Bachfest Leipzig 2020: »Bach – We Are Family!«

Am 15. November, um 9 Uhr (MEZ), startet der Vorverkauf für das Bachfest Leipzig 2020. Unter dem Motto »BACH – We Are FAMILY!« reisen vom 11. bis zum 21. Juni 2020 zirka 50 Bach-Chöre, -Gesellschaften, -Festivals und -Vereinigungen aus sechs Kontinenten in die Stadt an der Pleiße, um im größten ›Fest‹ der globalen Bach-Familie aller Zeiten den Komponisten an seinem Hauptwirkungsort gemeinsam zu feiern.
Anzeige

In über 150 Veranstaltungen – so viele wie nie zuvor – spiegeln führende internationale Interpreten und Ensembles den aktuellen Stand der historisch-informierten Aufführungspraxis. Privater Hauptförderer des Bachfestes Leipzig ist die Sparkasse Leipzig.

Überall auf der Welt schließen sich Menschen aufgrund ihrer Liebe zu Johann Sebastian Bach in Gesellschaften oder Chören zusammen. Derzeit existieren über 250 Bach-Vereinigungen weltweit. Deren älteste, die 1900 in Leipzig gegründete Neue Bach-Gesellschaft, feiert jährlich in wechselnden Städten Bachfeste. Alle fünf Jahre fällt das Bachfest der Neuen Bach-Gesellschaft mit dem Bachfest Leipzig zusammen.

Im Juni 2020 sind anlässlich des Bachfestes Leipzig und des 95. Bachfestes der Neuen Bach-Gesellschaft erstmals alle Mitglieder der globalen Bach-Familie nach Leipzig eingeladen, aktiv mitzuwirken. Sie folgen einer Tradition der weitverzweigten Musikerfamilie Bach, die sich im 17. und 18. Jahrhundert einmal im Jahr an einem bestimmten Ort in Thüringen traf, um gemeinsam zu musizieren und zu feiern. Über 50 Bach-Chöre und -Ensembles auf sechs Kontinenten sind der Einladung gefolgt, darunter Ensembles aus Kanada, Malaysia, Neuseeland, Südafrika, Japan, Australien, Paraguay, den USA sowie zahlreichen europäischen Ländern.

Dr. Michael Maul, Intendant des Bachfestes Leipzig:

»Das Bachfest Leipzig 2020 wird das größte Familienfest, das die weltweite Bach-Community je gefeiert hat: Da passt das Motto »BACH – We Are FAMILY!« perfekt, denn es steht für dieses wunderbare Zusammengehörigkeitsgefühl, das uns alle verbindet. Die Liebe zu Bachs Musik kennt weder geographische noch kulturelle oder konfessionelle Grenzen. Und das wird sich an den elf Festivaltagen immer wieder – und immer wieder anders –zeigen!«

Das Programm des Bachfestes Leipzig 2020 steht auf zwei Säulen. Zum einen präsentieren sich die anreisenden Bach-Chöre und führen, verteilt auf 18 Konzerte sowie 15 Gottesdienste und Metten, alle 66 Kantaten des Choralkantaten-Jahrgangs 1724/1725 an Bachs originalen Wirkungsstätten auf.  Zum anderen musizieren renommierte Bach-Interpreten in über 30 Konzerten Werke der gesamten Bach-Familie. Im Zentrum steht Johann Sebastian Bach, zudem erklingen für ihn bedeutsame Werke seiner Vorfahren aus dem »Alt-Bachischen Archiv« sowie Kompositionen seiner Söhne.

