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HL komm baut in Lindenau ein hochmodernes Rechenzentrum für Leipzig

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    Lang nichts gehört von der HL komm, der einstigen Tochter der Stadtwerke Leipzig. Seit dem 30. November 2015 zählt HL komm zur Tele Columbus Gruppe, die mit 3,6 Millionen angeschlossenen Haushalten als drittgrößter deutscher Kabelnetzbetreiber am Markt ist, schnelle Glasfaserleitungen anbietet, aber auch hochmoderne Rechenzentren. Zwei davon in Leipzig. Das dritte wird jetzt in Lindenau gebaut.

    Das geplante Data-Center im Industriegebiet Lindenau wird zum dritten Standort für HL komm-Rechenzentren in Leipzig, meldete das Unternehmen am Mittwoch, 22. Februar. HL komm will mit diesem Zentrum einen bedeutenden deutschen Internetknoten schaffen, „der mehrfach redundant an DCIX, AMS-IX und BCIX angebunden ist.“

    Das klingt nicht nach Braunkohle, nicht wahr? Sondern nach einer anderen Art Wirtschaft, die in Leipzig so langsam ihre Wurzeln schlägt. Immer größere Teile von Produktion, Kommunikation und Logistik werden heute und morgen über leistungsstarke Leitungen und effiziente Rechenzentren abgewickelt. Heißt für Wirtschaftstrukturen: Die Entwicklung geht da los, wo diese modernen Netze und Knotenpunkte existieren.

    Nicht in der Provinz, sondern in Städten wie Leipzig.

    Und es geht nicht nur um Datenmengen und hohe Geschwindigkeiten, sondern – es sind ja hochsensible Daten – um Sicherheit.

    Die neue Einrichtung schaffe, so HL komm, „für mittelständische Unternehmen eine Hochsicherheitsumgebung für den Betrieb von IT-Infrastruktur und bietet Speicherkapazitäten unter deutscher Datenhoheit.“

    So eine Botschaft überliest man nicht. Erst recht, wenn das E-Mail-Fach Tag für Tag mit dem Lobpreis auf die berühmte Cloud gefüllt ist. Reines Marketing, keine Frage, frohjauchzende Technikgläubigkeit. Blöd nur, wenn die Cloud auf amerikanischen Rechnern herumgeistert – jedem Zugriff amerikanischer Geheimdienste und anderer suspekter Geheimniskrämer preisgegeben.

    Das, was HL komm da gerade in Modulbauweise im Lindenauer Gewerbegebiet hinsetzt, ist eine ziemlich klare Antwort: Wer seine Daten schützen will, schickt sie nicht nach Amerika, sondern nach Leipzig.

    Die Gesamtplanung für das neue Rechenzentrum. Foto: ICTroom Company
    Die Gesamtplanung für das neue Rechenzentrum. Foto: ICTroom Company

     

     

    Anfangen mit Bauen will man im 2. Quartal 2017. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts ist für Ende 2017 geplant. Das sieht sehr fix aus, hat aber damit zu tun, dass HL komm nicht künstlerisch wertvoll, sondern praktisch bauen will: in Modulbauweise. Was dann für künftige Erweiterungen alles offenlässt.

    Mit einer modularen Bauweise lassen sich, so betont das Unternehmen mit Geschäftssitz am Martin-Luther-Ring, Flächenerweiterungen bedarfsgerecht und schnell umsetzen.

    Im ersten Bauabschnitt werden 700 m² Nettofläche für das Rechenzentrum sowie 500 qm² Büroflächen entstehen. Bis Ende 2019 soll das Rechenzentrum auf 1.400 m² Fläche gewachsen sein. Sollte die Nachfrage dies erfordern, könne der zweite Bauabschnitt auch deutlich früher fertiggestellt werden, betont HL komm

    Insgesamt bietet das Gelände in Leipzig-Lindenau Erweiterungskapazitäten für bis zu 4.000 qm² Fläche.

    Und drumherum wird’s auch schnell gehen. Direkter Anschluss ans Glasfasernetz.

    Das künftige Rechenzentrum wird eine hochverfügbare Anbindung durch mehrere 100 Gbit/s Leitungen ins Glasfasernetz von HL komm erhalten, welches im Baugebiet bereits anliegt und aktuell erweitert wird.

    Und wie das so ist in Zeiten von Energieeffizienz: Auch das thematisiert das Unternehmen. Die neue Anlage soll sehr sparsam sein.

    „Die technische Auslegung zielt dabei auf höchste Energieeffizienz mit einem PUE-Wert von nur noch 1,2 ab. Der PUE-Wert ist ein branchenüblicher Indikator der die Gesamtenergieaufnahme der Anlage dem Stromverbrauch der verbauten IT-Technik gegenüberstellt. Je näher dieser Wert bei 1,0 liegt, desto höher der Effizienzgrad.“

    Das Stichwort Kohle haben wir oben schon genannt.

    Hier geht’s jetzt ans Eingemachte: Hier wird nicht mit Kohle gearbeitet.

    Der Anteil erneuerbarer Energien am Strom-Mix soll gleich vom Start weg 100 Prozent betragen.

    „Die Vorgaben der EN 50600 zur Energieeffizienz werden somit in jedem Fall problemlos erfüllt. Die Anlage wird die Anforderungen des TUViT Level 3+ für hohen Schutzbedarf und vollständige Redundanzen kritischer Versorgungssysteme mit mehrfach ausgelegten Klima- und Stromzuführungen sowie eigener Notstromanlage übererfüllen“, betont HL komm.

    Mittelständische Unternehmen stehen im Mittelpunkt dieser Investition, betont Richard Fahringer, Geschäftsführer der HL komm. „Die stetig steigenden Anforderungen in Bezug auf IT und Sicherheit können so auch in Zukunft gezielt und kundenorientiert umgesetzt werden.“

    Denn: Der Bedarf nach sicherer Datenhaltung, -bereitstellung und -verarbeitung steigt. Die hohen Schutzstandards der EU und der strikte Datenschutz in Deutschland treiben die nationale wie internationale Nachfrage nach Rechenkapazitäten voran. Was für HL komm heißt: Das geplante Data-Center der HL komm stärkt die Position des Leipziger Telekommunikationsunternehmens in diesem strategisch bedeutsamen Wachstumsfeld.

    In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

    https://www.l-iz.de/bildung/medien/2017/01/in-eigener-sache-wir-knacken-gemeinsam-die-250-kaufen-den-melder-frei-154108

     

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