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Nuran David Calis inszeniert Bertolt Brechts „Baal“

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    Am kommenden Freitag, den 5. Juni, 19:30 Uhr, feiert mit Baal von Bertolt Brecht ein seit jeher umstrittenes Werk Premiere auf der Großen Bühne des Schauspielhauses. Brechts frühes und mehrfach von ihm überarbeitetes Werk wurde am 8. Dezember 1923 in Leipzig uraufgeführt - und fiel sofort der städtischen Zensur zum Opfer. Die Premiere Baal ist einer von zwei offiziellen Beiträgen des Schauspiel Leipzig zum Jubiläum 1000 Jahre Leipzig.

    Mit Baal hat Brecht in einem seiner ersten Stücke, das nach mehrfachen Überarbeitungen 1923 im Leipziger Alten Theater seine Uraufführung erlebte, eine zerstörerische, rauschhafte anarchische Figur geschaffen. Der Baal entzieht sich jeglicher Kontrolle. Er ist eine mythische Figur, eine Gottheit, gleichermaßen ist er aber auch ein Weltverschlinger. Er berauscht sich an allem, was ihn umgibt, tut alles, wozu es ihn treibt, hat kein moralisches Gesetz in sich, nur die Sterne über sich und die Kloake unter sich. Doch genau so ist die Welt schön für ihn. Er ist wie ein kleines Kind, das grausam wütend seinen Weg zieht. Seine Religion ist die Farbe des Himmels und „Mein Himmel ist voll von Bäumen und Leibern.“ (Baal)

    Der Regisseur Nuran David Calis, der für das Schauspiel Leipzig bereits Frank Wedekinds „Lulu“ inszenierte, wird sich dieses ungestümen Textes von Bertolt Brecht annehmen. Calis hat sich als Regisseur durch seine zahlreichen Klassikerbearbeitungen einen Namen gemacht, u.a. „Frühlings Erwachen“ von Frank Wedekind, die auch verfilmt wurde. Stationen seiner Theaterarbeit waren bisher u.a. Köln, Essen, Hamburg, Berlin, Stuttgart, Mannheim, Bochum, Dresden und Wien.

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