Ein Großprojekt für 2040 löst nicht die Probleme im Leipziger Nahverkehr von heute

Das ist wieder so ein schönes Thema zum Festbeißen: Braucht Leipzig einen zweiten City-Tunnel in Ost-West-Richtung? Kann man so die Leipziger Verkehrsprobleme lösen? Es ist so ein altes Leipziger Riesenprojekt, mit dem man von den eigentlichen Problemen des Tages ablenken kann. Daran erinnern mitten in dieser neuen, irrelaufenden Diskussion Grüne und Linke.
Anzeige

Beides eigentlich starke Verfechter des ÖPNV. Aber der Leipziger Verkehr hat ja so viele Probleme, weil der ÖPNV selbst über Jahre auf Schmalkost gesetzt wurde. Das gesamte Nahverkehrssystem muss leistungsfähiger werden. Am Gesamt-ÖPNV in Leipzig haben die regionalen und S-Bahnen gerade mal einen Anteil von 5 Prozent. Den Löwenanteil müssen die LVB wegschaffen. Und das schaffen sie immer schwerer, weil sich immer mehr Stellen im Netz als Nadelöhr erweisen. Bei Hochlast droht die Haltestelle Hauptbahnhof völlig zu verstopfen.

„Eine wachsende Stadt benötigt auch eine schnelle Ost-West-Verbindungen im Nahverkehr. Gerade die Stadtteile im Westen und Osten profitieren von dem bestehenden Nord-Süd ausgerichteten S-Bahn Tunnel nur unzureichend. Bis der zweite City-Tunnel Realität wird, vergehen noch Jahrzehnte. Dennoch ist es sinnvoll, für die Trasse eines kommenden Ost-West-Tunnels bereits jetzt Flächen für die zu bauenden Rampen freizuhalten“, lobt Volker Holzendorf, Direktkandidat der Grünen in Leipzig Nord zur Bundestagswahl, den Vorstoß vom OBM Jung, der eigentlich nur eine Gedankenspielerei war, auch wenn er seine Planer darüber nachdenken lässt. Aber dann kommt Holzendorf auf die eigentlichen Probleme zu sprechen, die mit einem zweiten S-Bahn-Tunnel nicht gelöst werden.

„Allein auf einen weiteren City-Tunnel als Großprojekt für den öffentlichen Nahverkehr zu bauen, reicht aber bei weitem nicht aus, um Leipzigs Mobilität aufrechtzuerhalten“, sagt er. „Natürlich muss auch in die Leistungsfähigkeit des vorhandenen Straßenbahnnetzes investiert werden, damit endlich ernsthafte Fahrgastzugewinne erzielt werden können. Diese sind nötig, damit die Leipziger Bürger weniger Feinstaubbelastung ausgesetzt sind.“

140 Millionen Fahrgäste transportierten die LVB aktuell im Jahr, maximal 180 Millionen kann das bestehende System verkraften – und dazu müssen schon deutlich mehr Fahrzeuge ins Netz und viele Takte verdichtet werden. Aber dann ist die Grenzlast erreicht. Was tun?

„Kleinere Netzergänzungsmaßnahmen, wie zusätzliche Verbindungskurven, oder weitere Haltstellen, können mit geringem finanziellem Aufwand große Wirkung erzielen“, meint Holzendorf. „Auch muss endlich die Verknüpfung von S-Bahn und LVB Liniennetz deutlich besser werden, wofür die unfertige Fußgängerbrücke in Connewitz nur das augenfälligste Symbol ist.“

Und dann sagt er etwas, was so gern vergessen wird in der Diskussion: Tatsächlich ist Leipzig gezwungen, möglichst kluge Lösungen zu finden, die einen überschaubaren Investitionsaufwand mit möglichst großer Wirkung verbinden: „Leipzig mit seinem immer noch deutlich geringerem Steueraufkommen als vergleichbare Großstädte sollte auf effektiven Mitteleinsatz besonders bedacht sein!“