Zahlreiche der bekanntesten Bach-Interpretinnen und -Interpreten werden im Bachfest Leipzig musizieren, darunter Ensembles wie Akademie für Alte Musik Berlin unter Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz, Amsterdam Baroque Orchestra & Choir unter Leitung von Ton Koopman, Berliner Barock Solisten unter Leitung von Reinhard Goebel, Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen unter Leitung von Rudolf Lutz, Collegium Vocale 1704 & Collegium 1704 unter Leitung von Václav Luks, Die Kölner Akademie unter Leitung von Michael Alexander Willens, Kammerchor Stuttgart unter Leitung von Frieder Bernius sowie Solistinnen und Solisten wie Hana Blažikova, Mahan Esfahani, Bachpreisträger Patrick Grahl, Klaus Mertens, Jean-Guihen Queyras, Michael Rische, Bachpreisträger Benno Schachtner, Pieter Wispelwey und – als Artist in residence – die französische Violinistin Amandine Beyer.

Alljährlich sind der THOMANERCHOR Leipzig und das Gewandhausorchester Leipzig im Bachfest zu erleben, unter anderem gemeinsam im Rahmen des Eröffnungskonzerts unter Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz. Der bekannte Knabenchor interpretiert darüber hinaus gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik Berlin Kantaten von Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach. Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons gestaltet mit dem Gewandhausorchester in dieser Saison zudem das traditionelle Abschlusskonzert mit der Messe in h-Moll. Auch die Oper Leipzig und die Leipziger Komponistenhäuser bringen sich mit Eigenproduktionen ins Festivalprogramm ein.

Die Bach-Medaille der Stadt Leipzig geht in diesem Jahr erstmals an eine Frau: an die für ihre Bach-Interpretationen und Bach-Tourneen weltweit gefeierte kanadische Pianistin Angela Hewitt. Die Jury, bestehend aus dem Präsidenten des Bach-Archivs, Prof. Dr. Ton Koopman, und dessen Direktor, Prof. Dr. Peter Wollny, dem Thomaskantor Prof. Gotthold Schwarz, dem Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons und dem Rektor der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy«, Prof. Martin Kürschner, begründet die Würdigung wie folgt: »… Seit dem Kanadier Glenn Gould hat es keinen Künstler gegeben, der die Bach-Interpretation auf dem modernen Konzertflügel derart in das Zentrum seines Wirkens gerückt hat wie Goulds Landsfrau Angela Hewitt. …«

Angela Hewitt tritt als eine der weltweit führenden Pianisten in Soloabenden und mit Orchestern in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien auf. Ihre Konzerte und Aufnahmen Bachscher Musik fanden besondere Beachtung und zeichnen sie als eine der herausragenden Bach-Interpreten unserer Zeit aus. In der Saison 2012/2013 spielte sie Bachs »Kunst der Fuge« weltweit in großen Konzertsälen, darunter das Eröffnungskonzert der International Piano Series in London.

2007 ging Angela Hewitt mit dem »Wohltemperierten Klavier« auf Welttournee und spielte es in 25 Ländern auf sieben Kontinenten innerhalb von 15 Monaten; dazu erschien ihre CD »Bach Performance on the Piano«. Zahlreiche ihrer Aufnahmen wurden mit Preisen ausgezeichnet; ihre Diskografie, die von Couperin bis Messiaen reicht, enthält alle wichtigen Werke für Tasteninstrumente von J. S. Bach. Die Bach-Medaille 2020  wird am 20. Juni im Rahmen eines Festkonzerts – in dem sie die »Goldberg-Variationen« aufführt – durch den Oberbürgermeister der Stadt Leipzig Burkhard Jung an Angela Hewitt überreicht. Das Konzert wird gefördert von der Botschaft von Kanada in Berlin.

