Das Weihnachtsfest in einem schwarz-weißen Jahrhundert: Weihnachtsbilder aus 70 Jahren

Was ist das eigentlich, dieses Weihnachtsfest? Man könnte ja ins Grübeln kommen. Es kommt jedes Jahr daher, als sei es schon uralt. Es überschwemmt den öffentlichen Raum mit Konsumrausch und alten bärtigen Männern, die einen anschauen, als hätten sie gerade einen geschnasselt. Und aus den Lautsprechern dudelt die Fröhöhöliche, dass es einen graust. Aber das ist wohl seit 100 Jahren so. Ein Bildband zeigt's.
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Es ist kein systematischer Band. Kann es gar nicht sein. Auch Profi-Fotografen beschäftigen sich mit dem Thema Weihnachten eher sporadisch. Mal entsteht ein heimeliges Familienbild, mal ein Konzertbild aus der Kirche, mal eines von glücklich beschenkten Flüchtlingskindern, mal vom neuesten Krippenspiel oder vom aktuell von Schnee berieselten Weihnachtsmarkt. Und nicht immer landen die Bilder dann in einem Archiv, wo sie von Forschern gefunden werden können. In der Deutschen Fotothek Dresden zum Beispiel, wo Katrin Nitzschke, Alexandra Schellenberg und Anne Spitzer die Bestände durchforstet haben.

Einiges, was dort hingefunden hat, stammt von professionellen Fotografen. In der Regel aus dem Dresdner Raum. Alles in Schwarz-Weiß. Das älteste Foto hat der Maler und Restaurator Max Helas 1912 angefertigt. Es zeigt den Fotografen andächtig den geschmückten Baum bewundernd, Frau und drei Kinder in sprechenden Posen aufgereiht. Man sieht die Inszenierung und den Versuch, das Ganze „malerisch“ wirken zu lassen. Noch mussten alle Statisten stille halten, noch war auch das Fotografieren eine Kunst und nicht gerade billig.Gerade die frühen Fotos in diesem Band zeigen, wie sehr das Medium Fotografie noch dazu dient, einen Status zu inszenieren, das Familienfest auch als ein Fest des gewonnenen Wohlstands zu zeigen. Der Maler Wilhelm Kroll inszeniert sich ungefähr zur selben Zeit als verantwortungsbewussten Familienpatron mit Zigarre und lesend an der Weihnachtskaffeetafel – wobei nicht recht zu erkennen ist, ob das die aktuelle Börsenzeitung ist oder ein zerknittertes Amtsblatt. Die Hausfrau schneidet den Stollen an, die Tochter muss den Kaffee ausschenken, die beiden Söhne werden bedient.

Wer so in alte Fotografie-Welten eintaucht, sieht auch soziale Welten und ihre Veränderung. Der geschmückte Baum gehört schon zum Status in großbürgerlichen Haushalten. Der Ernährer der Familie steht noch im Mittelpunkt der andächtigen Blicke – auch bei Paul Fünfstück, der die Bescherung in seiner Familie um 1925 fotografiert hat. Unübersehbar nicht nur der kerzenbestückte Baum und die innige Freude der Beschenkten, sondern auch die eindrucksvolle Standuhr, von der man erfährt: Bei Fünfstücks wurde gegen halb Sechs beschert. Die Botschaft aber ist eben nicht nur der Familienfrieden, sondern auch: Seht mal, wir leisten uns was. Reinhard Berger inszeniert ungefähr um die selbe Zeit die beschenkte Genja Huebner in ihrem Berg von Geschenken. Bei Familie Heller kann man regelrecht zuschauen, wie der Wohlstand wächst.

Und da es auch die Bilder von den illuminierten Kaufhäusern gibt, die die Passanten regelrecht zum Konsum auffordern – „Denkt an Weihnachten!“ – ahnt man, warum 80 Jahre später immer noch die meisten Leute sich von diesem Aufruf zum Rausch getrieben fühlen. Schon in den 1920er Jahren war das Weihnachtsfest zum großen Konsumrasen geworden. Vielleicht noch nicht so groß und allgegenwärtig wie heute. Aber man ahnt, wo das alles her kommt, wie die Freude an überladenen Gabentischen mit dem zunehmenden Wohlstand ganzer Bevölkerungsschichten zu tun hat und mit der Bestätigung vor aller Augen: Wir können uns das jetzt leisten. Das Foto ist der Beweis.

