Kreditanträge: So erhalten Sie die besten Konditionen

Wer einen Kredit beantragen möchte, sollte unbedingt einen umfassenden Anbietervergleich durchführen. Verschiedene Kreditinstitute stellen ihre Darlehen nämlich zu jeweils anderen Konditionen bereit. Wer genau vergleicht, kann die besten Voraussetzungen für einen eigenen Kredit schaffen. Wichtig ist es, den Kreditbedarf genau zu bestimmen und sich ein möglichst umfassendes Bild von der Marktsituation zu verschaffen. Ebenfalls hilfreich ist es, alle notwendigen Kreditunterlagen frühzeitig zusammenzustellen und auf das Timing beim Kreditantrag zu achten. Während des Gesprächs sollten Fachbegriffe immer direkt geklärt werden. Die wichtigste Regel lautet: genügend Zeit für die Auswahl einplanen.
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Lange vor dem Kredit immer pünktlich zahlen

Die Vorbereitungen auf einen Kredit mit besonders guten Kreditkonditionen beginnen bereits lange bevor man überhaupt einen Kredit braucht. Es ist ratsam, sein Leben lang sämtliche anfallende Rechnungen immer pünktlich und vollständig zu bezahlen. Hierdurch verbessert sich die eigene Bonität, was sich bei einem späteren Kreditantrag als nützlich erweist.

Für die Kreditinstitute ist es wichtig, einschätzen zu können, wie es um die Kreditwürdigkeit und die Zahlungsmoral eines Kreditnehmers bestellt ist. Hierfür holen sie sich unter anderem Informationen von den Auskunfteien ein. Diese erstellen nur dann negative Einträge, wenn Rechnungen nicht oder unpünktlich bezahlt wurden oder jemand mit den Kreditraten in Verzug geraten ist. Wer solche Verzögerungen vermeidet, schafft die besten Voraussetzungen für die Verhandlung beim Kreditantrag. Menschen mit schlechter Bonität bekommen einen Kredit entweder gar nicht oder zu deutlich schlechteren Konditionen.

Den Kreditbedarf möglichst genau bestimmen

Eine wichtige Aufgabe im Vorfeld des Kreditantrags besteht darin, den eigenen Kreditbedarf genau zu bestimmen. Wird dieser zu niedrig angesetzt, müssen später teure Ausgleichszahlungen verhandelt werden. Außerdem steht dann nicht genügend Geld zur Verfügung, um notwendige Investitionen zu tätigen oder eine Anschaffung zu stemmen. Tendenziell sollte daher lieber ein Puffer eingeplant werden.

Auf der anderen Seite sollte der Kreditbedarf nicht zu hoch eingeschätzt werden. Ein hohes Darlehen führt zu einer längeren Laufzeit beziehungsweise zu höheren Zinsen. Solche Kosten lassen sich vermeiden, indem eine geeignete Kreditsumme gewählt wird. Außerdem ist es möglich, dass ein Kreditnehmer für eine bestimmte Kreditsumme nicht kreditwürdig ist. Wenn der Kreditwunsch zu hoch angesetzt wird, kann es im schlimmsten Fall passieren, dass der Kreditantrag negativ beschieden wird.

Die Marktsituation möglichst genau kennen

Je genauer Kreditnehmer die Marktsituation kennen, desto besser ist ihre Verhandlungsposition bei der Bank. Foto: pixabay.de © Charles Thompson CCO Public Domain

Nur wer sich am Kreditmarkt auskennt und alle relevanten Informationen eingeholt hat, kann bei einem Kreditantrag erfolgreich verhandeln. Ein wichtiger Wert sind die gängigen Zinssätze am Markt. Diese müssen Kreditnehmer immer im Hinterkopf haben, um realistische Konditionen auszuhandeln und möglichst niedrige Zinssätze zu vereinbaren. Verlangen sie zu niedrige Zinsen, wird der Antrag abgelehnt, verlangen sie zu hohe Zinsen, zahlen sie zu viel. Am Markt herrschen teils erhebliche Zinsunterschiede vor. Deswegen ist es im Vorfeld des Antrags wichtig, einen genauen Anbietervergleich durchzuführen und deren Konditionen übersichtlich aufzulisten.

