre Ortsteilgeschichte gesammelt - aber es fehlte der einheitliche Guss. Aber da alle wesentlichen Stichworte bearbeitet waren, lag die Idee nahe: Machen wir doch ein Ortsteillexikon draus. Die Idee hat so gezündet, dass Pro Leipzig jetzt für weitere Leipziger Ortsteile nachlegt. Jetzt gibt es auch die Südvorstadt in 350 Stichworten.

Blick über die S-Bahn-Station "MDR" zum MDR-Hochhaus und der Media City (rechts im Bild). Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Fachausschuss diskutiert jetzt über neue Brücke von der Media City zum Kohlrabizirkus

Fast hätte man gedacht, nun ist im Gelände des ehemaligen Bayerischen Bahnhofs alles eingeschlafen. 2012 hatte es hier die große Bürgerbeteiligung gegeben. Da glaubte Leipzigs Stadtverwaltung noch, das kostbare Baugelände würde in städtisches Eigentum wechseln. Damals entstanden auch die wesentlichsten Visionen für das Gelände. Darunter auch eine neue Wege-Brücken-Beziehung nahe an der Media City.

Tränengasschwaden, Randale, brennende Barrikaden und Steinwürfe am 12. Dezember 2015 in der Südvorstadt. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Nazidemo als „rechtspopulistisch“ eingestuft, abgelaufene Tränengaskartuschen und 130 Polizisten in Zivil

Was passiert eigentlich, wenn die Polizei radikalisierte Demonstrationen falsch einschätzt und verharmlost und gleichzeitig mit untauglichen Mitteln anrückt? Ungefähr das, was am 12. Dezember in Leipzig passierte. Dann kippen Einschätzungen, werden Entwicklungen verharmlost und ein wohl doch irgendwie erwarteter autonomer Gewaltauftritt wird gleich mal zum Testfeld für überlagerte Tränengas-Bestände.

Die aktuelle Ausgabe der LEIPZIGER ZEITUNG. Neben anderen Themen mit dem Thema 12. Dezember 2015 und die Folgen. Foto: Titel LZ Januar 2016
·Leben·Fälle & Unfälle

Zum LZ-Beitrag „Revolution, Revolte? Randale“: Das Interview mit der Leipziger Polizei zum 12. Dezember

Für Menschen mit radikalisierten Positionen war nach dem 12. Dezember 2015 alles klar. Die einen riefen „Sieg“ und feierten die massiven Steinattacken gegen die eingesetzte Polizei. Andere riefen Sieg und meinten den des Beweises, wer nun also schlimmer sei – die Linksextremisten demnach vor den Rechtsextremisten. Die meisten hatten gar nichts zu rufen und waren eher entsetzt über das Ausmaß der Gewalt auf der Karl-Liebknecht-Straße. Darunter auch die Leipziger Polizei.

Die Spontandemo zu Silvester 2014: Die Polizei konstatierte im Nachgang einen weitgehend friedlichen Verlauf des Abends am Kreuz. Foto: Alexander Böhm
·Leben·Gesellschaft

Versammlungsverbot in Connewitz: Polizei Leipzig verweist allein aufs Ordnungsamt

Die offizielle Begründung der Stadt Leipzig zum silvesterlichen Versammlungsverbot in einem weiträumigen Gebiet rings ums Connewitzer Kreuz liest sich irgendwie dünn. Angesichts der durchaus fundamentalen Rechteeinschränkung, welche das Verbot beinhaltet, noch zu dünn und wenig konkret. Seit am heutigen Mittwoch, 30. Dezember, bekannt wurde, dass die Stadt und damit das Ordnungsamt mit Bürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) an der Spitze eine Allgemeinverfügung über jedwede Versammlung im Leipziger Süden erlassen hat, stapeln sich die Fragen. Die Polizeidirektion Leipzig antwortete am schnellsten.

