Zoo-Masterplan bis 2020: Eine Lagune für die Flamingos, ein Himalaya für den Schneeleopard und ein Feuerland für die Pinguine

Manchmal ist es ganz gut, wenn man Pläne streckt, Planungen verschiebt, sich neue Freiräume verschafft. Ganz offiziell hat der Leipziger Zoo jetzt die Vollendung seines Masterplans bis zum Jahr 2020 gestreckt. Das war schon 2009 absehbar, als der zentrale Baustein des "Zoos der Zukunft" - das Gondwanaland - noch nicht fertig war. Am 11. Juni segnete der Aufsichtsrat des Zoos die neuen Zeitpläne ab.
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Am Dienstag, 12. Juni, gab auch die Dienstberatung des OBM grünes Licht. Am 18. Juli muss jetzt auch noch der Stadtrat seine Zustimmung geben. Denn auf städtische Zuschüsse ist der Zoo auch in den nächsten Jahren angewiesen – 2,8 Millionen Euro jedes Jahr. Und Zoodirektor Dr. Jörg Junhold erklärte bei der Vorstellung der neuen Ziele am Mittwoch, 13. Juni, vor der Presse auch noch einmal, warum das so ist, warum der Zoo sich auch in den nächsten Jahren noch nicht ganz aus seinen Einnahmen finanzieren kann, die immerhin bis 2020 auf 21 Millionen Euro steigen sollen.

Wichtigster Grund – und Anlass für die Entwicklung eines Masterplans für den „Zoo der Zukunft“ – war schlicht die desolate Substanz des Leipziger Zoos, als Jörg Junhold 1997 zum Zoodirektor berufen wurde. Die meisten Anlagen stammten noch von Beginn des Jahrhunderts, genügten weder modernen Standards zur Unterbringung der Tiere, noch war ihr baulicher Bestand gesichert. Der Zoo brauchte ein umfassendes Sanierungskonzept.

Ein solches legte Junhold gar nicht erst vor, sondern legte die Latte gleich deutlich höher: Er wollte sämtliche Anlagen mit dem Umbau tiergerechter machen, moderne pflegerische und Forschungsstandards ermöglichen und den Zoo für seine Besucher deutlich attraktiver machen. Zum Beispiel, indem die Tiere nicht einfach nur in ihren Gehegen gezeigt wurden, sondern in sechs große Themenfelder gepackt wurden, die den Reichtum der Erde sichtbar machten – mit den drei großen Kontinenten Asien, Afrika und Südamerika, dem 2001 eröffneten Pongoland und dem Gründerzeitgarten. Die Gondwanaland-Halle war von Anfang an als verbindendes Element gedacht, das die Erdzeitalter und die Kontinente miteinander verband. 2009 sollte es ursprünglich fertig sein. Aber es war auch der Zukauf des 3-Hektar-Areals an der Pfaffendorfer Straße, das Gondwanaland einen neuen Standort verschaffte und den Zeitplan verschob. Im Sommer 2011 eröffnete die Riesentropenhalle und verschaffte dem Zoo 2011 einen neuen Rekord von über 2 Millionen Besuchern.

Mit so einer Zahl rechnet Jörg Junhold auch 2012. Danach – so glaubt er – flacht das Interesse dann wieder ab, wird sich der Zoo bei 1,6 bis 1,8 Millionen Besuchern im Jahr einpegeln. Er erinnert aber auch daran, dass der Zoo in seinem alten Zustand im Jahr 2000 nur 750.000 Besucher hatte. Die Zahlen stiegen erst 2001 wieder über 1 Million, als Pongoland und Löwensavanne in Betrieb gingen und die Besucher erstmals sehen konnten, wie Tiere in einer ihnen gemäßeren Form gehalten werden konnten.

Seitdem haben sich die Zoobesucher daran gewöhnen können, dass sie durch Tunnel laufen, über Brücken, durch Grashecken und an Geländern entlang, die ihnen den Blick über Freigehege und Savannen ermöglichten. Sie konnten Elefanten unter Wasser beim Baden zuschauen, mussten aber auch von den Bären Abschied nehmen. Denn die Bärenburg ist zwar denkmalgeschützt – aber alles andere als ein guter Tummelplatz für Bären. Sie bleibt erhalten, wird sich aber künftig in einen Spielplatz verwandeln. „Den schönsten Spielplatz Leipzigs“, sagt Junhold. Die Bauarbeiten beginnen 2013.Knapp die Hälfte des Zoogeländes muss noch umgestaltet werden. Rund 100 Millionen Euro wurden bisher in das Umbaukonzept investiert. Der wichtigste Jahrestag ist heute: Am 14. Juni 2000 stimmte der Stadtrat dem Masterplan „Zoo der Zukunft“ zu. Der sah – wie erwähnt – das Finale für die ersten beiden Phasen im Jahr 2009 vor.

Dadurch, dass Gondwanaland an einen neuen Standort an der Pfaffendorfer Straße verrückt wurde, mussten für die jetzt beginnende Phase 3 auch drei Hektar im Herzen des Zoos, wo es ursprünglich stehen sollte, neu geplant werden. Dieser Teil steckt mit drin in den fünf Abschnitten, die jetzt bis 2020 nach und nach umgebaut werden.