Ganz ähnlich sieht es auch Marco Böhme, Leipziger Landtagsabgeordneter und Sprecher für Klimaschutz und Mobilität der Linksfraktion im sächsischen Landtag: „Wir verschließen uns nicht der Diskussion über neue unterirdische Bahnlinien in Leipzig. Jede moderne Großstadt mit 700.000 Einwohnern hat eine richtige U-Bahn und ein gut verzweigtes Netz an ÖPNV Verbindungen. Es trägt dazu bei, den Autoverkehr in Leipzig zu reduzieren und einen Verkehrskollaps zu umgehen. Doch solche Milliardenprojekte werden nicht vor 2040 umgesetzt sein. Die Probleme die es schon heute gibt, müssen jetzt gelöst werden!“

Denn die Diskussion über den zweiten S-Bahn-Tunnel wirkt derzeit auch wie ein Ablenkungsmanöver. Man träumt wieder von einem gigantischen Projekt in der Zukunft, unterlässt es aber, die aktuellen Probleme zu lösen. Und die schreien regelrecht nach einer baldigen Lösung.

„In Leipzig sind die Ticketpreise für den ÖPNV mit am teuersten – und das in einer Stadt mit unterdurchschnittlichen Einkommen. Hier fahren immer noch standardmäßig über 40 Jahre alte, laute und nicht barrierefreie Tatra-Straßenbahnen. Es gibt immer noch nicht flächendeckend sichere und durchgehende Radfahrstreifen und Wege und noch zu wenige Abstellanlagen für Räder“, zählt Marco Böhme auf. „Es fehlt ein Programm für eine ordentliche Gehwegsanierung um Stolperquellen für Fußgänger zu beseitigen. Statt Straßenbahnlinien einzukürzen, müssen diese ausgebaut werden. Es fehlen Visionen für neue Mobilitätskonzepte. Seien es überdachte Radwege, wirkliche Fahrrad(schnell)straßen, mehr Tempo 30 Zonen – gerade vor Schulen und Senioreneinrichtungen – neue Lieferkonzepte für Waren und Güter statt andauernden LKW Durchgangsverkehr. Der Straßenraum muss für die Menschen geöffnet werden – mit breiteren Fußwegen und Sitzmöglichkeiten statt überdimensionierten Parkplätzen.“

Und dann kommt er auf das liebste Kind der Leipziger Verkehrspolitik zu sprechen: das Automobil.

„Verursacher von Staus, Lärm, Luftverschmutzung und einem erheblichen Sicherheitsrisiko müssen mehr zur Kasse gebeten werden. Es kann nicht sein, dass man in Leipzig in der Innenstadt für 3 Euro am Tag mit dem Auto parken kann, für Hin- und Rückfahrt mit dem ÖPNV aber 5,20 Euro zahlt“, kritisiert Böhme die aktuelle Preispolitik. „Die ÖPNV-Ticketpreise müssen runter, die Parkgebühren rauf!“

Leipzigs Spitze tut sich schwer, eine Stadt mit weniger Autoverkehr zu denken.

Und eher zeigt sich auch der OBM in der Defensive, wenn mit der wachsenden Bevölkerung jedes Jahr auch zusätzlich 4.500 Pkw auf Leipzigs Straßen fahren und stehen.

„Die Stadt verkraftet keine weiteren 45.000 Pkw wie aktuell prognostiziert“, sagt Böhme. „Jeder Pkw benötigt allein an Parkraumfläche 13,5 qm. Hochgerechnet sind das 0,6 Quadratkilometer die in Parkhäusern und Grünflächen verwirklicht werden müssten, nur fürs Parken! Hinzu kommt die Verkehrsfläche, was über 6 km bedeutet! Es gibt so viele Konzepte und Ideen, einzig der politische Wille fehlt – im Rathaus wie auch im Land. Lasst uns endlich über die Umsetzung diskutieren!“

Womit er auf den eigentlichen Auftrag kommt, den die Verwaltung gegenwärtig abarbeiten muss: Einen Nahverkehrsplan vorzulegen, der wirklich wieder Fortschritt für den Leipziger Nahverkehr bringt.