Tickets für das Bachfest Leipzig sind ab dem 15. November, 9 Uhr (MEZ), telefonisch unter 0 18 06-56 20 30 (20 Cent/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 60 Cent/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz) und aus dem Ausland unter Tel. +49-38 71-2 11 41 91 sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Bestellungen im Internet unter www.bachfestleipzig.de sind ebenfalls möglich. Das Bachfest Leipzig wird gefördert von der Stadt Leipzig und mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes, privater Hauptförderer ist die Sparkasse Leipzig. Das Festival 2020 steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.

www.bachfestleipzig.de

Kurztexte:

Zyklus »Choralkantaten«
Der Zyklus erstreckt sich über das gesamte Bachfest: 33 Bach-Chöre aus 15 Ländern werden in 18 Konzerten und zahlreichen Gottesdiensten an Bachs originalen Leipziger Spielstätten 66 Kantaten aufführen. Das Publikum ist eingeladen, in die von Bach bearbeiteten Kirchenlieder zu Beginn und am Schluss einer jeden Kantate einzustimmen. Noch nie zuvor hat es im Rahmen eines Festivals die Aufführung eines vollständigen Kantaten-Jahrganges gegeben. Durch den Einstieg der Leipziger Gruppe in das Sponsoring des Bachfestes wird es möglich, zahlreiche Leipziger Schulklassen und Jugendgruppen in diese Konzerte einzuladen.

Zyklen »Bachs Wurzeln« und »Früchte« Bachs
Fünf Konzerte spüren auf ganz unterschiedliche Weise den »Wurzeln« J. S. Bachs nach: Interpreten wie Ton Koopman, Frieder Bernius oder Václav Luks werden mit ihren Ensembles Werke der älteren Bach-Familie und von wichtigen Vorbildern J. S. Bachs in den Kontext mit dessen eindrucksvollen frühen Kantaten und Motetten stellen. Reinhard Goebel, Christophe Rousset, Gotthold Schwarz und weitere Künstler erkunden das musikalische Verhältnis zwischen Bach und seinen Söhnen, die »Früchte« Bachs.

Passionen und Messe in h-Moll
An zwei aufeinanderfolgenden Abenden erklingen in der Thomaskirche die Johannes- und die Matthäus-Passion, musiziert von den Bach-Institutionen Gaechinger Cantorey und J. S. Bach-Stiftung St. Gallen. Im Abschlusskonzert feiert Andris Nelson mit Johann Sebastian Bachs Messe in h-Moll sein Bachfest-Debüt.

Kammermusik
Erstmals im Bachfest gastiert die kanadische Pianistin und Bach-Medaillen-Preisträgerin 2020 Angela Hewitt, sie musiziert die »Goldberg-Variationen«. In gleich zwei Konzerten ist der Cembalist Mahan Esfahani zu erleben, ein Wiederhören gibt es zudem mit Pieter Wispelwey, der sich Bachs Gamben-Sonaten widmet. In vier stimmungsvollen Nachtkonzerten erklingen Bachs große Sammlungen »senza Basso«: die Cello-Suiten mit Jean-Guihen Queyras und Amandine Beyers Interpretation der Sonaten und Partiten für Violine.

Beethoven-Jubiläum
Ludwig van Beethoven hat sich Zeit seines Lebens von keinem anderen Komponisten so stark inspirieren lassen wie von Johann Sebastian Bach. Er bemühte sich um aktuelle Notenausgaben, fertigte selbst Abschriften von Bach-Werken an und arrangierte einzelne Kompositionen. Insbesondere zeigte sich Beethoven von den kontrapunktischen Fertigkeiten Bachs tief beeindruckt und bezeichnete ihn emphatisch als den »unsterblichen Gott der Harmonie«. Die Stimmführung in Beethovens kirchen-musikalischen Werken sowie die gewaltigen Fugen in den späten Klaviersonaten und Streichquartetten waren ohne das Vorbild Bach nicht denkbar.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag Beethovens werden auch im Bachfest Leipzig programmatisch Akzente gesetzt. Gewürdigt wird der Jubilar Beethoven insbesondere auf einem Feld, in dem er Bach vielleicht am nächsten ist: der Kirchenmusik. Im Eröffnungskonzert musizieren Thomanerchor und Gewandhausorchester Beethovens »Messe in C-Dur«. Es folgen die »Missa Solemnis« in einer Produktion der Oper Leipzig, »Christus am Ölberge« mit der Staatskapelle Halle sowie Klavier- und Kammermusikwerke. Das Bach-Museum zeigt die Sonderausstellung »Bach und Beethoven als Klassiker«.

