Die Ernte ist nun langsam eingefahren. Eigentlich fehlen nur noch die Zuckerrüben. Aber jetzt können auch Sachsens Statistiker so langsam sagen, wie hoch die Einbußen in der Landwirtschaft durch die monatelang anhaltende Dürre sind. Und Sachsen ist ja noch nicht aus dem Schneider. Die Grundwasservorräte fürs nächste Jahr sind noch längst nicht wieder aufgefüllt.

Und wenn die Saat 2019 in viel zu trockene Böden ausgebracht wird, droht gleich das nächste schlechte Erntejahr. Da muss also, was die Niederschläge betrifft, noch einiges passieren über den Winter.

Noch sind die Ernteverluste nicht katastrophal, nur alarmierend. Aber die Ergebnisse zeigen, wie schnell sich fehlender Regen bei den Erntemengen bemerkbar macht.

Die diesjährige Getreideernte (außer Körnermais) ist in Sachsen beendet, meldet das Landesamt für Statistik. Die langanhaltende Trockenheit führte zu erheblichen Ertragsausfällen in den landwirtschaftlichen Betrieben. Der diesjährige Durchschnittsertrag lag nicht – wie befürchtet – bei prognostizierten 57 Dezitonnen je Hektar, sondern etwas darüber, bei rund 60,3 Dezitonnen (dt) je Hektar (ha).

Das sind im Vergleich zum sechsjährigen Durchschnitt von 70,6 dt/ha knapp 15 Prozent weniger. Die unterdurchschnittlichen Erträge und eine um 6.700 ha reduzierte Getreideanbaufläche zum Durchschnitt der letzten sechs Jahre führten zu einer um 425.700 Tonnen geringeren Erntemenge.

Auch bei Winterraps, der in Sachsen wichtigsten Ölfrucht, kam es aufgrund der fehlenden Niederschläge zu hohen Ertragsausfällen. Mit einem durchschnittlichen Ertrag von 30,4 dt/ha waren das 20,3 Prozent weniger als im sechsjährigen Durchschnitt, melden die Landesstatistiker. Je Hektar Erbsen (Futtererbsen) wurden 28,9 dt/ha geerntet – rund 17 Prozent weniger als im sechsjährigen Durchschnitt.

Die Ertragserwartungen bei Kartoffeln liegen nach dem vorläufigen Ergebnis der besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung bei rund 297 dt/ha und damit deutlich (rund 28 Prozent) unter dem Durchschnitt des Vergleichszeitraumes (415 dt/ha).

Angaben zur Zuckerrübenernte werden Ende Dezember veröffentlicht.

Landwirtschaft: Antragsverfahren zur Dürrehilfe startet

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Es gibt 2 Kommentare

Aber mit dem Klima hat das sicher nichts zu tun, nein. Und Braunkohle müssen wir auch fleißig weiter abbauen, die brauchen wir, um sie zu verstromen, zum Beispiel für die ganzen schönen, neuen und teuren E-Autos.

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