Auch Spitzenkräfte aus Wirtschaft, Sport und Kreativbranche setzen auf visuelle Zielplanung – Erfolg ist ein spannendes Thema. Viele Menschen denken, dass er entweder reine Glückssache ist oder aber eine Frage von besonderer Intelligenz oder einzigartigen Talenten. Die Wahrheit ist meistens viel unspektakulärer. Die meisten erfolgreichen Menschen, egal aus welcher Branche, sind und bleiben auf ihrer Position, weil sie Durchhaltevermögen hatten und haben und bestimmte Dinge über viele Jahre konsistent durchziehen.

Nun kann nicht jeder immer alles im Kopf haben, und genau deshalb besteht ein essenzieller Teil der Arbeit erfolgreicher Menschen darin, Dinge schriftlich festzuhalten und zu planen. Damit ein Terminkalender gut funktioniert, muss er vor allem schon auf den ersten Blick enorm übersichtlich gestaltet sein. Viele erfolgreiche Menschen verbringen also fast genauso viel Zeit mit der Planung von Arbeiten und Projekten wie mit der eigentlichen Ausführung.

Tatsächlich ist genau das oft die Fleißarbeit, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden kann. Viele Spitzenkräfte delegieren zwar Teile der praktischen Umsetzung, beschäftigen sich aber weiterhin intensiv mit Planung, Organisation und Priorisierung. Ihre Ziele behalten sie dabei immer klar vor Augen, und zwar nicht nur vor dem geistigen Auge oder digital, sondern auf physischem Papier. Was sie also gemeinsam haben, ist eine Mischung aus rigoroser visueller Planung und schrittweiser konsequenter Umsetzung über viele Jahre.

Visuelle Erinnerungen vs. reine Textnotizen oder digitale Liste

Das menschliche Denken beginnt in einem Alter, in dem Sprache weder verstanden noch angewendet werden kann. Wir sind also von Geburt an darauf ausgerichtet, vor allem in Bildern und Konzepten zu denken. Selbst als Erwachsene haben wir manchmal Bilder oder Konzepte im Kopf, die sich kaum oder gar nicht in Worte fassen lassen. Entsprechend ist es für unser Gehirn auch leichter, Bilder zu speichern statt Text oder Klang. Das können wir uns natürlich auch zunutze machen, wenn wir für unsere berufliche oder private Planung bestimmte Erinnerungen oder Gedankenstützen benötigen. Der Satz, dass ein Bild mehr sagt als tausend Worte, kommt außerdem nicht von ungefähr.

Ein Bild kann so viele Informationen transportieren, für die wir in rein schriftlicher Form deutlich mehr Platz bräuchten. Bilder schaffen also einen besseren Überblick und geben uns ganz ohne Worte genau die Informationen, die wir benötigen. In Kombination mit ein wenig Text können wir das im Alltag dann noch spezifischer gestalten und helfen unserem Gedächtnis effizienter auf die Sprünge und übersehen vor allem keine wichtigen Ereignisse. Die Information selbst wird dann praktisch eng verknüpft mit dem Visuellen in unserem Gedächtnis geparkt. 

Tägliche Sichtbarkeit persönlicher Ziele

Es ist sicherlich von Vorteil, seine Ziele wortwörtlich nicht aus den Augen zu verlieren. Gerade wenn ein Ziel eher langfristiger Natur ist und man Ausdauer und auch Geduld mit sich selbst haben muss, dann sind tägliche Erinnerungen sehr hilfreich. Je unangenehmer der Weg zum Ziel erscheint, desto wichtiger kann die Präsenz dieses Ziels im Alltag sein. Nehmen wir ein sehr greifbares Beispiel.

Jemand möchte im Laufe eines Jahres eine beträchtliche Menge Körpergewicht verlieren. Man weiß also, dass dieses Ziel nicht von heute auf morgen erreicht werden kann, sondern Beharrlichkeit, Geduld und häufig eine gewisse Form von Verzicht oder Extra-Anstrengung erfordert.

