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Sonderausstellung am Naturkundemuseum zeigt weltberühmte Fossilien aus dem Geiseltal bei Merseburg

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    Die Geiseltalsammlung des Zentralmagazins Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist wegen ihrer zahlreichen gut erhaltenen Fossilien, die alle in Kohle entstanden sind, weltweit einmalig. Die tourende Sonderausstellung „Aus der Morgendämmerung: Pferdejagende Krokodile und Riesenvögel“ zeigt nun ab dem 20. April 2016 am Naturkundemuseum Leipzig die neuesten Forschungsergebnisse.

    Bis Mitte August können sich kleine und große Besucher anhand der Originalfossilien, mit digitalen Medien und maßstabsgetreuen Skelettrekonstruktionen ein Bild von der „Zeit der Morgenröte“, dem Erdzeitalter des Eozäns vor 45 Millionen Jahren, machen.

    Wen mussten die winzigen Urpferde fürchten? Wovon ernährten sie sich? Warum gab es riesengroße Vögel? Waren diese gefährlich? Und wie konnten so viele Arten an Krokodilen in einem einzigen Lebensraum zusammenleben? Seit rund einem Jahrhundert wird an den Eozän-Fossilien des Geiseltals geforscht und dennoch gibt es immer Neues zu entdecken. Mit einer Förderung der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des Programms „Fellowship Internationales Museum“ konnte mit Dr. Alexander K. Hastings, ein Gastwissenschaftler aus den USA, die Sammlung über eineinhalb Jahre hinweg intensiv bearbeiten.

    „Die Ergebnisse der Forschung von Dr. Alexander Hastings zu den Krokodilen des Geiseltals fügten sich ideal in die Arbeitsschwerpunkte „Urpferde“ und „Riesenlaufvogel“ des langjährigen Kustos der Sammlung Dr. Meinolf Hellmund ein, so dass das Thema der Ausstellung gegeben war“, sagt Dr. Frank Steinheimer, Leiter des Zentralmagazins Naturwissenschaftlicher Sammlungen.

    Die Ausstellung, die in einer weiteren Förderung der Kulturstiftung des Bundes zum ersten Mal letztes Jahr an der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina realisiert werden konnte, fokussiert daher auf diese neuen Ergebnisse aus dem außergewöhnlichen Fossilerbe des Landes Sachsen-Anhalt, das das Prädikat „national wertvolles Kulturgut“ trägt. Kuratiert von Dr. Alexander K. Hastings unter intensiver Mitwirkung des Paläontologen Dr. Meinolf Hellmund und des Präparators Michael Stache erklärt die Schau das Leben im subtropischen Klima des Geiseltals anhand faszinierender Originalfossilien, unterstützt durch digital erzeugte Bilder und aufwändige Skelettrekonstruktionen.

    Die Mitarbeiter der Geiseltalsammlung erarbeiteten dafür völlig neue Rekonstruktionen des landlebenden Krokodils Boverisuchus und des Großlaufvogels Gastornis. „Für beide Projekte gilt, dass sie dreidimensional und in natürlicher Größe ausgeführt und gezeigt werden. Für das Boverisuchus-Skelett wurde das überhaupt zum ersten Mal weltweit gemacht; für Gastornis ist neu, dass erstmalig ein europäischer Vertreter der Gattung in Form eines montierten Skelettes präsentiert wird“, so Frank Steinheimer.

    Website: www.geiseltal-ausstellung.de

    Zur Ausstellung ist ein zweisprachiger Katalog erschienen: Alexander K. Hastings, Meinolf Hellmund: Aus der Morgendämmerung: Pferdejagende Krokodile und Riesenvögel. Neueste Forschungsergebnisse zur eozänen Welt Deutschlands vor ca. 45 Millionen Jahren, 120 Seiten, ISBN: 978-3-940744-61-6

    Daten der Ausstellung:
    Aus der Morgendämmerung: Pferdejagende Krokodile und Riesenvögel
    Sonderausstellung des Zentralmagazins Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

    Vernissage: Die Eröffnung dieser Sonderausstellung findet am Dienstag, dem 19.04.2016 um 18:00 Uhr im Naturkundemuseum Leipzig statt.

    20. April bis 14. August 2016, dienstags bis donnerstags 9 bis 18 Uhr, freitags 9 bis 13:00 Uhr, samstags und sonntags 10:00-16:30 Uhr
    Eintritt Standard 1,00 Euro, ermäßigt 0,50 Euro

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