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Wegen Vorbereitung von Betriebsratswahlen: Leipziger TAS AG spricht fristlose Kündigungen aus

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    Es gibt zwar ein paar Leute, die stolz sind auf das, was sich in den letzten Jahren an Unternehmen in Leipzig ansiedelte, auch auf die reich bestückte Callcenter-Landschaft. Doch nun macht eines dieser Callcenter schlechte Schlagzeilen: Mehrere Mitarbeiter, die für den 13. August zur Versammlung zur Wahl eines Wahlvorstandes für die Betriebsratswahlen eingeladen haben, erhielten nun die fristlose Kündigung.

    Es sei offensichtlich, dass die Betriebsratswahlen bei der TAS AG, einem Call-Center in Leipzig, verhindert werden sollen, teilt die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mit. Und schickte auch gleich noch die Ankündigung hinterher: Ver.di wird für die Kolleg/innen Kündigungsschutzklage einreichen.

    Und die Gewerkschaft wundert sich auch ein bisschen: Merkwürdig sei, dass das Unternehmen von der Kanzlei vertreten wird, deren Inhaber Vorsitzender des Aufsichtsrates der TAS AG ist.

    Die Geschichte, die so deutlich gegen die Arbeitnehmerrechte im Unternehmen gerichtet ist, ist nicht neu. Auch vor rund fünf Jahren wurde versucht, Betriebsratswahlen bei TAS durchzuführen und auch damals wurden dafür Kollegen gekündigt, so ver.di.

    Im Vorfeld der jetzigen Kündigungen muss auch schon ein offener Brief in Umlauf gekommen sein, adressiert an die Kolleg/innen der TAS AG, gespickt mit Unwahrheiten, Vorwürfen und Beleidigungen an die Initiatoren der Betriebsratswahl. Unterschrieben von einigen Beschäftigten der TAS AG.

    „Wir werden“, so Christel Tempel, ver.di-Landesbezirksfachbereichsleiterin, „all dies zum Anlass nehmen und Strafanzeige wegen Behinderung der Betriebsratswahlen stellen.“

    Drohungen an die Beschäftigten, dass mit der Wahl eines Betriebsrates Arbeitsplätze gefährdet werden und dadurch Aufträge nicht an die TAS AG vergeben werden, seien ein Skandal und könnten so nicht hingenommen werden.

    „Behinderungen von Betriebsratswahlen, das Schüren von Ängsten bei den Beschäftigten sind im Call-Center Bereich leider kein Einzelfall, damit muss endlich Schluss sein“, so Tempel weiter.

    www.sat.verdi.de

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