In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

https://www.l-iz.de/bildung/medien/2017/03/in-eigener-sache-wir-knacken-gemeinsam-die-250-kaufen-den-melder-frei-154108

ÖPNVNahverkehrsplan
Print Friendly, PDF & Email
 
Ein Kommentar


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Tempo 30 von der Schule bis zur Diako: Verkehrsdezernat befürwortet Antrag des Stadtbezirksbeirats Altwest
Tempo 30 für die Georg-Schwarz-Straße. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserDie einen parken so falsch, dass die Straßenbahn nicht mehr durchkommt, die anderen rasen so rücksichtslos, dass das Überqueren der Georg-Schwarz-Straße für Fußgänger zu einem Spiel mit dem Leben wird. Weshalb der Stadtbezirksbeirat Altwest beantragte: „Die vom Stadtbezirksbeirat Altwest beantragte Prüfung hat bereits stattgefunden. Im Ergebnis wurde im Bereich des Diakonissenkrankenhauses für die Georg-Schwarz-Straße eine verkehrsrechtliche Anordnung auf Tempo 30 erlassen. Diese soll bis Ende Oktober 2020 umgesetzt werden.“
Brücke über die Nahle: Grüne beantragen Unterquerung der Brücke und Berücksichtigung des Auenentwicklungskonzepts
Die alte Brücke über die Nahle. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDa spitzt sich etwas zu in der Elster-Luppe-Aue. Das Verkehrs- und Tiefbauamt will dort 2021 mit den Planungen für einen Brückenneubau über die Nahle im Zug der Gustav-Esche-Straße beginnen. Baubeginn sollte eigentlich um das Jahr 2023 sein. Aber ganz augenscheinlich ist diese Brücke genau so ein Bauwerk in der Aue, dessen Zuschnitt im Auenentwicklungskonzept erst bewertet werden soll. Aber das wird frühestens 2022 vorliegen.
ÖPNV-Tarifkonflikt: Auch bei den LVB kommt es am Dienstag, 29. September, zum Warnstreik + Update
Die LVB am Hauptbahnhof. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser Es passt schon zusammen: Am heutigen Freitag, 25. September, demonstriert Fridays for Future für eine Ökologische Verkehrswende. Und am Dienstag, 29. September, streiken die ÖPNV-Mitarbeiter/-innen für höhere Löhne. Auch die der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB). Also ziehen Sie sich warm an, nehmen Sie das Fahrrad oder die Wanderschuhe. Im Berufsverkehr kann es eng werden.
Am Holzberg und am Gaudlitzberg in den Hohburger Bergen darf (wieder) geklettert werden
Kletterparadies Holzberg. Foto: Volker Beer

Foto: Volker Beer

Für alle LeserGanz geklärt ist die Zukunft des Kletterparadieses Holzberg bei Böhlitz noch lange nicht. Aber die Kletterfreunde des Deutschen Alpenvereines Landesverband Sachsen e. V. (DAV) sind erst einmal froh, dass sie hier erst einmal weiter im ehemaligen Steinbruch klettern dürfen. Das Landratsamt hat am Donnerstag, 24. September, über die Klettererlaubnis informiert.
Nicht nur in der Sächsischen Schweiz glaubte die Polizei, Listen von Corona-Betroffenen bekommen zu dürfen
Seltsame Datenabfragen aus sächsischen Polizeirevieren. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserNoch im Frühsommer sah es so aus, als hätte nur die Polizei in der Sächsischen Schweiz unberechtigt Datenlisten zu Corona-Infizierten bei den Gesundheitsämtern abgefragt. Doch wenn die Linke Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz erst einmal Verdacht geschöpft hat, bleibt sie dran. Und das Ergebnis ist so eindeutig wie diffus: In fast ganz Sachen kam es zu solchen unberechtigten Listenabrufen.
Seit dieser Woche haben die ersten Leipziger Fahrradstraßen auch Fahrbahn-Piktogramme
Piktogramm Fahrradstraße am Deutschen Platz. Foto: Stadt Leipzig

