Grüne machen nach Plastikbeuteln nun auch die Einwegbecher zum Thema im Leipziger Stadtrat

Na ja, es sieht ungefähr genauso cool aus wie das Tragen einer Bierflasche, das Zutschen an einer E-Zigarette oder das Aufsetzen einer blinkenden Weihnachtsmannmütze: öffentliches Kaffeetrinken aus einem Becher. Coffee to Go heißt dieser Trend, der aus dem Kaffeetrinken so eine Art Aufputschrennen gemacht hat. Und eine weitere Umweltplage, wie jetzt die Grünen kritisieren.

Mit einer neuen Anfrage im Stadtrat rechnen sie einfach mal vor, was diese ganze schicke Kaffee-Lauferei für einen Müllberg ergibt: 320 Tausend pro Stunde, 7,6 Millionen pro Tag, 2,8 Milliarden Kaffee-Einwegbecher pro Jahr landen alleine in Deutschland im Müll.

Wer nachrechnen will: Auf Leipzig entfallen davon allein 18,8 Millionen geleerte Becher, die dann nebst Pizza-Kartons, Hotdog- und Pommes-Verpackungen, Plastik-Löffeln, Spießchen, Servietten und Gäbelchen zumeist im nächsten Müllbehälter landen – und ihn überquellen lassen. Eine Problematik, die im Sommer gerade Thema war, als der Stadtrat über das Papierkorbkonzept nachdachte und feststellen musste, dass die Stadt eigentlich nicht noch mehr Geld aufbringen kann, um die Abfallbehälter in der Innenstadt, an den LVB-Haltestellen und in den Parks rund um die Uhr immerfort zu entleeren. Das Tempo, in dem sich die Behälter füllen, ist einfach zu hoch.

Anett Ludwig, Stadträtin und umweltpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, zu diesem Thema, das gerade bei den großen Festen in Innenstadt und Parks jeweils seine überschwappenden Höhepunkte erlebt: „Die Becher begegnen uns auf Schritt und Tritt. Guten heißen Kaffee unterwegs zu trinken, ist etwas Selbstverständliches geworden. Aber es entsteht dadurch unglaublich viel Abfall. Mit dem Ziel, unsere Umwelt und Ressourcen zu schützen, stellt meine Fraktion eine Anfrage zum Thema to-go-Becher. Wir müssen diese Zahlen öffentlich machen und wollen darüber versuchen, Leipzigerinnen und Leipziger aufzurütteln und Alternativen zum Einmalgebrauch von Bechern ins Gespräch zu bringen.“

Selbst Schwarwel, der ja einige Dinge in Leipzig eher mit beruhigender Coolness aufnimmt, fand das Thema dann doch so schräg, dass er eine recht bergige Karikatur draus gemacht hat. Denn eigentlich ist die Sache mit dem „To go“ ja irgendwie großstädtisch und hipp und ein bisschen „like in America“, aber tatsächlich dürfte sich der eigentliche Kaffeegenuss beim Rumrennen doch sehr vermindern, selbst wenn das Getränk noch ein Weilchen warm bleibt im Becher. Eher zeugt der Genuss beim Eilen ja von einer Kultur, die sich für das Wesentliche im Leben keine Zeit mehr nimmt.

Und für Sachsen gehört ein guter Kaffee nun einmal zum Wesentlichen – aber doch eher aus einer schönen Porzellantasse am Tisch, vielleicht mit einem ordentlichen Stück Kuchen, wo man auch wieder Zeit hat, mal runterzufahren und die Sache zu genießen. Was man mit Becher in der Hand im Gedränge ganz bestimmt nicht kann. Das ist ja eigentlich nur Show.

Vielleicht wäre der Abschied vom oberflächlichen „To go“ sogar eine Marketingaktion in der City wert?

Die Grünen wollen jetzt jedenfalls erst einmal ein paar Auskünfte von der Stadtverwaltung – insbesondere zum Müllproblem. Und dann haben sie wieder so ein unbequemes Anliegen wie jüngst mit den Plastiktüten: Wie wäre es, wenn die Verwaltung mal mit gutem Beispiel voran geht und eine Selbstverpflichtung abgibt? Oder gar ins Regelwerk aufnimmt für die Händler der Stadt?