Versuchungen lauern dann an jeder Ecke und wenn wir es uns erlauben, unser Ziel einmal nicht vor Augen zu haben, ist die nächste Versuchung umso größer. Nicht umsonst kursiert konkret bei diesem Thema häufig der Tipp, sich ein gedrucktes Bild vom erhofften, künftigen Ich direkt an den Kühlschrank zu hängen, wo man es immer dann sieht, wenn man der Versuchung physisch am nächsten ist. 

Gewinnen analoge Planungssysteme wieder an Attraktivität?

Der Vorteil des Analogen ist simpel. Es ist die Sichtbarkeit. Hinter unseren digitalen Bildschirmen steckt eine gigantische Welt voller Daten, aber von alledem kann immer nur ein bestimmter Teil in einem sichtbaren Fenster angezeigt werden. In der Praxis ist es kaum möglich oder praktisch, in einer bestimmten Bildschirmecke eine Erinnerungsnotiz zu parken.

Entweder sie stört oder wir übersehen sie trotzdem, einfach weil zu viele andere Dinge auf diesem Bildschirm passieren. Ein analoger Kalender löst dieses Problem zuverlässig. Er hat genau eine Aufgabe und die erfüllt er eben auch heute noch in Perfektion. Beispielsweise ein Individueller Fotokalender bietet dabei eine praktische Möglichkeit, Termine und auch langfristige Ziele, in einem sehr persönlichen Rahmen, übersichtlich festzuhalten. Alles Wichtige auf einen Blick, ohne zusätzlicher Ablenkung.

Persönliche und emotionale Bezüge machen den Unterschied

Unsere persönlichen Ziele kommen nicht aus dem Nichts, sondern sind immer Teil eines größeren Entscheidungsnetzwerkes, welches unser gesamtes Leben umspannt. Wer ein Ziel hat, muss sich praktisch jeden Tag aufs Neue für genau dieses Ziel entscheiden, auch wenn andere Aspekte im Leben dynamischer oder unvorhersehbar sind. Manchmal verschiebt sich dadurch die Priorität unserer Ziele oder unser Gefühl diesen gegenüber.

Eine persönliche, emotionale Bindung an das Ziel kann dadurch mehr Stabilität geben. Deswegen können Fotos besonders wirksam sein, um diese emotionale Verknüpfung aufzubauen. Wenn wir gerade in einer Phase des Aufbaus in unserem Leben sind, um für uns und unsere Familie langfristig mehr Sicherheit und eine positive Zukunft zu gestalten, dann kann ein Foto unserer Lieben genau diese emotionale Motivation aufrechterhalten, auch wenn das Foto mit einer unangenehmen Aufgabe oder schlicht harter Arbeitsleistung verknüpft wird. 

Präsens, Präteritum und Future auf einen Blick

Einer der größten Motivatoren bei Zielen jedweder Art sind bereits messbare Teilerfolge und Etappensiege. Wenn eine Fußballmannschaft in ein Turnier wie eine Weltmeisterschaft hineingeht, dann gibt es das große Ziel, den Titel zu holen, aber auf dem Weg dahin gibt es zahlreiche Zwischenziele.

Jedes gewonnene Spiel und jede nächste erreichte Runde bringen das Team näher zum Ziel, und das erhöht die Motivation maßgeblich. Je näher ein Ziel rückt, desto ehrgeiziger halten wir meistens an ihm fest. Das gilt nicht nur für den Sport, sondern auch für berufliche Ziele oder persönliche Ziele der Selbstoptimierung.

Ein Kalender mit bereits erreichten Zielen kann diese Motivation sichtbar machen. Nicht selten behalten Menschen daher sogar Kalender vergangener Jahre, einfach weil dort Dinge gelistet sind, die damals noch in der Zukunft lagen und heute als verbuchter Erfolg zählen. Der Kalender hat dann keinen praktischen Nutzen mehr im Sinne der Vorausplanung, wird aber zu einem wichtigen Erinnerungsstück. 