Konzertfahrten und BachStage
Der Hauptsponsor Sparkasse Leipzig ermöglicht ein vielseitiges Crossover-Programm auf der BachStage am Leipziger Markt – zum Beispiel mit einer experimentellen Aufführung der Johannes-Passion, bei der tausende Besucher gemeinsam die Choräle singen, oder mit den spektakulären Flying Steps.

Die BachSpiele, eine Kooperation von naTo e. V. und Promenaden Hauptbahnhof, holen die internationalen Gäste des Festivals auch in dieser Saison musikalisch in der Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofs ab. In Kooperationen mit den Thüringer Bachwochen und den Köthener Bachfesttagen entführen Konzert- und Orgelfahrten an zahlreiche »Sehnsuchtsorte« von Bachianern, darunter Arnstadt, Köthen oder Sangerhausen.

Artist in Residence: Amandine Beyer
Amandine Beyer gilt als eine der wichtigsten Interpreten des barocken Geigen-Repertoires. Ihre Einspielung der Sonaten & Partiten von J. S. Bach aus dem Jahr 2012 wurde international mehrfach prämiert, unter anderem mit dem Diapason d’or, dem Choc de Classica, dem Editor’s Choice de Gramophone, dem Prix Academie Charles Cros und dem Excepcional de Scherzo. Amandine Beyer gastiert in bedeutenden Konzerthallen und bei renommmierten Festivals, darunter das Théatre du Chatelet, das Festival de Sablé, die Innsbrucker Festwochen oder das Konzerthaus Wien.

Die Künstlerin arbeitet regelmäßig mit dem Ensemble Les Cornets Noirs, sowie mit Pierre Hantaï, Kristian Bezuidenhout und Laurence Beyer zusammen. 2006 gründet Amandine Beyer ihr eigenes Ensemble, Gli Incogniti, mit dem sie weltweit gastiert. Sie unterrichtet Barockvioline unter anderem an der Schola Cantorum Basiliensis in der Schweiz. Amandine Beyer ist im Bachfest Leipzig 2020 in drei Konzerten zu erleben.

Forschung und Vermittlung
Wissenschaftler des Bach-Archivs, internationale Gastreferenten, Musikkritiker sowie ein echter Bach-Nachfahre begleiten das Festival mit kostenfreien Vorträgen, Konzerteinführungen und Diskussionsrunden. Der Direktor des Bach-Archivs, Prof. Dr. Peter Wollny, lädt zu einem zweitägigen Seminar »Bach und der Choral«.

»BACH – We Are FAMILY«-Chor 2020
Gesucht werden begeisterte Chorsängerinnen und -sänger, die im Bachfest Leipzig in der Thomaskirche unter der Leitung des Thomaskantors Gotthold Schwarz Bach-Kantaten musizieren möchten. Der Projektchor führt zusammen mit großartigen Solisten und dem Leipziger Barockorchester in der Motette am Samstag, 20. Juni 2020, zwei Kantaten innerhalb des großen Choralkantaten-Zyklus auf. Die Proben finden ab dem 17. Juni 2020 statt, Anmeldeschluss ist der 30. November 2019.

Informationen: https://www.bachfestleipzig.de/de/festivalchor2020

Vorverkauf
Tickets für das Bachfest Leipzig 2020 sind ab dem 15. November 2019, 9 Uhr (MEZ), telefonisch unter 0 18 06-56 20 30 (20 Cent/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 60 Cent/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz) sowie außerhalb Deutschlands unter  Tel. +49-38 71-2 11 41 91 erhältlich.