Foto: Stadt Leipzig

Für alle LeserSeit Sommer 2019 ist es ein heiß diskutiertes Thema, seit Leipzigs Verkehrsdezernat endlich die Beethovenstraße zur Fahrradstraße machte, aber etliche Kraftfahrer nicht so recht einsahen, dass Radfahrer/-innen hier jetzt immer Vorrang haben. Vielleicht, weil sie die blauen Schilder am Straßenrand übersahen. Also malten erst Lucy & Pierre große Piktogramme auf die Straße und dann beschloss der Stadtrat auf SPD-Antrag, dass die Stadt noch große, gut lesbare Piktogramme auftragen soll. Die kommen jetzt, meldet das Verkehrs- und Tiefbauamt.
Handlauf: Ein (Bilder-)Buch wie ein Schlüssel zum Werk des Malers Neo Rauch
Neo Rauch: Handlauf. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMaler sind keine Politiker, meist auch keine Philosophen und noch seltener Parteianhänger. Sie malen nicht, was erwartet wird. Oder ins Schema passt. Und meist provozieren sie auch nicht um des Provozierens willen. Deswegen stehen wir Zeitgenossen oft grübelnd und ein bisschen ratlos vor ihren Werken. Wer den Leipziger Maler Neo Rauch ein wenig verstehen möchte, für den wird dieses Buch wie ein Schlüssel sein. Ralph Keuning hat Rauch extra in seinem Atelier besucht.
„Allerlei China“ in der Galerie KUB am 27. September
Quelle: Konfuzius-Institut Leipzig e.V.

Quelle: Konfuzius-Institut Leipzig e.V.

Das Konfuzius-Institut Leipzig lädt am Sonntag, 27.9, zu einem bunten Kulturnachmittag in die Galerie KUB ein. Freuen Sie sich auf eine Kunstausstellung, einen Postkartenworkshop, Schnupperkurse zu asiatischen Bewegungskünsten, das Duo Seidenstraße und erleben Sie „Allerlei China“!
Der durstige Pegasus – Time to say goodbye!
Der durstige Pegasus, Bild: Pressematerial

Bild: Pressematerial

Am 15. März 2010 moderierte Elia van Scirouvsky zum ersten Mal den Durstigen Pegasus in der Moritzbastei – nun, im Oktober 2020, ist es Zeit für ihn, Abschied zu nehmen und die Zügel des Pegasus in jüngere Hände zu übergeben.
Donnerstag, der 24. September 2020: Polizei wegen Drohung und Corona-Listen weiter in der Kritik
Der grüne Landtagsabgeordnete Valentin Lippmann (Grüne) hat auch ein paar Fragen zum Verhalten eines Polizisten gegenüber Demoteilnehmer/-innen in Dresden. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser/-innenDer grüne Landtagsabgeordnete Lippmann erkundigt sich per Anfrage über Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit einer Drohung eines Polizisten in Dresden und die linke Abgeordnete Köditz arbeitet weiter die Weitergabe von Coronalisten an die Polizei auf. Außerdem: Leipzigs OBM Jung (SPD) äußert sich in einem DLF-Interview ausführlich zur Coronakrise. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 24. September 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
„Wir können streiken, auch mit Abstand!“: ver.di will Warnstreiks ausweiten
Die Gewerkschaft ver.di kündigt weitere Warnstreiks im öffentlichen Dienst an. Foto: ver.di