Das Ziel im Auge behalten

Motivation ist im Grunde nichts anderes als ein persönlicher, individueller Grund, etwas zu tun oder zu unterlassen. Auch wenn sich an so einem Grund für oder gegen etwas pauschal meistens nichts ändert, kann dieser Grund an Gewicht verlieren, wenn andere Themen gerade mehr unserer Aufmerksamkeit fordern. Das heißt, die Motivation selbst ist eigentlich noch dort, wo sie war, wird aber überlagert von anderen Dingen, die in dem Moment womöglich dringlicher erscheinen.

Da wir Menschen und keine Computer sind, haben wir nicht unbegrenzte Kapazitäten, um an zig Baustellen gleichzeitig zu arbeiten. Einige Baustellen vergessen wir dann zwangsweise, denn die anderen sind größer oder lauter. Irgendwann erinnern wir uns zwar wieder an unsere Ziele, doch oft rücken sie trotzdem nicht sofort zurück in den Fokus, besonders wenn wir das Gefühl haben, bereits weiter gewesen zu sein.

Unterschiedliche Generationen auf unterschiedliche Planungshilfen?

Absolut, und zwar aus verschiedenen Gründen. So wie sich unsere Ziele im Laufe des Lebens ändern und Prioritäten sich verschieben, so passen wir auch unsere Planung an. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass auch das Gedächtnis in fortgeschrittenem Alter etwas nachlässt. Nicht umsonst empfiehlt man älteren Menschen, ihr Gehirn so häufig wie möglich durch Dinge zu stimulieren, die eine Kombination aus Visuellem und Gehirnakrobatik sind, also zum Beispiel Rätsel oder Puzzle. Ganz junge Menschen können neue Dinge meistens schneller erlernen und auch im Gedächtnis behalten.

Und bei den Generationen dazwischen kommt es sehr auf das individuelle Leben an. Je mehr Aufgaben ein Mensch hat, desto mehr Planung benötigt er, um alles gut zu koordinieren und nichts zu vernachlässigen. Deswegen sind visuelle Hilfen auch hier sehr wichtig, gerade für Menschen, die Beruf, Familie und Freizeit irgendwie unter einen Hut bringen müssen.

Auf der anderen Seite ist es auch eine Frage dessen, womit man groß geworden ist. Menschen unter 25 Jahren sind in der digitalen Welt aufgewachsen und könnten mit physischen Planungshilfen manchmal weniger anfangen als Menschen, bei denen Kalender praktisch ihr ganzes Leben lang an irgendwelchen Wänden platziert waren. Deswegen ist es am Ende auch eine Frage, was leichterfällt, das Schreiben mit Hand und Stift oder Tippen auf einer digitalen Tastatur.

Bewusster mit der eigenen Aufmerksamkeit umgehen

Tatsächlich lässt sich auch bei jungen Menschen in vielen Bereichen wieder ein Trend hin zum Analogen beobachten. Auch das hat unterschiedliche Gründe, von der Sorge um Umweltaspekte rund um große Rechenzentren über bewussten Internet-Detox hin zu kreativer Heimgestaltung durch visuelle Projekte.

Viele junge Menschen haben für sich entdeckt, dass Optimierung eben nicht bedeutet, immer und überall gleichzeitig Zugriff auf alles zu haben, sondern dass Übersicht und Ordnung nicht zu unterschätzende Werkzeuge sind, um das eigene Leben besser zu planen. Vielen geht es wieder mehr darum, sich auf wenige wichtige Dinge zu konzentrieren, statt in einer Flut aus Informationen und Aufgaben unterzugehen. Etwas so Simples wie ein selbst gestalteter Wandkalender kann hier zu einem hervorragenden Hilfsmittel werden.

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