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Gut sichtbare Fahrradstraßenmarkierung nun auch am Dittrichring vor der Thomaskirche

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    So viele Fahrradstraßen hat Leipzig ja nicht. Und wo es sie gibt, werden sie von Kraftfahrern gern ignoriert. Auch weil die Stadt bislang darauf verzichtet, außer den blauen Schildern am Straßenrand auch große, unübersehbare Hinweise auf der Fahrbahn anzubringen. In der Nacht vom 4. zum 5. September haben Lucy und Pierre jetzt auch im Dittrichring solche Hinweise aufgesprüht.

    Der Dittrichring zwischen Großer Fleischergasse und Markgrafenstraße ist schon seit 2011 als Fahrradstraße ausgewiesen. Aber wer hier mit dem Rad unterwegs ist, merkt nicht viel davon. Gerade im Bereich der Thomaskirche hat man eher damit zu tun, sich samt Rad vor Bussen und Lieferfahrzeugen in Sicherheit zu bringen, die Überquerung der Kreuzung Thomaskirchhof ist oft eher ein Nervenkitzel.

    Was Lucy und Pierre bewegte, jetzt hier deutliche Zeichen zu setzen, erzählen sie selbst.

    Aktion 2: Dittrichring vor Thomaskirche, 05.09.2019

    Die „Fahrradstraße“ als solche erkennbar machen 2

    Lucy & Pierre

    „Wenn Sinnvolles wegkommt, stellen wir es eben wieder her“, sagt Lucy und Pierre sprüht erneut das Fahrradsymbol auf die Beethovenstraße. Beide freuen sich sehr über die angestoßene Diskussion in der Stadtgesellschaft. „Die Politik ist sich einig: Wir brauchen eine bessere Markierung der Fahrradstraßen“, sagt Pierre und zeigt sich damit hocherfreut über die Reaktionen einzelner Stadträte auf ihre erste Aktion vom 26. August.

    „Die Aktion von uns hat gezeigt, dass hier eine Leerstelle ist, die schleunigst gefüllt werden muss. Niemand nahm Schaden aber der Nutzen der Radfahrerinnen und Radfahrer war groß“, meint Lucy. „Nur warum dann die sinnvollen, nichtstörenden Kreidemalereien übermalt werden, erschließt sich uns nicht“, ergänzt Pierre. „Deswegen haben wir heute Nacht erneut Kreide gesprüht!“ Das sorgt für mehr Sicherheit zugunsten der schwächeren Verkehrsteilnehmer und regt zu mehr Rücksicht im Straßenverkehr an.“

    Neue Fahrbahnmarkierung am Diettrichring. Foto: Lucy & Pierre
    Neue Fahrbahnmarkierung am Dittrichring. Foto: Lucy & Pierre

    „Seit heute ist nicht nur die Beethovenstraße eindeutig als Fahrradstraße erkennbar, sondern auch der Dittrichring vor der Thomaskirche. Hier ignorieren die Auto- und Busfahrer geflissentlich die Anordnung als Fahrradstraße. Anders als sonst in Leipzig üblich, ist dieser Bereich vom Neuen Rathaus kommend als reine Fahrradstraße ausgeschildert. Zusatzschilder wie „Anlieger frei“ oder „Autos frei“ fehlen hier, und damit dürfen in den Straßenabschnitt nur Fahrradfahrende einfahren. „Dies haben wir mit der heutigen Aktion noch mal deutlich gemacht“, lächelt Lucy.

    „Wir hoffen, dass nun unsere Markierungen so lange bleiben, bis die Straßenverkehrsbehörde endlich die vom Stadtrat beschlossene Markierung umsetzt“, macht Pierre sein Anliegen deutlich und hofft gleichzeitig, dass es nicht so dolle regnet. In anderen Städten wie Berlin, München oder Göttingen werden Fahrradstraßen auf der Fahrbahn extra auffällig gekennzeichnet. „Was dort möglich ist, sollte auch in Leipzig Standard werden“, meint Pierre

    „Dieses war der zweite Streich – es gibt leider noch so viele weitere Stellen….“

    Grüne wollen wissen, warum Leipzigs Verwaltung nicht selbst große Markierungen für die Fahrradstraße aufs Pflaster gemalt hat

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