Wenn das bei so einem Fest dominiert, dann bringt das natürlich seltsame Auswüchse mit sich. Erst recht, wenn glühende Kinderfreude inszeniert wird. Wie schräg die Beziehung der Deutschen zu diesem Fest ist, zeigen gerade die Bilder ab den 1930er Jahren. Da wird eine Weihnachtsfeier beim NS-Winterhilfswerk fotografiert und bei der Weihnachtstafel in der SS-Kaserne wird nicht darauf verzichtet, die Tische wie ein Hakenkreuz aufzustellen. Kriegstrümmer, Flüchtlinge, Kriegsgefangene – dem Krieg folgt die Armut. Und 1952 eine Weihnachtsfeier bei der Volkspolizei, wo das Mädchen in Pionieruniform doch tatsächlich vom Weihnachtsmann das Buch „Wie der Stahl gehärtet wurde“ überreicht bekommt. Ein Foto, das auf jeden Fall in herbem Kontrast steht zu anderen Weihnachtsbildern von Rössing, auf denen er die Faszination der Kinder an brennenden Kerzen und am Schlüssellochgucken zeigt.Der zweite Teil des Buches wird zu einer zuweilen verstörenden Reise durch die Weihnachtsfeste der DDR-Zeit. Bis hin zu den inszenierten Familienbildern von Christian Borchert um 1979, die in fast frustrierendem Kontrast stehen zur bürgerlichen Familienpräsentation der 1920er Jahre. Familie S. sitzt da, als wäre man gerade nach einer heftigen Diskussion übereingekommen, dass das Fest jetzt ausfällt, weil Vater S. ein Exempel statuieren möchte.

Möchte man da nicht lieber mit A. R. Penck und seinen Freunden den Heiligabend beim Bier in der Lieblingskneipe zubringen? – Möglicherweise genau das. Vielleicht ist es auch so, dass die wirklich schönen Momente der Besinnlichkeit eher selten fotografiert werden. Man hält das fest, was einem wichtig erscheint. Immerhin waren die aufwändigen Fotografien lange Zeit auch eine Botschaft an die Betrachter. Der mit Rummel aufgeladene Weihnachtsmarkt der DDR-Zeit war auch ein amtlich gewollter Bruch mit der religiösen Herkunft des Festes, die in diesem Bildband dann auch entsprechend selten dokumentiert ist. Stattdessen sieht man Soldaten in der Schießbude und einen Vopo, der den Weihnachtsmann auf der Kreuzung begrüßt. Hintersinnig in Kontrast gesetzt zu einem Foto einer Familie, die augenscheinlich gerade den letzten verfügbaren Strunk von Weihnachtsbaum ergattert hat.

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Weihnachtsbilder
Katrin Nitzschke; Alexandra Schellenberg; Anna Spitzer, Lehmstedt Verlag 2012, 14,90 Euro

Ein Bildband, der durchaus auch zeigt, wie die Zeitenumbrüche auch das Weihnachten im Land veränderten, wie das Fest missbraucht wurde, wie es auch einen seltsamen Sinn bekam mit der alljährlichen Jagd nach teuren Gaben. Da und dort erinnert ein gelungenes Foto daran, dass es auch einfach mal um Stille gehen kann. Auch wenn der Band im Jahr 1980 eher im aufgesetzten Fröhlichkeitstrubel der DDR endet. Die Weihnachtsfeste danach waren dann wohl schon in Farbe. Oder in Orwo-Color, was etwas anderes ist, sehr zum Leidwesen aller, die ihr Familienalbum seinerzeit mit diesen Farbfilmen aus eigenem Lande abgeknipst haben.

Ein kleines Geschichtsbuch aus dem Leben der Menschen. Nach hinten hin völlig offen. Und keineswegs so heimelig, wie es auf den ersten Blick wirkt.


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