Seit Dezember 2013 galt in der Bernhard-Göring-Straße die Sonderregelung. Foto Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Bernhard-Göring-Straße soll verkehrsberuhigt werden mit Radspuren in beide Richtungen

Im November sorgte die Demontage der Schilder, die die Bernhard-Göring-Straße zwei Jahre lange zu einer Alternative für Radfahrer gemacht hatten, für Aufregung. Die Straße war Ausweichstrecke gewesen für die Karl-Liebknecht-Straße, deren Nordteil von 2013 bis 2015 umgebaut wurde. Aber warum wurde der alte Zustand in der Bernhard-Göring-Straße so schnell wieder hergestellt, wollten die Grünen wissen.

Abschluß in der Wolfgang-Heinze-Straße. Foto: Alexander Böhm
·Leben·Gesellschaft

Der kleine Rest einer großen Provokation

Seit Wochen wird zu einem großen Ereignis nach Leipzig mobilisiert. Mehrere Neonazi-Aufmärsche sollten nach dem Willen der Anmelder in der Nähe und teilweise durch den linksgeprägten Stadtteil Connewitz verlaufen. Doch mehrere Veranstaltungen am Tag veranlassten die Stadtverwaltung dazu, die Aufzüge weit vom ursprünglichen Ort weg zu verlegen. Derweil zeigen sich Polizei und Nazi-Gegner schon aktiv.

Katja Junghanns vor dem Regal mit den signierten Büchern. Foto: Buchhandlung Südvorstadt
·Wirtschaft·Firmenwelt

In der Karl-Liebknecht-Straße 126 werden wieder Bücher verkauft – sogar signierte

Um Buchhandlungen muss man kämpfen. Sie sind zu wichtig, um sie einfach verschwinden zu lassen. Im Sommer haben wir an dieser Stelle über das Ende zweier Buchhandlungen auf der Karl-Liebknecht-Straße berichtet. Eine hat am 29. Oktober wieder aufgemacht: unter neuem Namen, mit neuem Mut. Am 2. Juni hatte an der Ecke Karl-Liebknecht-Straße (Richard-Lehmann-Straße) "Kü’s Buchhandlung" geschlossen.

17. November an der Bernhard-Göring-Straße: Die zeitweilige Beschilderung wird wieder abgebaut. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Leipzigs Verwaltung stellt alte Zustände in der Bernhard-Göring-Straße wieder her und verschiebt den Umbau hinters Jahr 2020

Chance versiebt, stellt der ADFC Leipzig fest. Am Montag, 16. November, wurde die neu gestaltete "KarLi" wieder für den Kraftverkehr freigegeben. Zwei Jahre Bauzeit waren damit offiziell beendet, auch wenn in Randbereichen noch gewerkelt wird. Aber die zwei Jahre wurden nicht genutzt, um die Frage zu klären: Wie weiter mit der Bernhard-Göring-Straße? - Der ADFC Leipzig ist sauer.

Seit Dezember 2013 galt in der Bernhard-Göring-Straße die Sonderregelung. Foto Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Ökolöwe fordert Tempo-30-Zone für die Bernhard-Göring-Straße

Nach zweijähriger Bauzeit wurde die Karl-Liebknecht-Straße am Montag, 16. November, wieder für den Verkehr freigegeben. Damit kommt ein Projekt wieder auf die Prioritätenliste, das während der Bauzeit ein bisschen schlafen durfte: die Umwidmung der Bernhard-Göring-Straße. Tempo 30 fordert der Ökolöwe jetzt für diese Straße in der Leipziger Südvorstadt.

Aufgelockertes Fleckchen im Kolonnadenviertel: Dorotheenplatz mit Blick zur Otto-Schill-Straße. Foto: Ralf Julke
·Politik·Kassensturz

An heiße Tage haben die Architekten und Verkehrsplaner der jüngeren Vergangenheit in Leipzig einfach nicht gedacht

Es ist ein wenig versteckt im Bericht zur Befragung der Leipziger zum Klimawandel: Die Bewohner innerstädtischer Quartiere wie des Kolonnadenviertels empfinden die Hitzebelastung durchaus stärker als der Durchschnitt der Leipziger. 49 Prozent von ihnen gaben an, die Sommerhitze als sehr belastend zu empfinden. Der Stadtdurchschnitt lag bei 39 Prozent.