Bestellungen im Internet unter www.bachfestleipzig.de sind ebenfalls möglich. Zudem bietet der Veranstalter den Service eines print@home-Tickets an, das bei Online-Bestellungen bequem zu Hause ausgedruckt werden kann. Eine kostenlose Konzertübersicht kann unter der angegebenen Telefonnummer sowie auf den Internetseiten des Bachfestes angefordert werden.

www.bachfestleipzig.de

MelderBachfest
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Ausstellung: Seilakt III – VI: On A Razor’s Edge
Fumi Kato, Die Schlange, 2020, Privatbesitz, © Künstler

© Künstler

Das MdbK zeigt in Kooperation mit den Klassen Intermedia und Bildende Kunst der Fachrichtung Medienkunst der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) eine Gruppenausstellung, in der sich die Studierenden mit Werken des Mittelalters und der frühen Neuzeit auseinandersetzen. Die ersten beiden Positionen der Ausstellungsreihe „SEILAKT“ wurden 2019 im Personenaufzug des MdbK gezeigt.
Zum Geburtstag gibt’s Eis: Icefighters erhalten Zulassung für Spielbetrieb und Mietvertrag für Kohlrabizirkus
Die Icefighters sind zurück im Kohlrabizirkus. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 84, seit 23. Oktober im HandelEinen 10. Vereins-Geburtstag stellt man sich schon ziemlich toll vor: Party-Hütchen, Luftschlangen und immer eine handbreit Sekt im Glas. Viele Gäste, beschwingte Festreden und der verklärte Blick auf die zurückliegenden Jahre. Auf all das mussten die Icefighters Leipzig in diesem Jahr leider verzichten. Corona und der ungewisse Blick in die Zukunft sprengten die schönsten Party-Pläne.
Montag, der 26. Oktober 2020: Einigung im Tarifstreit und ein plötzlicher Tod
Thomas Oppermann (SPD) starb unerwartet am Sonntag, den 25. Oktober 2020. Foto: Foto: SPD / Susie Knoll

Foto: SPD / Susie Knoll

Für alle LeserIn Sachsen hat es heute viele Reaktionen auf Nachrichten von der Bundesebene gegeben. Während die Einigung bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst für Erleichterung sorgte, rief der unerwartete Tod des SPD-Politikers Thomas Oppermann parteiübergreifend Bestürzung hervor. Außerdem: Leipzig hat eine Online-Umfrage zur Markthalle gestartet. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 26. Oktober 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Weltrekorde am laufenden Band: Marcus Schöfisch attackiert den 50-Kilometer-Rekord auf dem Laufband
Marcus Schöfisch: Das große Ziel bleibt aber Olympia. Foto: privat

Foto: privat

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 84, seit 23. Oktober im HandelDas große Ziel von Marcus Schöfisch war es, sich dieses Jahr auf der Marathonstrecke für die Olympischen Spiele in Tokio zu qualifizieren. Dann kam Corona und alles ganz anders. Der Langstreckenläufer musste sein Trainingslager in Südafrika abbrechen und Mitte März vorzeitig nach Leipzig zurückkehren. Aus sportlicher Sicht war die Enttäuschung groß, denn bereits im Vorjahr musste der Deutsche Meister von 2016 verletzungs- und krankheitsbedingt auf Marathon-Wettkämpfe verzichten.
Ausgezeichneter kritischer Journalismus: Zwei Mal Unterstützung für Leipziger Journalisten durch die Otto-Brenner-Stiftung
Michael Kraske: Der Riss. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 17. November zeichnet die Otto-Brenner-Stiftung wieder herausragende Leistungen für kritischen Journalismus aus. Diesmal gehen zwei Auszeichnungen an Journalisten aus Leipzig. Beide konnten wir mit ihren Büchern schon in der L-IZ vorstellen. Die Preisverleihung findet aufgrund der Corona-Pandemie am 17. November in Berlin ohne Publikum statt – sie wird für alle Interessierten ab 18 Uhr im Livestream über die Internetseiten der Stiftung zu verfolgen sein.
Ausstellung: CONNECT Leipzig #2
Erik Swars, o. T., 2020, Privatbesitz, (Ausschnitt) © Künstler