Foto: ver.di

Für alle LeserDie Zeichen stehen auf Streik: Seit Dienstag, dem 22. September, streiken in ganz Deutschland Beschäftigte des öffentlichen Diensts. Das betrifft unter anderem das Personal in Kliniken, Kitas, in der Pflege oder im öffentlichen Nahverkehr. Hintergrund der Arbeitsniederlegung war der für die Gewerkschaft ver.di enttäuschende Ausgang der zweiten Tarifverhandlungsrunde in Potsdam. „Von Respekt und Anerkennung gegenüber den Beschäftigten war nichts zu spüren“, sagte ver.di-Chef Frank Werneke nach Ende der zweitägigen Verhandlung am vergangenen Wochenende. Nun könne allein mit guter Unterstützung, „das heißt mit wirklich vielen Warnstreiks in den nächsten Wochen“, die Chance bestehen, am dritten Verhandlungstermin zu einem angemessenen Ergebnis zu kommen, so Werneke.
Warum verschwinden Kleinverlage eigentlich vom Markt? Ist die Digitalisierung dran schuld?
Prof. Friedrich Figge. Foto: HTWK Leipzig

Foto: HTWK Leipzig

Für alle LeserDie Kleinverlage in Deutschland sind schon oft totgesagt worden, und in der Tat sinkt ihre Zahl von Jahr zu Jahr: Allein von 2.019 kleinen Verlagen im Jahr 2013 sank ihre Anzahl auf 1.850 im Jahr 2017. Das entspricht einem Rückgang um rund acht Prozent. Dennoch scheint sich diese Gruppe innerhalb der Verlagsbranche immer noch recht sicher zu sein, auch in Zukunft ein relevanter Teil der deutschen Kulturlandschaft zu sein, meint zumindest Prof. Friedrich Figge, seit 2004 Lehrstuhlinhaber für Electronic Publishing und Multimedia an der HTWK Leipzig.
Corona-Auswirkungen im Leipziger Haushalt: Das Jahresminus wird vielleicht bei 57 Millionen Euro liegen
Leipzig wird 2020 wohl erstmals seit Jahren wieder mit einem Minus abschließen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserRegelmäßig stellt Finanzbürgermeister Torsten Bonew seit einigen Jahren auch unterjährig die Finanzlage der Stadt dar. Die Ratsfraktionen bekommen einen dicken, ausführlichen Finanzbericht, der ihnen zeigt, ob Leipzig gut wirtschaftet, ob Zahlungsausfälle drohen oder Programme nicht umgesetzt werden. Im Corona-Jahr 2020 sind solche Berichte natürlich noch viel wichtiger. Brisant kann man eher nicht sagen, denn Leipzig hat in den letzten Jahren immer gut gewirtschaftet und auch Haushaltsüberschüsse erzielt.
Moderner Fahrstuhl in Betrieb genommen: Sächsische Akademie der Wissenschaften nun barrierefrei zugänglich
Staatssekretärin Andrea Franke, Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, und Volker Kylau, technischer Geschäftsführer des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) begutachten den neuen Fahrstuhl. Foto: Marcus Karsten

Foto: Marcus Karsten

Für alle LeserEs hat eine Weile gedauert, aber jetzt hat auch die Akademie der Wissenschaften in ihrer alten Villa in der Karl-Tauchnitz-Straße das alte Haus weitgehend barrierefrei gemacht. Der wichtigste Baustein war ein Personenaufzug, dessen Fertigstellung die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig zum Anlass nahm, ihn zusammen mit Staatssekretärin Andrea Franke in Betrieb zu nehmen.
Westflügel lädt am 26. September in die Krypta ein: Uraufführung für „3rd – Das Dritte“
3rd - Das Dritte. Foto: Joachim Fleischer

Foto: Joachim Fleischer

Für alle LeserAuf was man in diesen Zeiten so kommt. Zum Beispiel darauf, Flann O'Briens Roman „Der dritte Polizist“ noch einmal zu lesen. Oder die nächste Uraufführung im Westflügel zu besuchen, denn der hat von Katharina Muschiol „3rd – Das Dritte“ (Inszenierung: Joachim Fleischer) mit ins Programm genommen. Eine Geschichte, in der es um die Verlässlichkeit unserer Wahrnehmungen geht.