Ein OBM-Wahl-Vergleich zwischen einer „CDU-Hochburg“ und dem „gefährlichen“ Connewitz + Ortsteilliste

Für alle LeserWenn man die Oberbürgermeister-Wahlrunde vom 2. Februar auf Ortsteilebene betrachtet, wird sichtbar, wie sehr die Stadtkarte mit dem scheinbar überwältigenden Ergebnis für den CDU-Kandidaten Sebastian Gemkow im kompletten Randgürtel tatsächlich täuscht. Denn gewonnen hat er vor allem in Ortsteilen mit geringer Bevölkerungsdichte und entsprechend geringeren Wählerzahlen. Zum Beispiel in Burghausen-Rückmarsdorf, wo er fast spektakuläre 50,9 Prozent erzielte.

Dort durften am 2. Februar 4.081 Leipziger/-innen wählen, 2.438 haben es laut Ortsteilauswertung der Stadt Leipzig (PDF) tatsächlich getan. Und davon wählten 1.237 Sebastian Gemkow. 593 wählten Burkhard Jung (SPD) und an dritter Stelle landete hier tatsächlich AfD-Kandidat Christoph Neumann. Mit 49,6 Jahren sind die Bewohner des Ortsteils Burghausen-Rückmarsdorf im Schnitt 7,2 Jahre älter als der Stadtdurchschnitt.

Der Pkw-Besitz liegt um 80 Prozent über dem Stadtdurchschnitt.

Was nicht heißt, dass Grüne und Linke hier nicht auch Stimmen holten, wenn auch mit 131 und 122 eher wenige. Man bekommt also sehr schnell das Bild eines Ortsteils, den kaum dieselben Themen bewegen wie die innerstädtischen Wohnquartiere.

Was auch damit zu tun hat, dass die einst eingemeindeten Ortsteile in der Stadtpolitik immer noch ein Aschenputteldasein führen. Was ja die jüngste Diskussion um den Nahverkehrsplan deutlich machte: Diese Ortsteile – egal ob im Westen, Norden oder Osten – fühlen sich regelrecht abgehängt beim ÖPNV.

Wer hier mobil sein will, ist praktisch aufs Auto angewiesen. Und die in der LVZ immer neu aufgekochten Sicherheitsdebatten sorgen hier für ein heftiges Echo. Ein Effekt, den selbst Bürgerumfragen immer wieder bestätigen: Die Sorgen um die Sicherheit sind ausgerechnet in jenen Ortsteilen besonders hoch, wo die Kriminalitätsrate besonders niedrig ist.

Man lebt ja quasi noch wie auf dem Dorf, hat die Umgebung stets im Blick und liest dann den Klamauk der aufgeregten Boulevard-Medien. Zu denen man mittlerweile die LVZ neben der BILD Leipzig wohl zählen muss.

Die Biedermannstraße in Connewitz. Foto: Ralf Julke

Die Biedermannstraße in Connewitz. Foto: Ralf Julke

Und die dreschen ja bekanntlich seit dem 1. Januar wieder auf einem Ortsteil namens Connewitz herum, beschwören dort eine Dauerkriminalität, die eigentlich dazu führen müsste, dass die Bewohner dort ihre Häuser verrammeln und aus lauter Angst nur noch den Kandidaten wählen, der ihnen vollmundig mehr Sicherheit verspricht.

Doch Sebastian Gemkow hat gerade dort und in der eigentlich immer mitgemeinten Südvorstadt mit seinem „Sicherheits“-Wahlkampf nicht gepunktet. Und wer genau hinschaut, sieht, dass die OBM-Wahl eher in Connewitz als in Burghausen-Rückmarsdorf entschieden wird.

Connewitz wählt Rot-Rot

Von 15.371 Wahlberechtigten gingen in Connewitz 9.198 zur Wahl, von denen immerhin 1.701 sich für den aktuellen sächsischen Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow erwärmen konnten. 2.858 freilich fanden Amtsinhaber Burkhard Jung (SPD) besser, 2.459 gaben ihre Stimme der Linken-Kandidatin Franziska Riekewald und 1.291 der Grünen-Kandidatin Katharina Krefft.