Abschnitt 1: Amurleoparden und Flamingos

Er ist von 2012 bis 2014 geplant. Die Amurleoparden bekommen zwischen Bärenburg und Tigertaiga eine übernetzte Anlage. Der Hingucker dabei: Sie bekommen ein künstliches Felsmassiv, damit sie sich wie im Gebirge fühlen können. Das Netz ist nicht für die Leoparden, sondern für die flugfähigen Mitbewohner. Denn auch im asiatischen Teil des Zoos gilt: Wo es möglich ist, werden Tiere aus demselben Lebensraum vergesellschaftet.

„Unser Ziel ist es, mit dem Abschluss der Modernisierung in einigen Jahren einen weitestgehend gitterlosen, naturnahen ?Zoo der Zukunft‘ gestaltet zu haben“, erklärt Junhold dazu.

Noch viel auffälliger ist das, was in dieser Zeit mit den Flamingos passieren wird. Die stehen bis jetzt noch sehr bescheiden gleich links des Weges, der vom Eingang in den Zoo führt. Sie bekommen eine neue Heimat südlich der Parthe, ein Plätzchen, das Junhold gern zu einer attraktiveren Plattform für den Zooausgang machen möchte. Die Flamingos sollen dort eine eigene Flamingolagune bekommen. Mit Netz überspannt, so dass sie nicht einfach davonfliegen.

Abschnitt 2: Umbau der Bärenburg zum Spielplatz, Kiwara-SavanneVon 2013 bis 2015 ist die Bärenburg dran. Die wird nicht nur zu einem Spielplatz für alle Altersstufen umgebaut. Das Rondell wird auch noch um ein Café und einen Service-Trakt erweitert. Von der Terrasse des Cafés können fußmüde Eltern ihren Kindern dann beim Spielen zuschauen. Oder die Kinder ihren Eltern.

Parallel dazu wird die Kiwara-Savanne, wo heute die Zebras weiden, um einen Teil für die Nashörner erweitert. Auch die Mantelpaviane sollen hier vergesellschaftet werden. Der jetzige Pavianfelsen scheint nur noch notdürftig zu halten. Und da die Flamingos ja aus dem Vorfeld des Aquariums wegziehen, hat der Zoo endlich Gelegenheit, auch den Beginn des Rundgangs neu zu gestalten. Hier bekommen die Krallenaffen einen neuen Tobeplatz mitten im Wasser auf zwei Inseln.

Abschnitt 3: Themenwelten Himalaya und SüdamerikaHier werden gleich zwei Kontinente angepackt. Aus der denkmalgeschützten Felsenlandschaft von 1928 östlich vom Jason-Denkmal wird ein asiatisches Hochgebirge. Das alte Gebirge ist zwar marode. „Aber wir bauen es originalgetreu wieder auf“, sagt Junhold. Auch hier kommt ein Netz drüber, denn neben Schneeleopard und Rotem Panda ziehen auch die Geier in das Hochgebirge mit dem Arbeitstitel „Himalaya“.

Südlich der Bärenburg beginnt im selben Zeitraum (2015 – 2017) die Gestaltung der neuen Themenwelt „vom Pantatal über die Pampas nach Patagonien“, also der Themenbereich Südamerika. Auch hier mit neuen Wegeführungen und Neuplatzierungen von Nasenbären, Mähnenwölfen, Ameisenbären und Vikunjas. Und wer denkt, dass er dann mit Patagonien schon ganz im Süden ist, der wird sich 2018 eines Besseren belehren lassen.

Abschnitt 4: Wasserwelt für Pinguine und Robben mit gläsernem TunnelDenn von 2016 bis 2018 wird im Südzipfel des Zoogeländes, das bis an die Emil-Fuchs-Straße reicht, ein richtiges Feuerland entstehen – mit großer Wasserwelt für Pinguine und Robben, künstlichem Meeresufer, einem kleinen Amphitheater für Vorführungen und einem gläsernen Tunnel, der nicht nur unter dem neuen See hindurchführt. Streckenweise wird der Tunnel zu einem gläsernen 360-Grad-Tunnel, man läuft also mitten durch die Wasserwelt der Pinguine und Robben hindurch. Womit zumindest geklärt ist, wo die Pinguine landen, nachdem sie gerade ihre marode alte Pinguinanlage verlassen mussten.

Abschnitt 5: Umgestaltung des Vogelteiches

Und auch der Vogelteich, auf dem man heute den Enten zuschauen kann, wird sich gründlich verändern: Er wird in eine weitere neue Insellandschaft umgewandelt, in der dann Leierhirsch, Moschustier und Bartaffen ein neues Zuhause finden. Da, wo das alte Vogelhaus steht, bekommen Gebirgsloris und Mandschurenkraniche eine neue Anlage. Und nördlich der Bärenburg bekommen Anoas und Babirusas ein neues Freigehege.

Alle diese Bauabschnitte kosten um die 56,5 Millionen Euro. 30 Prozent der Summe erhofft sich der Zoo als Investitionsbeihilfe der Stadt, 70 Prozent will er aus Eigenmitteln und Krediten stemmen.

Selbst die Eintrittspreise für die nächsten Jahre hat man schon berechnet. Aktuell liegen sie bei 17 Euro für einen Erwachsenen. Bei einer Teuerungsrate von 3 bis 5 Prozent wird dieser Ticketpreis 2020 bei ungefähr 22 Euro liegen. Was zwar auf den ersten Blick erschreckt. Aber die Inflation arbeitet ja genauso in solchen Zeiträumen. Und acht Jahre sind eine erstaunlich lange Zeit.

www.zoo-leipzig.de


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