Wer besonders günstige Anbieter kennt, kann diese in einem Verhandlungsgespräch als Alternative nennen. In einigen Fällen führt das dazu, dass Kreditinstitute ebenfalls bessere Konditionen anbieten. Ebenso kann es eine sinnvolle Strategie sein, zu betonen, dass man gerne mit dem jeweiligen Kreditinstitut zusammenarbeiten möchte, weil dieses zum Beispiel einen besonders guten Ruf genießt. Häufig lassen sich dann Kompromisse finden, die beiden Seiten Vorteile bringen.

Alle notwendigen Unterlagen frühzeitig zusammenstellen

Zur Vorbereitung auf einen Kreditantrag gehört es, möglichst alle relevanten Unterlagen zusammenzustellen. Hierdurch zeigen die Kreditnehmer, dass sie sich ernsthaft mit den Kreditkonditionen auseinandergesetzt haben und zuverlässig und eigenständig arbeiten. Außerdem verkürzen sich auf diese Weise die Zeiten, bis der Antrag unterschrieben werden kann, wodurch häufig weniger Kosten anfallen.

Zu den Unterlagen, die bereits beim Kreditgespräch vorhanden sein sollten, gehören die Finanzunterlagen. Wer seine Bonität nachweisen kann, hat besonders gute Chancen auf einen Kredit. Außerdem werden persönliche Unterlagen zur Feststellung individueller Daten benötigt. Deswegen sollte man einen Personalausweis oder Pass vorlegen. Außerdem ist es vielen Kreditinstituten wichtig, dass ein Kredit nicht auf Kosten der Vorsorge aufgenommen wird. Deswegen ist es häufig sinnvoll, Informationen zur privaten Altersvorsorge oder Versicherungen wie einer Berufsunfähigkeits- oder Krankentagegeldversicherung dabeizuhaben. Sollte der Kredit für den Bau einer Immobilie genutzt werden, dann ist es sinnvoll, Baupläne, Baugenehmigungen, Lagepläne, Grundbuchauszüge und viele weitere für den Bau relevante Dokumente mitzubringen, was zusätzlich auch Vertrauen beim Kreditbearbeiter schafft.

Das richtige Timing beim Kreditantrag

Ein nicht unerheblicher Aspekt bei der Beantragung eines Kredits ist das Timing. Häufig sind Kreditgespräche in der Wochenmitte praktisch. Zu Beginn der Woche müssen viele Dinge abgearbeitet werden, die sich über das Wochenende angesammelt haben. Zum Ende der Woche sinkt die Motivation der Berater häufig, da sie in Gedanken schon im Wochenende sind. Deswegen sind Termine in der Mitte der Woche für eine Kreditbewilligung besonders praktisch.

Fachbegriffe immer erklären lassen

Die besten Konditionen können nur dann ausgehandelt werden, wenn die Kreditnehmer genau verstehen, wovon aktuell die Rede ist. Im Kreditwesen gibt es jedoch eine Vielzahl an Fachbegriffen, die für den Laien nicht immer verständlich sind. Wer diese nicht versteht und einfach nur abnickt, läuft Gefahr, schlechtere Konditionen auszuhandeln, als dies möglich wäre.

Wenn im Gespräch mit dem Kreditinstitut Fachbegriffe fallen, die nicht direkt verständlich sind, sollte immer unmittelbar nachgefragt werden. Hierdurch können die Begriffe im Zusammenhang besprochen werden, was beim späteren Nachschlagen bei den Suchmaschinen nicht mehr der Fall ist. Außerdem zeigen die Kreditnehmer so ein Interesse für die Thematik. Angst, für schwer von Begriff oder ahnungslos gehalten zu werden, muss nicht bestehen. Die Berater sind im Gegenteil dankbar, wenn sie genau wissen, welche Aspekte sie genauer erklären müssen.

Genügend Zeit für die Auswahl nehmen

Die wichtigste Regel bei der Beantragung eines Kredits lautet: genügend Zeit einplanen. Wer gleich das erstbeste Angebot annimmt, verpasst schnell deutlich bessere Konditionen. Deswegen sollten sich Kreditnehmer weder selbst unter Druck setzen noch von den Kreditinstituten unter Druck setzen lassen. Sowohl für die Vorrecherche als auch für die Auswertung des Kreditgesprächs sollte genügend Zeit eingeplant werden. Vor jeder Entscheidung empfiehlt es sich, mindestens eine Nacht zu schlafen. So lassen sich Fehler beim Kreditantrag und schlechte Kreditkonditionen vermeiden.


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