Und nicht verschweigen darf man, dass 411 hier Die PARTEI gewählt haben. Zusammen also ziemlich viele Leute, die mit dem Connewitz-Bashing von LVZ & Co. so gar nichts anfangen können, die auch nicht das von der CDU stimulierte Bild eines erhöhten Gewalt- und Kriminalitätslevels teilen.

Genau da, wo Medien und Politik das Bild eines besonders gewalttätigen Ortsteils malen, zieht diese Stimmungsmache nicht. Für diese Ortsteile ist sie augenscheinlich auch nicht gedacht. Sie wirkt in jenen Ortsteilen, die von Connewitz so weit entfernt sind, dass die Bürger sich dort tatsächlich nur ein Bild machen, wenn sie die echauffierten Medienberichte wahrnehmen. Und dann fest daran glauben, dort lebten nur vermummte Gewaltbereite.

Obwohl Connewitz ein Ortsteil mit besonders vielen jungen Familien ist, denen die Sicherheits-Debatte geradezu weltfremd erscheint. Sie haben ganz andere Themen: ÖPNV, Schule, Kita, bezahlbare Mieten.

Was uns genau an den Punkt bringt, an dem die Debatte sich verirrt. Denn Lösungen für den Bedarf an bezahlbaren Wohnungen bietet die aktuelle Landespolitik nicht. Dazu ist das Förderprogramm für sozialen Wohnungsbau viel zu geizig bestückt. Es animiert auch keinen der privaten Wohnungsinvestoren in Connewitz dazu, hier jetzt bezahlbare Wohnungen in ausreichender Stückzahl hochzuziehen.

Natürlich kann man fragen: Sind die Connewitzer vielleicht einfach nur voreingenommen?

Rechts soziale Gerechtigkeit, links Sebastian Gemkow (CDU) mit einem "Scherheitswahlkampf" zur OB-Wahl am 2. Februar 2020. Foto: L-IZ.de

Rechts soziale Gerechtigkeit, links Sebastian Gemkow (CDU) mit einem „Sicherheitswahlkampf“ zur OB-Wahl am 2. Februar 2020 samt falscher Polizistin. Foto: L-IZ.de

Die Südvorstadt wählt Burkhard Jung

Aber im Nachbar-Ortsteil Südvorstadt sieht es nicht anders aus. Hier gingen von 20.205 Wahlberechtigten immerhin 12.523 zur Wahl. Und von denen gaben 4.253 ihre Stimme dem Amtsinhaber Burkhard Jung (SPD). Immerhin 2.407 wählten Sebastian Gemkow. Aber der wurde in der Südvorstadt auch von Katharina Krefft (Grüne) überholt mit 2.501 Stimmen. Und auch Linke-Kandidatin Riekewald war mit 2.366 Stimme nicht so weit weg.

Man sieht, dass Adam Bednarsky, Vorsitzender der Leipziger Linken, wohl recht hat, wenn er bei den Kandidat/-innen von SPD, Grünen und Linken programmatische Schnittmengen für „bezahlbares Wohnen, Stärkung des ÖPNV und die soziale Frage in der Stadt“ sieht. Das sind die Themen, die die jüngeren Bewohner der Stadt tatsächlich bewegen. Vergessen hat er noch das ganze Thema Klimaschutz, das mit jedem heißen Sommer in Leipzig immer wichtiger wird.

Und wer auf das Stadtergebnis schaut, sieht, dass sich die Mehrheit der Leipziger Wählerinnen und Wähler in diesem Themenfeld trifft, inklusive PARTEI entfielen rund 58 Prozent aller Wählerstimmen auf das Mitte-Links-Lager und deren Kandidat/-innen.

Und auch der Blick auf das Sicherheitsempfinden zeigt, wie die Medienkampagne zu Connewitz funktioniert: Sie macht nämlich den Bewohnern der äußeren Stadtteile Angst mit „Randale in Connewitz“. Tatsächlich sind aber nur 48 Prozent der Bewohner von Burghausen-Rückmarsdorf mit der Sicherheit in ihrem Ortsteil zufrieden. In Connewitz sind es 62 Prozent.

Die Bewohner von Burghausen-Rückmarsdorf haben also deutlich mehr Angst auf die Straße zu gehen als die Connewitzer.

So etwas beeinflusst Wahlentscheidungen.

Die erste Runde der OBM-Wahlen am 2. Februar 2020 – Ergebnisse der einzelnen Ortsteile Leipzigs. Quelle: Stadt Leipzig

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