© Künstler

Mit „CONNECT Leipzig“ öffnet das MdbK dem künstlerischen Nachwuchs das Haus und bietet ihm die Möglichkeit, sich im fünfwöchigen Wechsel im Zündkerzen-Hof im Erdgeschoss zu präsentieren. „CONNECT Leipzig #1“ fand mit großem Erfolg vom 14. März 2018 bis 24. März 2019 statt. Insgesamt konnten zehn Künstler/-innen ihre erste institutionelle Einzelausstellung realisieren. Das MdbK setzt dieses außergewöhnliche Ausstellungsformat, das sich dezidiert der Förderung junger Künstler/-innen verschrieben hat, nun als Biennale fort.
Die zweite Welle: Landkreis Nordsachsen hat noch zu kämpfen, um die Corona-Fallzahlen in den Griff zu bekommen
Corona-Ambulanz. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserGewarnt waren alle vor der sogenannten Zweiten Welle der Corona-Pandemie. Aber als sie dann kam, wurden die örtliche Behörden doch wieder kalt überrascht. Und ausgerechnet da, wo sich zwei westdeutsche Ministerpräsidenten als besonders gute Bekämpfer der Pandemie zelebrierten, färbte sich die Infektionskarte in rasendem Tempo Rot. Aber die Alarmsirenen hörte man bald auch aus den beiden an Leipzig angrenzenden Landkreisen Leipzig und Nordsachsen.
Am 29. Oktober: Sinfoniekonzert des Hochschulorchesters im Gewandhaus
Das Hochschulsinfonieorchester unter der Leitung von Prof. Matthias Foremny im Gewandhauskonzert 2019 © Gert Mothes

© Gert Mothes

Es ist eine seit langem bestehende Tradition, dass das Hochschulsinfonieorchester (HSO) jährlich ein Gewandhauskonzert gibt – und zwar anlässlich des Todestages von Konservatoriumsgründer und Hochschulnamenspatron Felix Mendelssohn Bartholdy, der am 4. November 1847 – also vor 173 Jahren – starb.
2.500 Bäumchen für das Klima: Erste Baumpflanzaktion von „LEIPZIG pflanzt“ im Leipziger Südraum + Video
Pflanzaktion von „LEIPZIG pflanzt“ auf dem Gelände des ehemaligen Tagebaus Peres. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserIm Dezember 2019 stießen die Mitglieder der Leipziger Gruppe „Omas for Future“ auf die ergreifende Geschichte von Elzéard Bouffier, den „Mann der Bäume pflanzte“. Als dieser Bouffier in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erkannte, dass seine ganze Gegend in den französischen Cevennen aus Mangel an Bäumen absterben werde, entschloss er sich, etwas dagegen zu unternehmen.
Ist der Widerspruch aus den ostdeutschen Bundesländern gegen die bisherigen Ergebnisse aus dem Standortsuchverfahren berechtigt oder „abenteuerlich“?
Karte der ausgewiesenen Teilgebiete gem. § 13 StandAG. Karte: BGE

