Nach dem tödlichen Verkehrsunfall einer jungen Radfahrerin in der Arthur-Hoffmann-Straße am Mittwoch, dem 21. Oktober, ruft der ADFC Leipzig zu einer Fahrraddemonstration am Freitag, dem 30. Oktober, um 16:30 Uhr auf. Startpunkt ist der Wilhelm-Leuschner-Platz. Unter dem Motto „Sichere Radwege jetzt!“ wollen die Aktiven gemeinsam der Verstorbenen gedenken und ein deutliches Zeichen für mehr Verkehrssicherheit in Leipzig setzen.

„Wir sind traurig und wir sind wütend. Erneut hat ein Mensch im Leipziger Straßenverkehr sein Leben verloren. Wir wollen der jungen Frau gedenken und zugleich deutlich machen, dass wir nicht länger hinnehmen wollen, dass Menschen beim Radfahren oder Zufußgehen verletzt oder getötet werden“, formuliert der ADFC Leipzig sein Anliegen.

„Mit unserer Demonstration richten wir uns an die Stadtpolitik, die Stadtverwaltung, das Ordnungsamt, die Polizei und die gesamte Stadtgesellschaft. Sichere Straßen für alle Verkehrsteilnehmenden müssen endlich Priorität haben.“

Es ist an der Zeit

Mit der Fahrraddemonstration fordert der ADFC Leipzig auch sofortige Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit. Auf Straßen wie der Arthur-Hoffmann-Straße, der Zschocherschen Straße, der Georg-Schwarz-Straße, der Käthe-Kollwitz-Straße, der Mockauer Straße, der Zweinaundorfer Straße und der Breiten Straße müssten schnellstmöglich sichere Radverkehrsanlagen geschaffen werden.

Wo dauerhafte Lösungen nicht unmittelbar umgesetzt werden können, fordert der ADFC die Einrichtung temporärer Radfahrstreifen.

Wo Radfahrstreifen für die Sicherheit notwendig sind, müsse der Schutz von Menschen Vorrang vor dem Erhalt von Pkw-Stellplätzen haben. Dafür müssten gegebenenfalls Parkplätze entfallen. Notwendige Lieferzonen sollten dabei berücksichtigt werden.

„Gleichzeitig braucht es eine konsequente Kontrolle und Ahndung gefährlichen Verhaltens im Straßenverkehr. Falschparken auf Geh- und Radwegen sowie zu geringe Überholabstände gefährden Menschen unmittelbar und müssen durch Polizei und Ordnungsamt konsequent geahndet werden“, betont der ADFC Leipzig.

Darüber hinaus fordert er sichere Schulwege und Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet. Damit notwendige Maßnahmen nicht weiter aufgeschoben werden, müssten im kommenden städtischen Haushalt ausreichend finanzielle Mittel für die Verbesserung der Verkehrssicherheit bereitgestellt werden.

Gemeinsam gedenken und Veränderungen einfordern

Die Fahrraddemonstration soll Raum für Trauer geben und zugleich ein sichtbares Zeichen dafür setzen, dass Verkehrssicherheit nicht verhandelbar ist. „Wir rufen alle Leipziger/-innen dazu auf, sich anzuschließen und gemeinsam für sichere Straßen einzutreten“, lädt der ADFC zur Fahrraddemo ein. „Teilnehmende sind eingeladen, Blumen und Transparente mitzubringen.“

Und: „Für mehr Sicherheit für Radfahrende und Fußgänger/-innen. Für Straßen, auf denen niemand sein Leben verlieren muss.“

Fahrraddemonstration „Sichere Radwege jetzt!“, Freitag, 30. Oktober, 16:30 Uhr. Start: Wilhelm-Leuschner-Platz, Leipzig.

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