Von Neubauten aus der DDR-Zeit geprägt: Elsterstraße im Kolonnadenviertel. Foto: Ralf Julke
·Politik·Kassensturz

Leiden die Bewohner von Südvorstadt und Kolonnadenviertel anders unter den Klimaveränderungen?

Wie bekommt man den Anpassungsdruck für eine Großstadt heraus? Haben die ländlich geprägten Stadtteile am Rand Leipzigs nicht ganz andere Probleme als die besonders vom Hitzestau geplagten im Zentrum? Von Mai 2014 bis Juni 2015 haben die Forscher vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig fleißig gemessen. Die Ergebnisse könnten im September vorliegen, verspricht Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal.

Kiezfest 2014. Foto: Robert Strehler
·Veranstaltungen·Gesellschaft

Am 4. Juli: Kiezfest in der Leipziger Südvorstadt

Nach der Premiere im letzten Jahr veranstalten die elektro-konsumenten am 04.07.2015 erneut das Kiezfest in der Leipziger Südvorstadt. In deren Herzen befindet sich direkt am Immanuel-Kant-Gymnasium der Heinrich-Schütz-Platz - von 12 bis 22 Uhr Veranstaltungsort für Kultur und Aktion im Kiez zum Hören, Anfassen oder Mitmachen. Die kreative Vielfalt, die in der Südvorstadt herrscht, wird beim Kiezfest vor allem soziokulturell aufgegriffen und umgesetzt. Zielgruppe sind in erster Linie die Bewohner des Viertels sowie alle Interessierten, insbesondere Familien und Kinder.

Der alte Plattenbau der 3. Grundschule in der Südvorstadt. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

SPD-Fraktion will wissen, wann der Plattenbau der 3. Grundschule in Leipzig-Süd endlich saniert wird

Das war dann selbst der SPD-Fraktion im Leipziger Stadtrat zu windelweich, was die Stadtverwaltung da am 22. April bekanntgab zur Zukunft des alten Plattenbaus der 3. Grundschule in der Südvorstadt. An diesem Tag wurde der für 16,5 Millionen Euro gebaute Schulneubau endlich eingeweiht (obwohl er schon seit Herbst im Betrieb ist). Aber eigentlich platzt die Grundschule trotz ihrer Vierzügigkeit schon wieder aus den Nähten.

Oswald Müller, Thomas Nabert: Südvorstadt. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Der nächste Ortsteil in eindrucksvollen Ansichtskarten: die Südvorstadt

Mit dem großen "Bilderbogen" ging es los 2010, dem "Monumentalwerk zur Geschichte der Leipziger Ansichtskarten", das Pro Leipzig herausgebracht hat. 400 Seiten Postkarten-Geschichte Leipzigs. Die Idee, daraus noch mehr zu machen, lag nahe. Und wurde dann auch in schönen großen Bildbänden umgesetzt: Großzschocher-Windorf, Kleinzschocher, Möckern & Wahren, Connewitz. Jetzt gibt es den nächsten Ortsteil in alten Ansichten: die Südvorstadt.

Michael Liebmann: Brandvorwerk. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

So spannend kann Leipziger Vorort-Geschichte sein: Michael Liebmanns “Brandvorwerk”

Thomas Nabert, Geschäftsführer von Pro Leipzig, versprach nicht zu viel bei der Buchpremiere am 13. Dezember: Der Autor konnte dieses Thema nur ganz, ganz kurz anreißen. 90, 95 Prozent dessen, was Michael Liebmann über das legendäre Brandvorwerk herausbekommen hat, konnten nicht einmal angedeutet werden. In einjähriger Archivrecherche hat Liebmann Material für ein Buch gesammelt, das Maßstäbe setzt. Selbst für Pro Leipzig.

Melder zu Südvorstadt

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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