Hier die Anfrage der Grünen in voller Länge:

Anfrage: Umweltschutz leben – Müllaufkommen durch Einwegbecher in Leipzig reduzieren

Das im Juli 2015 vom Leipziger Stadtrat beschlossene Papierkorbkonzept (Vorlage – VI-DS-01102) zeigt klar die Probleme durch steigende Unterwegs-Abfälle in Form von Einwegverpackungen in der Stadt Leipzig auf. Die verfügbaren Papierkörbe bzw. Müllbehälter im Straßenraum sind übervoll. Innen: Einige wenige Coffee-to-go-Becher, die den wenigen Platz der für Leipzig typischen, kleinen historischen 30-Liter-Behälter füllen. Viele Coffee-to-go-Becher verschmutzen aber auch unerwünscht unsere Grünanlagen und Straßenecken. Laut Begründung zum beschlossenen Papierkorbkonzept muss die Stadtreinigung auch mehr Personal und Fahrzeuge einsetzen, um regelmäßig überfüllte Papierkörbe zu entleeren.

Der gesellschaftliche Trend und die Werbung suggerieren, auf Schritt und Tritt mit heißen und kalten Getränken unterwegs zu sein, sei modern. Daraus entsteht leider unglaublich viel Abfall, der überwiegend nicht recycelbar ist. Ein Becher hat eine Nutzungsdauer von hochgerechnet ungefähr 10 Minuten. Stündlich werden in Deutschland 320 Tausend Einwegbecher ver(sch)wendet. Die Gesamtmenge der jährlich verbrauchten to-go-Becher alleine für den gewerblichen Kaffeeausschank in Deutschland wird auf mindestens 3 Milliarden Becher geschätzt.

Die Deutsche Umwelthilfe DUH informiert auf ihrer Webseite:

„Einwegbecher bestehen überwiegend aus Papierfasern, für deren Herstellung in aller Regel Neumaterial eingesetzt wird. Es werden praktisch keine Recyclingpapierfasern genutzt, so dass für die Herstellung der Pappbecher neue Bäume gefällt werden müssen. Weil die Einwegbecher nicht nur aus Pappe, sondern anteilig auch aus Kunststoff bestehen, wird auch Rohöl zur Becherproduktion benötigt. Ein durchschnittlicher Einwegbecher besteht in der Regel zu fünf Prozent aus dem Kunststoff Polyethylen – dazu kommt noch der Plastikdeckel und gelegentlich Rührstäbchen, Papiermanschetten oder Tragehilfen aus Pappe.

Für die Herstellung der Polyethylen-Beschichtungen der Becherinnenseiten und Polystyrol-Deckel werden jährlich ca. 22.000 Tonnen Rohöl verbraucht.

Für die Herstellung der jährlich in Deutschland verbrauchten Coffee-to-go-Becher entstehen CO2-Emissionen von rund 83.000 Tonnen.

Die Herstellung der Polystyrol-Deckel verursacht zusätzlich rund 28.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr.“

Die Fakten der DUH machen deutlich, dass Coffee-to-go-Becher sehr umwelt- und klimaschädigend sind.

Aus dem Grund sind dringend Alternativen notwendig: z. B. sind individuell gestaltete, trendige Mehrwegbecher oder eine Umweltabgabe auf to-go-Becher als Ausweg aus der vermeidbaren Müllflut denkbar.

Wir fragen an:
1. Wie schätzt die Stadtverwaltung die Verschmutzung durch Coffee-to-go-Becher in Leipzig ein?
2. Welche Erkenntnisse zum Müllmehraufkommen wegen Einwegbechern in Leipzig liegen der Stadtreinigung vor? Sind Mehrkosten für Straßen- und Grünanlagenreinigung bezifferbar (falls ja, den Verlauf der letzten Jahre bitte angeben)?
3. Welche Strategie hat die Stadtverwaltung zum o. g. Thema? Ist der Stadtverwaltung dazu die Kampagne der DUH und der Wettbewerb „Becherheld“ bekannt und wird sich die Stadt Leipzig beteiligen?
Ein Fast-Food-Kettenbetreiber hat beispielsweise eine Selbstverpflichtung zur Nachhaltigkeit erstellt, die eine Gesprächsgrundlage sein könnte.
4. Wird eine Selbstverpflichtung in der Stadt Leipzig zum Verzicht auf Einwegbecher mit den Bäckereiketten und der Systemgastronomie schon ggf. rechtlich geprüft und auch schon verhandelt?

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