Karte: BGE

Für alle LeserAls am 28. September 2020 die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) den ersten Teilbericht zur Standortsuche (1) für ein Endlager für HAW (High Active Waste) (2) an das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) übergeben hat, regte sich in vielen Teilen der Bundesrepublik Deutschland deutlicher Widerspruch. Es sollen hier einige Fakten herausgestellt werden, die insbesondere den Widerspruch aus den ostdeutschen Bundesländern als berechtigt erscheinen lassen.
Franz und die Puppe auf Reisen: Was hätte Franz Kafka in seinen Briefen an Lilli eigentlich geschrieben?
Juliane Sophie Kayser: Franz und die Puppe auf Reisen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt ihn wirklich, den Stadtpark in Berlin-Steglitz, wo Franz Kafka 1923 mit seiner Liebe Dora Diamant spazieren ging. Es war das Jahr vor seinem Tod. Es war die Zeit der Inflation. Zwei Mal musste Kafka in Steglitz umziehen, weil er als „armer Ausländer“ gekündigt wurde. Und es gab wohl auch das weinende Mädchen, das er beim Spaziergang im Park traf, das seine Puppe verloren hatte. Und das er tröstete mit 20 Briefen. 20 Briefen, die wohl leider verschollen sind.
Ausstellung: PLAKATIERT! Reflexionen des indigenen Nordamerika
Mit Unterstützung des Karl May Museums Radebeul und des GRASSI Museums für Völkerkunde zu Leipzig präsentiert die galerie KUB die Ausstellung „Plakatiert! Reflexionen des indigenen Nordamerika“. Die Ausstellung wurde von Studierenden der Ethnologie und der Museologie an der Goethe-Universität Frankfurt kuratiert.
SV Lichentberg vs. 1. FC Lok Leipzig 3:2 – Premiere mit Problemen
Denis Jäpel sucht den Abschluss gegen David Hollwitz. Foto: Thomas Gorlt

Foto: Thomas Gorlt

Für alle LeserDer 1. FC Lok Leipzig hat das erste Regionalliga-Pflichtspiel in der Hans-Zoschke-Arena in Lichtenberg mit 2:3 (0:1) verloren. Vor 966 Zuschauern liefen die Blau-Gelben gegen Lichtenberg 47 ab der 2. Minute einem Rückstand hinterher, nach 28 Minuten auch nur noch zu zehnt. Auf den Ausgleich antwortete Lichtenberg postwendend mit einem Doppelschlag. Abderrahmanes Anschlusstreffer 23 Minuten vor Schluss sollte trotz hochkarätiger Chancen auf beiden Seiten der letzte Treffer in einem unterhaltsamen Spiel bleiben.
GlobaLE: Pandemie, Fluchthilfe und Weltwirtschaftsforum
Plakat zum GlobaLE Filmfestival 2020. Grafik: GlobaLE

Grafik: GlobaLE

Am Montag, Mittwoch und am Donnerstag lädt das GlobaLE Filmfestival die Leipzigerinnen und Leipziger wieder zu Film und Diskussion ein. Am Montag, 26. Oktober macht die GlobaLE um 20 Uhr im Neues Schauspiel (Lützner Straße 29) Station und zeigt den Dokumentarfilm "Words of Bandits" (Italien, Frankreich 2019, engl. UT) von Jean Boiron-Lajous. Seit 2015 ist die italienisch-französischen Grenze geschlossen um die Reise von Migrantinnen und Migranten zu verhindern. Im französischen Roya-Tal leisten einige Einwohner Widerstand und helfen den Reisenden. Ein Film über Solidarität und Widerstand im Sommer 2015.
Factory of Art begeht Dienstjubiläum: Warum 30 Jahre Rock N‘Roll noch nicht genug sind
Factory Of Art will es 2020 noch enmal wissen und begeht im Herbst/Winter in neuer Besetzung noch einige Jubiläumsauftritte zum 30-jährigen Bestehen. Foto: Factory Of Art Management

Foto: Factory Of Art Management

Für alle LeserDie Leipziger Musikerszene ist schon von jeher vielfältig und wegweisend gewesen. Wenn wir an die Leipziger Beatbewegung zurückdenken, dann gilt Leipzig als ein Zentrum der neuen Popmusikwelle. Mit der Klaus Renft Combo und ihrer zwischenzeitlichen Neubenennung in „The Butlers“ waren ihre Mitstreiter zentrale Figuren, die Leipzigs Weg in die Pop-Welt zeigten.